Die Mannschaft steht zu Spielbeginn zusammen.
Die Mannschaft steht zu Spielbeginn zusammen.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Sie trennt nur ein Punkt: So könnte der KSC St. Pauli ein Schnippchen schlagen - die Fakten zum Spiel
Karlsruhe
24.09.2021 19:00
Spitzenspiel im Wildpark! Der rangfünfte Karlsruher SC empfängt am Samstag (Anpfiff 13.30 Uhr) den Tabellendritten FC St. Pauli. Die Spielweise der Paulianer könnte dem KSC entgegenkommen. Denn: Die Hamburger sind aktiv, wollen die Begegnungen bestimmen, auswärts allerdings fehlte bisher das Glück - eine Chance für den KSC? Die Fakten zum Heimspiel.

Trainer Timo Schultz lässt seine Mannschaft nie Beton anrühren, setzt nicht primär auf defensiv orientierten Fußball, sondern will mit offensiv ausgerichteter Taktik die Spiele gewinnen. Das heißt: Die Eichner-Elf muss nicht das Spiel machen, muss nicht allzu viel Kreativität zeigen, sondern kann mit Leidenschaft und Disziplin zum Erfolg kommen.

Seit sechs Auswärtsspielen wartet St. Pauli auf einen Dreier

Der KSC-Gegner ist in guter Form. Am vergangenen Spieltag wurde der FC Ingolstadt mit 4:1 abgefertigt, dadurch überholten die Paulianer den KSC in der Tabelle. Mit nun einem Zähler mehr auf dem Konto als die Badener ergatterte Pauli den Relegationsrang.

Aber: Auswärts verbreitet St. Pauli alles andere als Angst und Schrecken. Die Kiezkicker warten seit sechs Auswärtsspielen auf einen Dreier und erzielten in diesen Partien nur ein Tor. Dagegen: Makellose zwölf Punkte bei 12:3 Toren aus vier Heimspielen erkämpft. "Die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen", sagt Trainer Schultz, "ist einfach zu groß. Das sehe ich auch. Wir werden da Lösungen finden."

Musste wegen akuter Nierenbeschwerden ins Krankenhaus: Trainer Timo Schultz vom FC St. Pauli.
Trainer Timo Schultz vom FC St. Pauli. Bild: Stefan Puchner/dpa

Der Coach ist zuversichtlich, wohl auch, weil es gegen den KSC geht. Denn beim KSC ist die Auswärtsbilanz der Kiez Kicker - prima. Die Badener gewannen nur vier von 17 Pflichtspielen im Wildpark. Mehr als die Hälfte der KSC-Heimspiele endeten remis – darunter die letzten drei. Der KSC ist saisonübergreifend seit sechs Heimspielen in Liga zwei ungeschlagen. Aber: Die Karlsruher gewannen auch nur zwei der letzten elf Heimspiele.

Die fairsten Teams der Saison treffen aufeinander

Es treffen die beiden fairsten Teams dieser Saison, gemessen an der Foulstatistik, aufeinander. Der KSC foulte 55-mal, die Hanseaten kamen mit zwei Fouls weniger aus. Die Samstagspartie wird für den KSC das 700. Spiel in der zweiten Bundesliga. St Pauli brachte es auf 851 Partien im Unterhaus.

Torchance für Daniel Kyereh (St.Pauli 17), Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) hält.
Torchance für Daniel-Kofi Kyereh (St. Pauli 17, Mitte), Torwart Marius Gersbeck (KSC 35, r.) hält. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

KSC-Techniker Kyoung-Rok Choi stand von 2013 bis 2018 bei Pauli unter Vertrag. Der Offensivspieler Daniel-Kofi Kyereh ist der beste Vorlagengeber der Liga, hat bereits fünf Assists. An einer Verpflichtung von Kyereh hatte der KSC schon Interesse – bisher vergeblich.

Die Torstatistik spricht für den KSC

Insgesamt 24 Begegnungen gab es in Liga zwei bisher. Sieben gewannen die Badener, acht endeten unentschieden. Dennoch: Tore 54 zu 49 pro KSC. Bester KSC-Torschütze war mit insgesamt drei Toren Rouven Hennings, der inzwischen für Fortuna Düsseldorf auf Torejagd geht. Daniel Gordon und Dirk Orlishausen traten am häufigsten gegen Pauli an: jeweils in acht Partien.

Dirk Orlishausen
Dirk Orlishausen Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Die Laufleistung des KSC in der bisherigen Saison: 784,09 Kilometer. Nur drei Teams spulten weniger ab. St. Pauli ist mit 792,44 Kilometern in diesem Ranking drei Positionen besser. Daniel-Kofi Kyereh machte mit 74,30 Kilometern beim KSC-Gegner die meisten Meter. Beim KSC brachte es Philip Heise als laufstärkster Akteur auf 73,34 Kilometer.


KSC - FC St. Pauli

Die Mannschaft steht zu Spielbeginn zusammen. Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball. Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22). Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22)


KSC-Training 22. September


Es ist nicht mehr möglich, Kommentare zu diesem Artikel zu verfassen.
16 Kommentare