Philipp Hofmann (KSC 33) im Kopfballduell mit Georg Margreitter (1. FC Nürnberg 33)
Philipp Hofmann (KSC 33) im Kopfballduell mit Georg Margreitter (1. FC Nürnberg 33)
Bild: Carmele | TMC-Fotografie
Mit dem Führungstor zum nächsten Dreier? So könnte der KSC Nürnbergs Siegeswillen brechen
Karlsruhe
20.02.2021 17:17
Das Rezept für einen weiteren Sieg des KSC? Gegen den 1. FC Nürnberg ist das eigentlich einfach, denn: Die Badener müssen "nur" in Führung gehen, dann ist der Dreier so gut wie sicher. Wie einfach das am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) gegen die "Glubberer" aus Nürnberg wird - ka-news.de hat die Fakten zum Heimspiel.

Nur ein Tor mehr als der Club und schon ist der KSC-Sieg in greifbarer Nähe? Dass das am Sonntag so ausgehen könnte, belegt eine Statistik bei den Gästen: Wenn die Franken in dieser Saison in einer Begegnung in Rückstand gerieten, dann haben sie bisher immer verloren. Das war schon neun Mal der Fall.

Eine Torvorsprung wäre aus einem weiteren Grund gut: Gehen die Karlsruher im heimischen Wildpark in Führung, dann gewinnen sie 85 Prozent aller Spiele. Dass die "Clubberer"-Abwehr nicht sattelfest ist, zeigt: Der FCN kassierte in den letzten acht Begegnungen immer mindestens einen Treffer.

Ligabestwert für den KSC

Der KSC erzielt 28 Prozent seiner Tore zwischen Minute eins und 15. Das ist Ligabestwert! Bleibt's dabei, könnte der Sieg früh in trockenen Tüchern sein. Wenn nicht: Geduld! Denn: Gegen Spielende, ab Minute 75, sind die Nürnberger verwundbar, da kassierten sie auswärts schon acht Treffer.

Nach dem Erfolg in Sandhausen bleiben die Badener im Jahr 2021 weiterhin ungeschlagen. Sechs der letzten acht Begegnungen wurden gewonnen. Durch den Sieg im Hardtwaldstadion sicherte das Team von Trainer Christian Eichner den fünften Tabellenplatz.

Und: Mit dem 3:2 wurde ein KSC-Clubrekord eingestellt: Vier Auswärtssiege in Serie schafften die Badener in der 2. Liga zuletzt 1987 unter Ex-Trainer Winfried Schäfer. Den aktuellen Coach Eichner interessiert das wenig, der ist Realist und Mahner. Bei allem Erfolg müsse jedem klar sein: "Wenn wir nur einen Deut weniger machen, werden wir gegen jede Mannschaft dieser Liga extreme Probleme bekommen."

Eichner: "Der FCN kann jede Woche jedes Spiel gewinnen"

Den 1. FC Nürnberg schätzt Eichner hoch ein: "Nürnberg hat eine spielstarke Mannschaft mit interessanten Einzelkönnern. Hack, Nürnberger, Handwerker, Schäffler, Dovedan oder auch Mats Möller Daehli - das wird zu einer Endlosschleife." Dennoch: "Aus mir unbekannten Gründen - und es steht mir auch nicht zu, über andere Mannschaften zu urteilen - hat es punktemäßig bisher nicht so geklappt. Aber: Der FCN ist ein Gegner, der aufgrund der Kaderqualität jede Woche jedes Spiel gewinnen kann."

Torchance für Philipp Hofmann (KSC 33) im Zweikampf gegen Philip Heise (1. FC Nürnberg 19) im Februar 2020. Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Im aktuellen Kader des Wildparkclubs hat Philip Heise schon für den FCN die Fußballschuhe geschnürt. Heise war vergangene Saison als Leihspieler in der Frankenmetropole. Dass beim FCN ein halbes Dutzend Profis im Kader steht, die KSC-Erfahrung haben, "wird unsere Vorbereitung auf diese Begegnung nicht beeinflussen", so Eichner.

