Christian Eichner (KSC Trainer) gibt mit erhobenem Arm Anweisungen, links Leart Paqarada (St.Pauli 23)
Christian Eichner (KSC Trainer) gibt mit erhobenem Arm Anweisungen, links Leart Paqarada (St.Pauli 23)
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Die Stimmen zum KSC-Spiel: "Wir haben jetzt die vier davor!"
Karlsruhe
07.03.2021 10:46
Der Karlsruher SC kann im Heimspiel gegen den FC St. Pauli zwar keinen Sieg verbuchen, durch das torlose Remis aber hinter das Saisonziel von 40 Punkten bereits nach 24 Spieltagen einen Haken setzen. Der Kampf um den Klassenerhalt, der im Wildpark angesichts der Leistungen der letzten Wochen schon lange kein Thema mehr ist, ist somit auch rechnerisch sicher.

Der Karlsruher SC feierte nach dem 0:0 gegen die formstarken Kiezkicker des FC St. Pauli zwar keinen Sieg, konnte sich aber dennoch über das erreichte Saisonziel und die gute Defensivarbeit gegen das "Team der Stunde freuen". Fünfmal in Folge konnten die Hamburger gewinnen, bevor sie am Samstag in den Wildpark kamen.

Dort wartete in einem sehr umkämpften Spiel eine disziplinierte KSC-Defensive auf die Kiezkicker. "Es war ein sehr zerfahrenes und umkämpftes Spiel. Beide Teams hatten gute Chancen, beide hätten das Tor schießen können. Wir hatten auch wieder einen überragenden Torwart heute, das müssen wir auch mal erwähnen", äußerte sich Philipp Hofmann nach der Partie zum Spielverlauf und der Leistung seines Teamkollegen Gersbeck.

Gersbeck: "Dafür ist man am Ende auch da"

Zweimal reagierte der 25-jährige Schlussmann überragend: "Man versucht natürlich das Tor mit allen Mitteln zu verteidigen und das hat zwei Mal gut geklappt. Dafür ist man am Ende ja auch da", so Gersbeck überaus Bescheiden ob seiner starken Form derzeit.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) fängt den Ball
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) fängt den Ball Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Für Kapitän Jerome Gondorf war es eine gerechte Punkteteilung, bei der beide Teams ihre Vorteile hatten: "In der ersten Halbzeit hatte St. Pauli die ein oder andere Möglichkeit mehr, vor allem eine hundertprozentige, bei der Marius Gersbeck überragend hält. In der zweiten Halbzeit waren wir dann zwingender und hatten das Spiel auch weitgehend unter Kontrolle. Aber es hat heute nicht sollen sein."

Saisonziel erreicht: "Haben die 50 Punkte vor Augen"

Auch wenn der entscheidende Treffer heute ausblieb, lag für Gondorf der Fokus gegen St. Pauli vor allem in der Defensivarbeit: "Wichtig für uns war, dass die Null weiterhin steht. Wir haben es geschafft, die Offensive von St. Pauli zu bändigen und das nehmen wir heute mit." Der Punktgewinn reichte zudem, um das Saisonziel bereits zehn Spieltage vor Ende einzutüten.

Und jetzt? Werden die Badener nochmal versuchen im Aufstiegskampf mitzumischen? "Es ist spannend, den vier Mannschaften da oben zuzuschauen, wo es um den Aufstieg geht. Wir sind da sehr entspannt. Wir haben heute definitiv unser Saisonspiel geschafft mit den 40 Punkten und darauf sind wir erstmal sehr stolz", erklärte Gondorf.

Jerome Gondorf ist gegen Braunschweig gesperrt.
Jerome Gondorf ist gegen Braunschweig gesperrt. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Es ist natürlich immer schön, irgendwo in der Nähe zu bleiben, aber wir sind da völlig entspannt. Wir haben andere Ziele. Eins davon haben wir schon erreicht und jetzt haben wir das nächste mit den 50 Punkten vor Augen. Wenn es so weiter geht, dann glaube ich sind wir auch da auf einem guten Weg", äußert sich auch Gersbeck, was das Thema Aufstiegsambitionen angeht gewohnt zurückhaltend.

Eichner: "Manchmal muss man im Fußball auch einfach mal zufrieden sein"

"Ich glaube wir sind auf einem sehr guten Weg. Das sieht man auch. Aber es ist klar, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen werden. Es ist natürlich ärgerlich, dass man die Punkte hier nicht holt, aber Woche für Woche versuchen wir das Beste rauszuholen und das sieht mittlerweile schon sehr gut aus", ergänzt Gersbeck und attestiert dem Team eine positive Weiterentwicklung.

Die Mannschaft steht zu Spielbeginn zusammen.
Die Mannschaft steht zu Spielbeginn zusammen. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Hauptverantwortlicher für diesen Erfolg hinsichtlich der Entwicklung ist Trainer Christian Eichner. Der den oft zitierten "Stallgeruch", welchen er als langjähriger KSC-Profi mitbrachte, auf die Mannschaft und das Umfeld übertragen konnte. "Es war ein gerechtes Unentschieden. Wir haben jetzt die vier davor. Das hatten wir uns vorgenommen. Wenn man in Karlsruhe mal mit einem 0:0 zufrieden ist gegen das Team der Stunde, dann ist das eine großartige Entwicklung, die ich gerne an die Mannschaft weitergebe. Manchmal muss man im Fußball auch einfach mal zufrieden sein", erklärte Christian Eichner bei der Pressekonferenz, ehe er anschließend mit Trainerkollege Timo Schulz mit einem Glas Wasser anstieß.


KSC - FC St. Pauli

Die Mannschaft steht zu Spielbeginn zusammen. Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball. Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22). Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22)

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