Bild: Mia
Die Stimmen zum KSC-Spiel: Kobald nimmt Gegentor auf sich, Eichner will wieder gefährlicher vor dem Tor werden
Karlsruhe
28.08.2021 19:50
Der Karlsruher SC musste beim Gastspiel in Nürnberg die erste Pflichtspielniederlage der Saison einstecken. Vor allem das Glück war an diesem Abend nicht auf der Seite der Badener und erst zu spät Druck vor dem Nürnberger Tor entwickeln konnten. Die Stimmen zum Spiel.

"So ist die zweite Liga. Wir müssen uns vorne belohnen. Ich denke, wir haben ein super Spiel gemacht bis auf die zehn Minuten nach der Halbzeit, in denen wir auch das Tor bekommen“" ordnete Christoph Kobald nach der Partie das Spiel seiner Mannschaft ein. Vor dem 0:2 aus KSC-Sicht war dem Innenverteidiger ein folgenschwerer Klops unterlaufen.

Kobald nimmt 2:0 auf sich

"Es war eine dumme Aktion von mir, deshalb nehme ich das Tor auch ganz klar auf meine Kappe. Ich wollte den Ball zu Marius spielen, um einfach wieder Sicherheit zu bekommen und damit wir den Ball haben. Stattdessen spiele ich ihn genau vor die Füße von meinem Gegenspieler", haderte Kobald.

Bild: Mia

Für Fabian Schleusener, Vorlagengeber zum 1:2-Anschlusstreffer, war die Auswärtsreise nach Nürnberg eine Rückkehr in die Vergangenheit. Bis Sommer stand der Außenstürmer bei den Franken unter Vertrag. "Ich habe mich sehr auf das Spiel heute Abend gefreut. Flutlichtspiele haben immer eine besondere Atmosphäre und es war schön, hier einige bekannte Gesichter wiederzusehen."

"Kein schlechtes Spiel"

Auch Schleusener sah einen insgesamt ordentlichen Auftritt seiner Mannschaft, der am Ende nicht belohnt wurde. "Ich denke, es war kein schlechtes Spiel heute von uns. Wir haben nach der Pause fünf bis zehn Minuten gehabt, die nicht gut waren, wo wir mit uns selbst zu tun hatten und deswegen zu wenig Zugriff. Ich glaube, dass wir da das Spiel hergegeben haben. Nach hinten raus haben wir uns Chancen erarbeitet – schade, dass wir dann nicht belohnt wurden", so der 29-Jährige.

Bild: Mia

Die bisherige Punkteausbeute macht den Offensivmann aber zuversichtlich mit Blick auf die nächsten Wochen: "Wir haben acht Punkte, es gibt schlechtere Saisonstarts. Nichtsdestotrotz hatten wir uns heute vorgenommen, auf jeden Fall wieder die Null zu halten und das ist uns nicht geglückt. Wir werden jetzt die Länderspielpause nutzen und weitermachen", blickt Schleusener optimistisch in die Zukunft.

"Ich hab ein tolles Zweitliga-Spiel gesehen von beiden Mannschaften. Beide haben versucht nach vorne zu spielen. Für mich war der Club insgesamt etwas gefährlicher im letzten Drittel mit den klareren Möglichkeiten. Was mir extrem gut gefallen hat bei meiner Mannschaft war, dass sie angefangen hat Fußball zu spielen. Jeder wollte den Ball haben", so KSC-Trainer Christian Eichner.

Bild: Mia

Über das ganze Spiel gesehen bemängelte der Chefcoach die Entscheidungsfindung im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor. "Hier müssen wir dringend weiter daran arbeiten, um gefährlicher zu werden vor dem gegnerischen Tor. “Das Spiel verlieren wir in den fünf Minuten nach der Pause, in denen wir nicht auf dem Platz waren und jeder die Verantwortung von sich weggeschoben hat", so Eichners Analyse.

"Man muss aber sagen, die Mannschaft hat sich zu keinem Zeitpunkt aufgeben. Unser frisches Personal hat sich als extrem positiv erwiesen. So ehrlich müssen wir sein, am Ende war es bei uns vielleicht auch das Quäntchen, dass wir in den ersten Spielen das ein oder andere Mal hatten", so Eichner.

Es ist nicht mehr möglich, Kommentare zu diesem Artikel zu verfassen.
18 Kommentare