Christian Eichner (KSC Trainer) mit einem Zettel in der Hand.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit einem Zettel in der Hand.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Die Stimmen zum Spiel: "Die Mannschaft hat wieder unglaublich großes Herz bewiesen"
Karlsruhe
20.03.2021 11:27
Mit einem 2:2-Unentschieden trat der Karlsruher SC die Heimreise aus Paderborn in die Länderspielpause an. In letzter Minute "rettete" Boubacar Gueye den Badenern den Punkt in einer abwechslungsreichen Partie, in der der KSC zunächst führte, das Spiel jedoch wieder aus der Hand gab und in der 92. Minute noch zum Ausgleich kam.

"Wir wussten schon, dass Paderborn draufgehen will, dass sie viel Fußball spielen wollen. Dementsprechend wussten wir aber auch, dass für uns Räume entstehen würden. Wobei ich auch sagen muss, dass wir es schon von der letzten Linie heraus, also vom Torwart angefangen, sehr, sehr gut raus gespielt haben und ich glaube, das war im Endeffekt der Erfolg der ersten Halbzeit. Ob wir das weiterhin so abrufen können, ist schwer zu sagen, weil die Liga einfach extrem schwierig ist", ordnete Kapitän Gondorf nach seiner Rückkehr die eigene Spielweise ein.

Jerome Gondorf (KSC 8) am Ball
Jerome Gondorf (KSC 8) am Ball Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Besonders ärgerlich aus KSC-Sicht war das Pech bei den beiden Gegentreffern. Beide Male war Innenverteidiger Robin Bormuth, absoluter Leistungsträger in dieser Saison, entscheidend an den Gegentreffern beteiligt. "Das waren zwei absolute Dreckstore, die wir bekommen haben. Ich versuche den Ball zu klären, der geht wieder zu einem Paderborner Spieler, der schießt und ich bekomme ihn gegen die Knöchel und von da geht er rein - so ist halt manchmal Fußball", erklärte der 25-jährige Defensivspieler.

"Haben die letzten Minuten noch ordentlich genutzt"

"Respekt, dass wir weitergemacht haben, dass wir nach dem verschossenen Elfmeter die vier Minuten noch ordentlich genutzt und uns dann belohnt haben. Das macht Boubacar dann natürlich super und wir fahren mit einem 2:2 nach Hause", äußerte sich Bormuth zur heißen Schlussphase und späten Ausgleichstreffer.

Robin Bormuth: Vertrag bis 30. Juni 2022 - Position: Innenverteidigung
Robin Bormuth: Vertrag bis 30. Juni 2022 - Position: Innenverteidigung Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Ob es nun ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte waren, wollte der Innenverteidiger nicht ganz klar einordnen: "Natürlich sind wir froh, dass wir das 2:2 noch gemacht haben, aber aufgrund der ersten Halbzeit hängt es einem dann vielleicht doch etwas nach, dass man heute nicht gewonnen hat. Wobei in der zweiten Halbzeit dann die Paderborner auch nochmal eine Chance hatten, die wir auf der Linie klären - so geht das Spiel eben 2:2 aus", so Bormuth.

"Sind herausragend ins Spiel gekommen"

Trainer Christian Eichner attestierte seiner Elf bei der abschließenden Pressekonferenz eine insgesamt engagierte Leistung. "Ich habe ein sehr unterhaltsames und rassiges Spiel gesehen. Wir sind herausragend ins Spiel gekommen. Haben in der ersten Halbzeit gut den Ball laufen lassen, gut attackiert und insgesamt gut weg verteidigt. Mir war klar, dass sich das Spiel drehen konnte. Wir haben dann auch weniger Fußball gespielt, haben die Bälle noch dazu zu leicht abgegeben", so der Coach.

Christian Eichner (KSC Trainer) mit einem Zettel in der Hand.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit einem Zettel in der Hand. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Unter dem Strich reicht es dann nur für einen Zähler. "Es war letztlich bitter wie die Tore gefallen sind. Man könnte sagen zwei Kacktore, die uns in Rückstand bringen. Normalerweise ist es so, dass du solche Spiele nach einem solchen Verlauf dann leider abgeben musst. Ich möchte aber an dieser Stelle betonen, was die Mannschaft für ein Herz und  für einen Glauben entwickelt hat, dass sie bis zum letzten Moment den Glauben hat nochmal zurückzukommen. Dafür gebührt ihr ein großes Kompliment", erklärte Eichner, der sich nun auch auf einige Tage Ruhe während der Länderspielpause freut.

Es ist nicht mehr möglich, Kommentare zu diesem Artikel zu verfassen.
10 Kommentare