Malik Batmaz (KSC 31) mit dem Ball im Springt und Angriff
Malik Batmaz (KSC 31) mit dem Ball im Springt und Angriff
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Analyse zum Spiel: Umkämpfte Nullnummer im Karlsruher Wildpark
Karlsruhe
06.03.2021 17:25
Mausgraues Zweitligaspiel an einem sonnigen Frühlingsnachmittag: Der Karlsruher SC trennt sich nach 90 teils zähen Minuten mit einem torlosen Unentschieden vom Hamburger Stadtmeister FC St. Pauli. Auch zwei exzellent aufgelegte Keeper hielten die Null für ihre Teams fest.

Christian Eichner sah gegen das "Team der Stunde" - den FC St. Pauli - keinen personellen Handlungsbedarf und setzte auf dieselbe Elf wie zuletzt beim Auswärtssieg in Darmstadt. Und zunächst startete der KSC durchaus druckvoll in die Partie, kam so schnell zu zwei Ecken. Gerade bei Standards sind die Blau-Weißen extrem gefährlich in dieser Saison. In diesem Fall blieb das Ganze aber ertraglos.

Gersbeck in bestechender Form

Die beste Gelegenheit im Spiel hatte dann schließlich St. Paulis Kyereh, der Burgstallers von der KSC-Defensive abgefälschten Schuss nicht verwerten konnte. Marius Gersbeck war zur Stelle und hielt die Null. Der Karlsruher Schlussmann ist seit Wochen in bestechender Form.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) fängt den Ball
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) fängt den Ball Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Ansonsten kamen die Hamburger zwar zu Torabschlüssen, allerdings ohne das Tor von Gersbeck nachhaltig in Bedrängnis zu bringen. Die eingespielte Karlsruher Abwehrreihe spielte solide gegen bemühte Gäste. Nach und nach verlagerte sich das Spiel immer mehr in die Mitte, wo sich beide Teams in Zweikämpfen verloren und die Suche nach Torchancen mehr und mehr im Sande verlief. Ansonsten prägten auf beiden Seiten immer wieder Abspielfehler die erste Halbzeit.

Chancen waren Mangelware

Nach der Pause sah man ein ähnliches Bild auf der Baustelle Wildpark. Viele ruppige Zweikämpfe und wenig Spielerisches prägten das Geschehen auf dem Rasen. Lediglich zwei Großchancen auf beiden Seiten waren dann bis zur 60. Minute zu verzeichnen: Gersbeck rettete gegen Benatelli, zwei Minuten später hatte Goller dann die Karlsruher Führung auf dem Schuh, scheiterte jedoch freistehend an Stojanovic im Tor der Kiezkicker.

Benjamin Goller (KSC39) am Ball im Angriff.
Benjamin Goller (KSC39) am Ball im Angriff. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Beide Teams hingen sich auch weiter voll rein, um jeden Ball wurde gekämpft. Dies ging allerdings weiter zulasten der Torraumszenen, die weiterhin Mangelware blieben. Der mangelhafte Untergrund tat dazu noch sein Übriges und sorgte zusätzlich für Stock- und Abspielfehler.

Leistungsgerechte Punkteteilung

So dauerte es bis in die Schlussphase hinein, dass sich beide Teams noch mal Torgelegenheiten erspielten. Hofmann hatte für den KSC mit einem Flachschuss die Chance zum Lucky-Punch, auf der Gegenseite verzog Zalazar für die Gäste. So stand am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem beide Teams angesichts ihrer aktuell starken Form gut leben können. Mit nun 40 Punkten haben die Badener durch das Remis im Übrigen auch ihr Saisonziel Nummer eins offiziell perfekt gemacht.


KSC - FC St. Pauli

Die Mannschaft steht zu Spielbeginn zusammen. Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball. Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22). Guido Burgstaller (St.Pauli 9) im Zweikampf gegen Christoph Kobald (KSC 22)

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