Die Karlsruher Mannschaft steht vor Anpfiff zusammen.
Die Karlsruher Mannschaft steht vor Anpfiff zusammen.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Schafft es der KSC gegen Kiel zurück in die Erfolgsspur? Die Facts zum Spiel
Karlsruhe
10.09.2021 19:07
Nach der für den Karlsruher SC qualitativ doch moderaten Auftaktphase mit Spielen gegen Aufsteiger Rostock, den heftig coronageschädigten SV Darmstadt und Sandhausen steht den Badenern nun bis zur nächsten Länderspielpause eine hammerharte Phase bevor. Die Gegner heißen: Holstein Kiel, Schalke, St. Pauli und dann geht’s gegen momentanen Tabellenführer Regensburg.

Trainer Eichner ist auf die kommende Partie gegen Holstein Kiel fokussiert, hat die „Störche“ beobachtet. "Eiche" warnt, denn er schätzt das Team aus dem Norden Deutschlands hoch ein. Kiel habe mit Lee zwar den "für mich besten Spieler der zweiten Liga verloren. Doch die Mannschaft ist noch enorm stark."

"Kader hat enorme Qualität"

Trotz der Abgänge von einigen wichtigen Spielern sieht Eichner beim KSC Gegner großes Potential. "Dieser Kader hat enorm viel Qualität und wird am Ende der Saison unter den ersten fünf Teams stehen." Er habe das Spiel gegen Schalke gesehen, "das wurde von Kiel sehr, sehr unglücklich verloren." Den so knapp verpassten Bundesliga-Aufstieg hat der Vorsaison-Dritte Holstein Kiel inzwischen abgehakt. Die "Störche" gingen nach der besten Saison der Vereinshistorie selbstbewusst in die fünfte Zweitliga-Spielzeit – und landeten rau in der Realität.

Malik Batmaz (KSC 31) schießt den KSC zum 1:1 gegen Thomas Dähne (Torwart Kiel 21)
Malik Batmaz (KSC 31) schießt den KSC zum 1:1 gegen Thomas Dähne (Torwart Kiel 21) Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Mit drei Niederlagen startete die Mannschaft des jungen Trainers Ole Werner. Inzwischen hat sich das Team gefangen. Anfangs war es offensichtlich, dass der Aderlass im Kader einen nur schwierig und langsam auszugleichenden Qualitätsverlust nach sich zog. Daher aktuell: Rang 15, mit nur vier Zählern auf dem Konto, Die Stammkräfte Jae-Sung Lee (Mainz 05), Janni Serra (Bielefeld), in der vergangenen Serie zusammen verantwortlich für 18 Tore und zehn Assists, sowie Mittelfeld-Stratege Jonas Meffert (HSV) - verließen den Club, konnten zunächst nicht adäquat ersetzt werden.

Der Verlust dieses Top-Trios wiegt schwer, die Rädchen in Sachen Kombination griffen nicht mehr so perfekt ineinander. Werner hielt taktisch an der gewachsenen Struktur im vertrauten 4-3-3-System fest. Trotz der Personalprobleme, spricht vor der Partie des KSC am Samstag im Wildparkstadion der Trend für Holstein Kiel. Das Team der "Störche", vergangene Saison die Überraschungsmannschaft der Liga, hat den Holperstart hinter sich. Die umformierte Elf der Norddeutschen ist inzwischen auf den Erfolgspfad zurückgekehrt - während die Karlsruher, nach drei sieglosen Spielen, im Moment den Weg dahin wieder sucht.

Die letzten Spiele

Die Badener verloren am vergangenen Spieltag in Nürnberg - Holstein gewann gegen Erzgebirge Aue souverän mit 3:0, blieb zuvor mit einem 2:2 beim Topteam in Düsseldorf unbesiegt. Zudem sind die Gäste im Wildpark besonders motiviert. Die Störche sind auf "Wiedergutmachung" aus.

Philipp Hofmann (KSC 33) schießt zum 3:1 gegen Simon Lorenz (Kiel 19) ein.
Philipp Hofmann (KSC 33) schießt zum 3:1 gegen Simon Lorenz (Kiel 19) ein. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Zuletzt gewannen die Fächerstädter am Spieltag 33 der vergangenen Saison mit 3:2 gegen Kiel. Damit war´s damals für die Störche vorbei mit dem so erhofften Aufstieg in die erste Bundesliga. Daher werden die Gäste wohl mit viel Wut im Bauch in der Baustelle Wildparkstadion antreten.

Fünf Pflichtspiele gab es bisher zwischen den Clubs, drei davon haben die Karlsruher verloren. Keine Begegnung endete mit einem Remis. 9:13 lautet die Bilanz der Tore aus KSC Sicht. Die Karlsruher sollten vom Anpfiff an absolut konzentriert arbeiten, denn gehen die Norddeutschen auswärts mit 1:0 in Führung, gewinnen sie mehr als zwei Drittel der Spiele auf gegnerischem Geläuf. Gehen Badener mit 1:0 in Führung, gestalten sie 77 Prozent der Spiele siegreich.

Hofmann trifft gerne gegen Kiel

Am häufigsten verwarnt? Beim KSC Philip Hofmann. Bei den Gästen Alexander Mühling Positiv für den KSC und dessen Selbstbewusstsein: Vor dem tollen Heimpublikum ließ das Eichner Team in der laufenden Spielrunde noch kein Tor zu. Die Heimbilanz gegen Holstein: ein Sieg, eine Niederlage.

Während beim KSC - wie seit Jahren - "Tormaschine" Philip Hofmann mit vier Treffern in den Pflichtspielen der beste Torschütze ist, erwies sich bei Holstein ein Neuzugang bisher als treffsicher. Fiete Arp, der nach einer glücklosen Zeit beim FC Bayern München geholt wurde. Er traf zweimal. Ein Ex-KSC´ler ist bester Kieler Scorer: Fabian Reese war an drei Kieler Toren beteiligt.

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