Mehrere Club-Profis aktuell verletzt

Abwehrallrounder Enrico Valentini ist inzwischen sogar Kapitän des FCN. Valentini hat seine Muskelverletzung so gut wie auskuriert, wird im Wildpark wohl dabei sein. Er erklärte zu Wochenbeginn: "Ich bin zuversichtlich, dass ich beim KSC mitmischen kann." Valentini drückt dem KSC immer die Daumen, wünscht dem Wildparkclub viel Erfolg, "mit Ausnahme der Spiele gegen den Club".

Karlsruhes Enrico Valentini (r.) und Würzburgs Valdet Rama 2017. Bild: dpa

Verletzt ist Felix Lohkemper, der Angreifer, der am Anfang der Saison FCN-Stammkraft war. Er spielte einst in der Jugend des KSC. Zuletzt setzten ihn Adduktorenprobleme außer Gefecht. Seine bisherige Bilanz: vier Tore erzielt, fünf Treffer vorbereitet. Auch der tolle Techniker Robin Hack, ein gebürtiger Pforzheimer, erhielt seine Grundausbildung in Sachen Technik und Taktik beim KSC.

Felix Lohkemper Bild: 1. FC Magdeburg

Hack fehlte jüngst wegen Schmerzen im Sprunggelenk. Zuvor: drei Tore, fünf Assists. In den FCN-Kader dürfte es Innenverteidiger Pius Krätschmer schaffen. Dahin wurde er schon 15 Mal berufen, doch zu einer Einsatzminute reichte es diese Saison noch nicht. Der 23-Jährige spielte von 2016 bis 2017 beim KSC, im damals noch vorhandenen U 23-Talentteam.

Am häufigsten ging es 1:1 aus

Nicht einmal auf der Bank kann der Ex-KSC-Angreifer Pascal Köpke Platz nehmen. Köpke zog sich Ende November 2020 einen Kreuzbandriss zu, fällt aus. Fabian Schleusener, auch schon beim KSC unter Vertrag, gelang kürzlich beim SV Darmstadt 98 sein erstes Saisontor. Er ist der Einwechselkönig, hat keinen Stammplatz in der Startelf der Franken.

In der 2. Bundesliga trafen die Teams in 19 Spielen aufeinander. Der KSC schaffte dabei nur drei Dreier. Immerhin gelangen noch sechs Unentschieden. Besser sieht die KSC-Bilanz bei Spielen in der 1. Bundesliga aus: Da gewannen die Badener zwölf Begegnungen, die Franken nur elf. Im Schnitt erzielte der KSC 0,6 Treffer gegen den Glubb, der es wiederum auf 1,6 Tore pro Partie brachte.

Philipp Hofmann (KSC 33) ist aktuell Karlsruhes bester Torschütze. Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Das häufigste Resultat zwischen diesen Traditionsvereinen: 1:1. Aber: Die Badener haben keines der letzten fünf Spiele siegreich gestalten können. Der letzte Heimsieg gelang den Blau-Weißen im November 2015, mit 2:1. Das Team: Vollath - Valentini - Thoelke - Gulde - Sallahi - Meffert - Peitz - Torres - Prömel - Yamada - Diamantakos. Torschützen: Jonas Meffert und Manuel Torres. Vor dem Sonntagsspiel ist Philip Hofmann mit neun Treffern Karlsruhes bester Torschütze, Manuel Schäffler erzielte für die Gäste acht Tore.


KSC-Nürnberg

Zweikampf zwischen Änis Ben-Hatira (KSC 32) im Zweikampf gegen Nikola Dovedan (1. FC Nürnberg 8). Burak Camoglu (KSC 2) am Ball. Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball.


KSC Abschlusstraining

Die Mannschaft läuft sich warm zu Trainingsbeginn. Die Mannschaft läuft sich warm zu Trainingsbeginn. Christian Eichner (KSC Trainer) steht auf dem Trainingsfeld. Christian Eichner (KSC Trainer) steht mit verschränkten Armen auf dem Trainingsfeld.

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