Zweikampf zwischen David Pisot (KSC 5) und Havard Nielsen16)
Zweikampf zwischen David Pisot (KSC 5) und Havard Nielsen16)
Bild: Tim Carmele
Greuther Fürth im Check: So tickt der letzte KSC-Gegner der Saison
Karlsruhe/Fürth
27.06.2020 06:00
Am Sonntag kommt es in Fürth zum Showdown für den KSC: Nach einer grandiosen Energieleistung gegen Arminia Bielefeld, gegen das beste Team in Liga zwei, sind die Badener noch immer im Rennen im Kampf um den Klassenerhalt.

Sogar der direkte Verbleib in Liga zwei ist möglich - sollten die Karlsruher in Fürth gewinnen und Konkurrent Nürnberg bei Holstein Kiel keinen Sieg erreichen. Aus Kiel hat Ex-KSC-Profi Jonas Meffert bereits signalisiert, dass er und das komplette Team der "Störche" hoch motiviert seien und alles geben werden, um Nürnberg zu besiegen und so dem KSC die Tür zu einem weiteren Jahr 2. Bundesliga zu öffnen.

Darauf allein will sich KSC-Trainer Christian Eichner aber nicht verlassen: "Wir müssen die Kraft aus der Bielefeld-Partie mitnehmen, um in Fürth erfolgreich zu sein", sagt "Eiche", der hofft, "dass uns in Fürth mit Mut und Zuversicht der ganz große Wurf gelingt. Wir sind in einer Situation, die wir nicht mehr wegwerfen dürfen."

Christian Eichner (KSC Trainer) Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Fürther Mischung zwischen jungen und erfahrenen Profis

Vielleicht hilft den mental starken Kickern aus Karlsruhe beim Showdown auch die historische Rivalität zwischen Fürth und Nürnberg und erleichtert den Badenern den so wichtigen Erfolg. Denn als früher Nationalspieler der beiden Clubs im gleichen Zug zu Länderspielen fuhren, saßen sie in unterschiedlichen Abteilen...

Zwar gewann der KSC nur eines seiner letzten sieben Zweitligaspiele (vier Remis, zwei Niederlagen), das 2:1 gegen Stuttgart, dennoch treten die Badener im Frankenland mit breiter Brust an. Denn: die Mannschaft des gegnerischen Trainers Stefan Leitl holte nach der Corona-Pause nur sieben Punkte aus den sieben Partien.

Fürths Trainer Stefan Leitl vor einem Spiel. Bild: Nicolas Armer/dpa

Aber Achtung: Das Team der Fürther zählt zu den fußballerisch besten der Liga. Vor allem: Dort stimmt die Mischung zwischen jungen - Paul Jaeckel (21 Jahre), Jamie Leweling (19 Jahre) und Hans Nunoo Sarpei (21 Jahre) - und erfahrenen Profis: Marco Caligiuri (36 Jahre), Mergim Mavraj (34 Jahre) und Daniel Keita-Ruel (30 Jahre).

Gesamtbilanz spricht für den KSC

Die Gesamtbilanz spricht für die Badener: Von 54 Spielen gewann der KSC 25 Begegnungen, spielte 16 Mal unentschieden. In der Hinrunde mussten die Wildparkprofis allerdings eine herbe 1:5-Klatsche hinnehmen.

Torschütze Branimir Hrgota (Greuther Fürth 17) am Ball. Bild: Tim Carmele

Beim letzten Auftritt des KSC im Ronhof in Fürth, am 7. Mai 2017, gab es einen Sieg durch den späten Treffer von Yann Rolim in der 89. Minute. Achten müssen Karlsruher auf Branimir Hrgota, denn der ist mit zehn Treffern Fürths bester Torschütze.

Philipp Hofmann ist Ex-Fürther

KSC-"Lebensversicherung" und Toptorjäger Philipp Hofmann stand bei Greuther Fürth unter Vertrag, von Mitte 2017 bis Anfang 2018. In dieser Zeit kam der Stoßstürmer in Liga zwei auf neun Einsätze, insgesamt waren das gerade einmal 296 Minuten. "Hoffi" erzielte ein Tor und bereitete einen Treffer vor.

Karlsruhes Philipp Hofmann (l) und Trainer Christian Eichner. Bild: Uli Deck/dpa-pool/dpa/Archivbild

Gleich drei KSC-(Ex-)Profis trafen dreimal gegen Fürth: Giovanni Federico, Alexander Iashvili und Sean "Crocodil" Dundee. Martin Stoll mit zehn und Mario Eggimann mit neun Einsätzen kamen am häufigsten gegen Greuther Fürth zum Einsatz.

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