Karlsruher SC - Hannover 96 DFB-Pokal
Der Karlsruher Fanblock ist voll.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Wiedersehen mit dem Ex: Der KSC trifft am Samstag auf seinen ehemaligen Trainer Mirko Slomka - die Fun Facts zum Spiel
Karlsruhe
25.10.2019 08:30
Schon wieder muss der Karlsruher SC gegen Hannover 96 ran - ob das nicht bald zu langweilig wird? Nach dem Aufeinandertreffen im DFB-Pokal ist es nun ein reguläres Ligaspiel. Und für viele wird es eine besondere Partie am Samstag (Anpfiff 13 Uhr), denn viele Hannover-Spieler kennen den Wildpark sehr gut. Diese und mehr Fun Facts rund um das Spiel haben wir für euch gesammelt.

Die letzte Partie gegen Hannover 96 ging an den KSC: Im DFB- Pokal am 12. August 2019 besiegten die Badener die 96er mit 2:0. Torschützen: Lukas Grozurek und Marvin Wanitzek per Elfmeter. Dabei hatte der Erstligaabsteiger anfangs geradezu beängstigend viel Ballbesitz - und der KSC lief hinterher. Nach 15 Minuten waren die Daten schwach, aber der clevere KSC hatte dennoch alles im Griff und kam fast nie ernsthaft in Bedrängnis. Der Gegner hatte den Ball und der KSC die Chancen - und die nutze das Team zu Toren.

Karlsruher SC - Hannover 96 DFB-Pokal
Torjubel zum Führungstreffer 1:0 durch Lukas Grozurek (KSC 27), rechts Marvin Pourie (KSC 9) jubelt mit. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Hannoveraner sind auswärtsstark 

Die "Millionen-Truppe" aus Hannover blieb bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Das Team des KSC-glücklosen Trainers Mirko Slomka belegt in Liga zwei Rang zwölf - mit zwölf Zählern auf dem Konto.

Aber Achtung: Von diesen zwölf Zählern gewannen die Niedersachsen neun auswärts, belegen in der Auswärtstabelle der 2. Bundesliga Rang zwei, haben mit 8:6 gar eine positive Torbilanz. Doch die Heimbilanz - bitter für das Slomka-Team: In fünf Spielen gelang kein Sieg.

2009 trafen die Badener und die Niedersachsen schon aufeinander. Bild: David Kaiser

Hannover schaffte es bisher in drei Spielen ohne Gegentreffer zu bleiben. Dieses Kunststück gelang dem KSC nur in einer Begegnung. Allerdings blieb 96 in vier Partien ohne eigenen Treffer, dieses Missgeschick unterlief dem KSC nur ein Mal.

Gesamtbilanz geht an Niedersachsen

Die Bilanz der Mannschaften in der aktuellen Liga 2: Von zehn Spielen gewann der KSC vier, die 96er nur drei. Da sind die Wildpark-Akteure besser. Doch die Gesamtbilanz der KSC-H96-Spiele sieht schon etwas anders aus: Von 35 Begegnungen stehen 20 Siege auf dem Konto von H96, nur elf Siege gingen in der Vergangenheit an den KSC.

Die Begegnung des KSC mit Hannover im Jahr 2009. Bild: David Kaiser

Die Torbilanz: 72:46 pro Hannover. Auch die Heimbilanz ist insgesamt für die Jungs aus dem Wildpark negativ. 18 Spiele, also mehr als die Hälfte davon, gewannen die Norddeutschen. Zumindest die Torbilanz ist da ausgeglichen: 26:26. Bester Torschütze im KSC-Dress gegen 96: Arno Glesius. In vier Spielen traf er drei Mal.

Drei Spieler trugen einst blau-weiß

Im Kader der 96er steht ein gebürtiger Karlsruher: Dennis Aogo, inzwischen 32 Jahre alt. Der defensive Mittelfeldspieler schnürte zuerst beim SC Bulach die Fußballschuhe, ehe er von 1994 bis 2000 in der KSC-Jugend aktiv war. Hannover holte Aogo vor wenigen Wochen, als der vereinslos war. Aogo, dessen Familie noch in der Fächerstadt lebt, hatte beim VfB Stuttgart keinen neuen Vertrag bekommen.

Dennis Aogo
Dennis Aogo bekommt beim VfB Stuttgart keinen neuen Vertrag, spielt nun für Hannover. Bild: Matthias Balk

Auch Florent Muslija hat eine Wildpark-Vergangenheit, wurde in Karlsruhe ausgebildet, ehe er für mehr als eine Million Euro Ablöse an die Leine wechselte. Der Badener war von 2007 bis 2018 im Wildpark.

Noch einer bei Hannover hat eine Zeit beim KSC verbracht. Der Leiter der Nachwuchsabteilung der 96er: Michael Tarnat. Er wurde einst von Winnie Schäfer in den Wildpark gelockt, reifte dort zum Nationalspieler. Sein Sohn Niklas gehört übrigens zum aktuellen Kader der Niedersachsen.

Karlsruher SC - Hannover 96 DFB-Pokal
David Pisot (KSC 5) im Zweikampf mit Florent Muslija (H96 35). Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Ein Badener ist im Scoutingteam der Gäste beschäftigt: Valentin Herr, Ex-Amateurnationalspieler, der 22 Bundesliga-Spiele und 86 Partien in der 2. Bundesliga absolvierte, lebt noch in der Nähe von Karlsruhe und ist oft Gast im Wildpark. Seit einigen Monaten scoutet "Valle" europaweit für die Hannoveraner.

Der KSC muss gegen Ex-Nationalspieler ran

Der teure Kader der H96-Truppe ist mit etlichen Nationalspielern gespickt: Da ist beispielsweise Torhüter Ron Robert Zieler für Deutschland. Zieler stand im Kader, der 2014 Weltmeister wurde, blieb allerdings ohne Einsatz.

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Torwart Ron-Robert Zieler (H96 1) schießt den Ball. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Miko Albornoz spielte für Chile, Verteidiger Sebastian Jung brachte es auf einen Einsatz für die National-Elf Deutschlands. Genki Haraguchi kann stolze 49 Spiele für Japans Auswahl vorweisen, erzielte dabei zehn Tore. Florent Muslija gab kürzlich sein Debüt für die Nationalelf des Kosovo. Dennis Aogo brachte es auf zwölf Einsätze in Deutschlands Eliteauswahl.

Mirko Slomka ist ein alter Bekannter

Wenig ruhmreich ist die KSC-Vergangenheit von Hannover-Trainer Mirko Slomka. Er kam Ende 2016 zum KSC. Zuvor hatte Slomka im Trainerjob eine zweieinhalbjährige Pause eingelegt. Bei der Präsentation wurde er noch als großer Hoffnungsträger gefeiert.

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Mirko Slomka (Trainer HSV96), mit grimmigem Blick, im Hintergrund KSC-Coach Alois Schwartz (stehend). Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Nach zehn Spielen war schon wieder Schluss. Seine Bilanz: Zehn Spiele, acht Punkte - macht 0,8 Punkte pro Partie. Sehr mäßig. Unter ihm stürzten die Badener auf den letzten Platz, bevor mit Marc-Patrick Meister ein neuer Trainer das Ruder übernahm


KSC - Hannover



2019: 1. Runde DFB-Pokal: KSC - Hannover96

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