Die Mannschaft des KSC jubelt mit den Fans zu seinem Heimsieg.
Die Mannschaft des KSC jubelt mit den Fans zu seinem Heimsieg.
Bild: Tim Carmele/tmc-fotografie.de
Analyse zum Spiel: KSC mit neu gewonnener Kaltschnäuzigkeit
Karlsruhe
17.10.2020 17:57
Aufatmen in Karlsruhe: Die Mannschaft von Christian Eichner konnte sich im vierten Spiel der neuen Saison mit einem verdienten 3:0-Erfolg im Derby gegen Sandhausen aus der Ergebnis-Krise befreien. Zuvor waren die Blau-Weißen trotz ordentlicher Leistungen punkt- und torlos. Gegen die Kurpfälzer fand der KSC zu Offensivstärke zurück und nutzte Defensivschwächen der Gäste effizient.

Karlsruhe konnte im vierten Saison-Spiel die ersten drei Punkte einfahren. Und auch das Tor-Konto durften die Badener heute mit drei Treffern belasten. Beide Stände waren in den ersten drei Ligaspielen bei null geblieben, trotz teils passabler Leistungen. In der Startaufstellung musste Choi für Marvin Wanitzek auf der Spielmacher-Position, im zentralen Mittelfeld, einspringen. Zudem ersetzte Djuricin Goller, im Vergleich zur letzten Ligapartie gegen Regensburg vor knapp zwei Wochen.

Erster Treffer nach über 270 Minuten

Nach über 270 Ligaminuten ohne KSC-Treffer mussten die Anhänger von Blau-Weiß an diesem Nachmittag nicht lange auf den so herbei gesehnten Befreiungsschlag warten. Philipp Hofmann, bereits im Vorjahr personifizierte Torgarantie der Badener, markierte bereits nach drei Minuten die Führung für den KSC. Nachdem Djuricin ihn per Flanke bedienen konnte, machte der 27-Jährige, der lange mit einem Wechsel liebäugelte, die Führung klar.

Philipp Hofmann (KSC 33) im Kopfballspiel. Bild: Tim Carmele/tmc-fotografie.de

Es war diese physische Stärke gepaart mit der Effizienz, die dem KSC zuletzt vor dem Tor gefehlt hatte. In der Defensive stand der KSC kompakt, Bormuth verhinderte die direkte Antwort des SVS nach knapp fünf Minuten. Offensiv war aber im Großen und Ganzen weiterhin der KSC die Takt angebende Mannschaft.

Effektiver KSC

Djuricin und Hofmann hätten bereits in der ersten viertel Stunde das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben können. Die Rollen in der heutigen Begegnung schienen im Vergleich zu den letzten Wochen vertauscht. Sandhausen hatte optisch mehr vom Spiel, brachte vorm Tor von KSC-Schlussmann Gersbeck aber nicht wirklich was effizientes zustande. Effektiv hingegen der KSC, nach einer Ecke war Kother freistehend zum Abschluss gekommen und konnte zum 2:0 einschießen.

Eine Minute zuvor hatte die wackelige SVS-Defensive bereits Hofmann zum zweiten Treffer eingeladen, der Pfosten verhinderte da noch schlimmeres für die Kurpfälzer. Ein dritter KSC-Treffer noch vor der Pause wurde durch eine Abseitsentscheidung verhindert. Vorlagengeber Hofmann stand in diesem Falle einen Tick zu tief, als er Djuricin bediente. Beide Stürmer am heutigen Nachmittag mit einem enormen Arbeitstempo für die KSC-Offensive.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) beim Aufwärmen vor dem Spiel. Bild: Tim Carmele/tmc-fotografie.de

Auch nach der Pause erwischte die Eichner-Elf zur Freude aller Blau-Weißen einen Sahne-Start. Kobald profitierte bei seinem Kopfball von einem Aussetzer bei Sandhausens Schlussmann Fraisl, dem der Ball durch die Finger rutschte. So stand des nach 46 Minuten 3:0. Vorausgegangen war eine Ecke von Heise. Der Sandhäuser Keeper bekam aber auch direkt danach bei Möglichkeiten von Heise und Hofmann nach gut 55 Minuten sich auszuzeichnen und war beide Male mit guten Paraden zur Stelle.

3 Aluminiumtreffer für die Blau-Weißen

Nach einer Stunde setzte Heise einen Freistoß an den Querbalken - einer von insgesamt drei Aluminiumtreffern für die Karlsruher. Sandhausen, wie in Schockstarre, gelang offensiv nur noch wenig. Immerhin durch einen Distanzschuss (76.) und einen Kopfball (79.) konnte sich Marius Gersbeck im KSC-Tor noch auszeichnen.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) Bild: Tim Carmele/tmc-fotografie.de

Der KSC verwaltete die souveräne Führung in der letzten halben Stunde des Spiels souverän und konnte so den ersten Saisonsieg ungefährdet über die Ziellinie bringen. "Wir haben es zum ersten Mal in dieser Saison geschafft den Spielverlauf auf unsere Seite zu ziehen, indem wir in Führung gegangen sind", so Trainer Christian Eichner, dem die Genugtuung nach den Enttäuschungen aus den ersten Wochen anzumerken war. "Wichtig ist, dass wir jetzt mit Toren und Punkten in der Saison drin sind."


Karlsruher SC - SV Sandhausen

Philip Heise trifft am Freitagabend auf seine alten Kollegen. Handshake vor dem Spiel zwischen Kyoung-Rok Choi (KSC 11) und Marco Djuricin (KSC 17). Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) beim Aufwärmen vor dem Spiel. Markus Miller stand beim letzten Sieg des KSC in Nürnberg selbst im Tor.

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