Szene aus dem Heimspiel der vergangenen Saison: Diego Contento (Sandhausen 3) setzt sich gegen Marco Thiede (KSC 21) durch.
Szene aus dem Heimspiel der vergangenen Saison: Diego Contento (Sandhausen 3) setzt sich gegen Marco Thiede (KSC 21) durch.
Bild: Carmele | TMC-Fotografie
Nach KSC-Traumstart: Verteidigt die Eichner-Elf gegen Sandhausen die Tabellenspitze? Diese Facts sprechen dafür
Karlsruhe
13.08.2021 18:22
Das kommende Auswärtsspiel des Karlsruher SC in Sandhausen zeigt, wie unterschiedlich die Gefühlswelten im Fußball sein können. Während es für den KSC nahezu perfekt läuft, legte der SVS eine Horror-Start in die aktuelle Spielzeit hin. Null Punkte und null Tore, so die Bilanz des Nachbarn und damit ähnlich der, mit welcher der KSC in die vergangene Saison startete. Nun stehen die Zeichen erneut auf Sieg für den KSC, wie Peter Putzing in den Match-Facts aufzeigt.

Die Situation ist für den KSC exakt so, wie vor dem Pokalspiel in Lotte: Der Wildparkclub ist auch in Sandhausen in der klaren Favoritenrolle. Während die Karlsruher mit zwei Siegen in der Liga und einem Erfolg im, DFB-Pokal in die Saison starteten, kassierte das Team vom Hardtwald nur Niederlagen.

"Waren mutlos"

In der 2.Bundesliga gegen Düsseldorf und Regensburg, im Pokal wurde man im heimischen Stadion von RB Leipzig mit 0:4 deklassiert. "Wir waren mutlos", konstatierte der sichtlich enttäuschte Sandhäuser Trainer nach dem Schlusspfiff.

Trainer Gerhard Kleppinger von Sandhausen sitzt am Spielfeldrand.
Trainer Gerhard Kleppinger von Sandhausen sitzt am Spielfeldrand. Bild: Armin Weigel/dpa

"Kleppo", wie ihn alle rufen, stand einst als Spieler - vorwiegend auf der Position des Rechtsverteidigers - beim KSC unter Vertrag. Von 1982 bis 1984 absolvierte der aktuelle Trainer des SVS für den KSC 69 Spiele, traf dabei sieben Mal ins gegnerische Netz.

Er rettete den SVS vergangene Saison als "Feuerwehrmann auf dem Trainerstuhl" vor dem Abstieg. Und jetzt? Eigentlich sollte beim KSC-Gegner alles besser werden. Man wollte im Hardtwald nichts mehr mit Abstieg zu tun haben. Aber: Pustekuchen! Schon wieder steckt man tief im Schlamassel, legte einen lupenreinen Fehlstart hin.

17. gegen Tabellenführer

Nach zwei Spieltagen: Rang 17, null Punkte auf dem Konto, kein Tor erzielt - aber schon fünf Gegentreffer kassiert. Zudem müssen die Sandhäuser im Baden-Derby gegen den KSC noch auf Abwehrspieler Oumar Diakhité verzichten. Der wurde gegen Regensburg vom Platz gestellt und ist noch gesperrt.

Die Mannschaft jubelt mit Kyoung-Rok Choi (KSC 11)
Die Mannschaft jubelt mit Kyoung-Rok Choi (KSC 11) Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Seit dem Wiederaufstieg des KSC 2019 gewann der Wildparkclub alle vier Duelle gegen den SVS. Gegen kein anderes Team blieb der KSC in diesem Zeitraum ohne Punktverlust. Die letzte Niederlage der Blau-Weißen: Am 23. April 2017 - ein 0:4.

Der KSC feiert saisonübergreifend fünf Siege in Folge - zuvor waren die Fächerstädter allerdings in neun Partien in Serie sieglos geblieben. Der KSC ist im Moment erst zum zweiten Mal nach dem Bundesligaabstieg 2009 Tabellenführer der 2. Liga.

Hofmann auf dem Weg zum KSC-Toptorschützen

Tormaschine Philipp Hofmann traf aktuell in vier Zweitligaspielen in Folge - sechs Treffer erzielte "Hoffi" da. Der letzte KSC-Profi, der eine längere Serie schaffte, war Rainer "Apparat" Krieg. Dem gelang es in sieben Spielen in Serie einen Treffer zu markieren. Durch den Doppelpack gegen Darmstadt wurde Hofmann zum drittbesten Torschützen aller Zeiten beim KSC.

Der Karlsruher Philipp Hofmann (r) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit seinem Teamkollegen Jerome Gondorf vorn.
Der Karlsruher Philipp Hofmann (r) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit seinem Teamkollegen Jerome Gondorf vorn. Bild: Uli Deck/dpa

Diese Position hat er im Moment durch seine 33 Treffer - gemeinsam mit Giovanni Federico - inne. Nur Emanuel Günther (42) und Rainer Krieg (34) - erzielten im KSC Trikot mehr Treffer. Beim badischen Derby wird auf Seiten der Gastgeber wohl Defensivspieler Carlo Sickinger auflaufen. Er ist gebürtiger Karlsruher, begann seine fußballerische Laufbahn beim FC Spöck und wechselte von dort in die Jugend des SV Sandhausen. Jetzt wurde Sickinger aus Kaiserslautern zurück in den Hardtwald geholt.

KSC-Routinier Daniel Gordon gab ein kurzes Intermezzo beim badischen Konkurrenten. Wie "Gordi" trug auch Allrounder Marco Thiede schon die Trikots beider Vereine. Auch Philipp Klingmann, der sympathische Rechtsverteidiger, spielte für beide Clubs.

"Klinge" beendet aber nach vielen schweren Verletzungen vor ein paar Monaten seine aktive Karriere. Malik Batmaz ging für die Jugend des SV Sandhausen auf Torejagd. Fabian Schleusener spielte nach KSC-Leihe beim SVS - kam jetzt aus Nürnberg zurück in den Wildpark.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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