Christian Eichner (KSC Trainer) am Spielfeldrand.
Christian Eichner (KSC Trainer) am Spielfeldrand.
Bild: Carmele | TMC-Fotografie
KSC-Coach Eichner über Nürnbergs Robert Klauß: "Habe enormen Respekt"
Karlsruhe
19.02.2021 18:07
Beim Karlsruher SC - speziell bei Christian Eichner - herrscht gute Laune. Nach den jüngsten Ergebnissen keine Überraschung. Gegen Nürnberg soll die Erfolgsserie weiter ausgebaut werden, auch wenn Eichner - trotz Heise-Rückkehr - auf gleich mehrere Akteure verzichten muss. Der Gegner aus Nürnberg sorgte derweil in der jüngeren Vergangenheit auf etwas andere Art und Weise für Schlagzeilen. Auch dazu äußert sich der KSC-Coach.

Christian Eichner zeigte sich auf der virtuellen Pressekonferenz des Karlsruher SC am Freitag extrem gut gelaunt, was mehrere Gründe haben könnte. Da wäre allem voran das gute Wetter. Denn nach dem Wintereinbruch, dominiert seit einigen Tagen wieder die Sonne in Karlsruhe und auch für das kommende Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg wird Sonnenschein vorausgesagt. "Das hebt natürlich die Stimmung", so ein lächelnder Eichner.

Viele gute Nachrichten aus dem Wildpark

Passend zum Wetter sei laut Eichner auch die Trainingswoche eine gute gewesen. Sowohl qualitativ wie auch quantitativ. Denn mit Philip Heise kehrte unter der Woche eine wichtige Stütze des KSC zurück und ist auch für das Spiel am Sonntag um 13.30 Uhr eine Option.

Christian Eichner an der Seitenlinie gegen Hannover 96: angespannt und unzufrieden. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Heises Rückkehr ins Mannschaftstraining ist aber nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Rückkehr in die Startelf, wie Eichner verrät. "Bei Philip Heise und Kevin Wimmer ist es wirklich eine ganz ganz enge Sache. Aber ich weiß: Ich kann eigentlich nichts falsch machen, ich kann mich auf beide voll Verlassen." 

Und dann wäre da ja auch noch die erfolgreiche Vertragsverlängerung von KSC-Eigengewächs Malik Batmaz, die beim KSC-Coach die Mundwinkel nach oben schnellen lässt. Obwohl Eichner, laut eigener Aussage nicht viel mit der Unterschrift zu tun hatte. "Da hat Oliver die Hauptarbeit geleistet und die Verlängerung ist ein tolles Zeichen für den ganzen Verein. Malik hat noch ein enormes Potenzial nach oben", wie Eichner findet. 

Kother fällt gegen Nürnberg aus

Bei all den positiven Nachrichten wundert es nicht, dass auch die Nachricht vom Ausfall von Dominik Kother die Stimmung nicht trübt. Der 20 Jahre alte U-Nationalspieler wird wie auch Tim Breithaupt, Janis Hanek und Dirk Carlson, gegen Nürnberg ausfallen. Eichner weiß: Er hat gute Alternativen in der Hinterhand. "Der Konkurrenzkampf ist enorm und jeder in der Mannschaft weiß: 'Ich kann mich auf den anderen verlassen.'" 

Könnte bald mehr Spielzeit beim KSC bekommen: HSV-Leihgabe Xavier Amaechi Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Einer der vom Kother-Ausfall profitieren könnte, wäre Xavier Amaechi. "Ja er ist ein Kandidat für mehr Spielzeit", sagt Eichner über die HSV-Leihgabe. "Wir haben in den letzten Wochen viel Zeit mit ihm verbracht und seit seiner Ankunft ist er viele Schritte weiter." 

Mit Blick auf den kommenden Gegner aus dem Frankenland bleibt der Übungsleiter gewohnt zurückhaltend und warnt davor den "Club" nur anhand der Tabellenposition zu bewerten. "Der Gegner hat auf jeder Position Qualität und kann uns jederzeit gefährlich werden. Wir müssen jederzeit auf der Hut sein", so Eichner.

Aus diesem Grund müsse seine Mannschaft vor allem in der defensiven Umschaltbewegung aufmerksam sein und müsse versuchen, mit Klarheit und Wucht ins letzte Drittel zu kommen. "Wir, wollen den Gegner schon daran erinnern, in welcher Situation er ist und wir wollen mit unserer Art Fußball zu spielen am Sonntag gewinnen."

Eichner über Klauß' Matchplan-Pressekonferenz

Einer, der bei den Nürnbergern in jüngerer Vergangenheit ganz besonders im Fokus stand, ist Eichners Trainerkollege Robert Klauß. Der 36-Jährige sorgte auf der Spieltags-Pressekonferenz nach der Niederlage des 1.FCN gegen St. Pauli für einen Internet-Hit. Angesprochen auf seinen Matchplan, erklärte Klauß diesen mit einer Menge an fußballerischen Fachbegriffen. Über diese spezielle Antwort sagte Eichner: 

"Zuerst einmal: Ich habe vor allen meinen Trainerkollegen enormen Respekt und es gibt nun mal verschiedene Typen, das ist auch gut so. Meine Vorbereitungen hat das alles nicht verändert. Die Sprache hat sich nun mal verändert und es gibt diese "moderne" Sprache und es gibt noch die "alte" Sprache. Ich nenne das eine oder andere vielleicht anders, aber deswegen bin ich kein besserer oder schlechterer Trainer. Es hat alles seine Daseinsberechtigung. Verstanden habe ich alles."

Auf die kritischen Reaktionen zum Auftritt Klauß gab Eichner vor allem die aktuelle Situation der "Cluberer" zu bedenken. "Wenn Nürnberg jetzt vielleicht in unserer Situation wäre, hätten wahrscheinlich alle den Auftritt gelobt und gesagt: 'Schaut mal wie jung und modern der ist', da sind die Reaktionen schon auch von der Situation abhängig." 

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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