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Schwächephase nach der Pause und Hofmanns Alu-Pech: KSC kassiert erste Niederlage - die Analyse zum Spiel
Karlsruhe
28.08.2021 19:35
Der Karlsruher SC musste beim Gastspiel in Nürnberg die erste Niederlage der Saison einstecken. Die Druckphase der Eichner-Elf im Frankenland kam zu spät, zudem war Top-Stürmer Hofmann im Alu-Pech.

Im Vergleich zum Remis gegen Bremen erhielten Tim Breithaupt und Marco Thiede den Vorzug vor Fabian Schleusener und Marvin Wanitzek, der seine Gelb-Rot-Sperre absitzen musste. Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start, machten den frischeren Eindruck. Mit zunehmender Spieldauer wurde der FCN dann stärker, allerdings ohne wirklich Gefahr auszuüben. Der letzte Pass der Gastgeber kam seltenst an. Immer wieder kam der KSC mit einem Fuß dazwischen und konnte so größere Torgefahr zunächst verhindern.

Kraus vergibt die erste Chance

Es dauerte fast 20 Minuten, bis die Gäste erstmals das badische Bollwerk umspielen und durch Kraus die erste gute Gelegenheit erspielen konnten. Ansonsten war die erste Hälfte arm an Torraumszenen, der Club setzte auf Konter, der KSC hatte nur Halbchancen durch Hofmann (26.) und Ryouk Choi kurz vor der Pause. So ging das 0:0 in der Halbzeit voll in Ordnung, da keines der beiden Teams wirklichen Offensivdruck zustande brachte.

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Dies änderte sich im zweiten Durchgang, in dem vor allem der 1. FC Nürnberg ein anderes Gesicht zeigte. Zunächst erzwang die Elf von Robert Klauß fast ein Eigentor von KSC-Routinier Daniel Gordon, doch Keeper Marius Gersbeck war noch rechtzeitig zur Stelle. Nürnbergs Tempelmann überwindete den Karlsruher Schlussmann nach einer knappen Stunde dann jedoch zum 1:0-Führungstreffer, der zu diesem Zeitpunkt in Ordnung ging. Da der Club die aktivere und gefährlichere Mannschaft war.

In der Folge zeigte sich ein sehr ungewohntes Bild: Die KSC-Defensive machte in der Phase nach dem 0:1 einen extrem löchrigen Eindruck. Gersbeck war mehrmals gefordert und lieferte, hielt seine Mannschaft mit einigen Paraden im Spiel. Auf der Gegenseite hätte dann beinahe Hofmann der allgemeinen Druckphase der Nürnberger beinahe mit einem Ausgleichstor aus dem Nichts ein Ende gesetzt. Es war die intensivste Phase der Partie, die dann nach etwas mehr als einer Stunde wieder etwas abflachte.

Schlussphase bringt Unterhaltung

Erst in der Schlussphase drehten beide Mannschaften nochmal den Turbo auf: Nürnbergs Shuranov nutze einen individuellen Schnitzer von Christoph Kobald, dessen Brustablage der Profi der Franken per Kopf zum 0:2 aus KSC-Sicht verwerten konnte. Dennoch glaubte die Elf von Christian Eichner weiterhin an ihre Chance, steckte nicht auf und erarbeitete sich in der Schlussphase einige gute Chancen. In der 82. Minute sorgten die beiden Joker beim KSC für den Anschlusstreffer: Schleusener bediente Batmaz, der überlegt zum 1:2 einschob.

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Danach spielte nur noch der KSC, der auf den späten Ausgleich drängte, zunächst durch Gondorf in der 85. Minute. Bis in die Nachspielzeit glaubte der KSC an seine Chance, in der 95. Minute hatte Karlsruhes bislang bester Torschütze, Philipp Hofmann erneut Pech und scheiterte am Pfosten des Nürnberger Gehäuses. Somit war die erste Saisonniederlage der Badener besiegelt.

Damit warten die Blau-Weißen seit nunmehr 14 Jahren auf einen Sieg im Max-Morlock Stadion. Seit 2007 klappte es nicht mehr mit einem Dreier für den KSC im Frankenland. Ein Punkt wäre gerade dank des großen Kampfes gegen Ende verdient gewesen, allerdings machten dem KSC ungekannte Defensivprobleme das Leben an diesem Abend schwer. Diese Fehler wusste der Club mit "Köpfchen" zu nutzen.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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