Karlsuher SC vs SG Sonnenhof Grossaspach eV (3:1)
Bild: Tim Carmele
KSC müht sich zum Sieg bei Schlusslicht Erfurt
Erfurt
11.03.2018 15:54
Souverän war es nicht, doch unterm Strich zählen für den Karlsruher SC nur die drei Punkte. Und eben diese wurden mit dem 3:1 (2:1)-Auswärtserfolg beim Tabellenletzten RW Erfurt eingefahren.

Die Karlsruher legten schon früh den Grundstein zum Auswärtssieg. Nachdem Daniel Gordon in der neuten Spielminute noch den Führungstreffer vergab, landete der Ball drei Minuten später dann in den Maschen. Fabian Schleusener köpfte mit seinem 14. Saisontreffer zum 1:0. Die entscheidende Flanke kam von Burak Camoglu - hier scheint Cheftrainer Alois Schwartz in den vergangenen Tagen ein neues Traum-Duo entdeckt zu haben. 

Ebenfalls perfekt harmonierten nach rund 20 Minuten Marvin Wanitzek und Gordon. Ersterer trat einen genau getimten Freistoß  in den Strafraum und auf den Kopf des Innenverteidigers. Gordon konnte komplett unbedrängt und fast wie im Training das 2:0 nachlegen (19. Spielminute). 

Erfurt meldet sich zurück

Nach einer halben Sunde die nächste Großchance für den KSC, als Marcel Mehlem aus rund sechs Metern zum Abschluss kam, der Ball nur knapp drüber ging. Nur eine Minute später vergab dann Florent Muslija. Die eigenen Chancen ungenutzt gelassen und umgehend folgte die Bestrafung. Denn Erfurt hatte sich noch nicht aufgegeben, kämpfte sich zurück ins Spiel und kam durch Elias Huth zum 1:2-Anschluss. Der Stürmer traf ebenfalls mit dem Kopf, dieses Mal nach einer Ecke (34.). 

Doch damit noch nicht genug im ersten Durchgang, denn der KSC bekam nochmals die Chance, den alten Abstand wiederherzustellen: Matthias Bader lief allein auf das Erfurter Tor zu, schob den Ball aber nicht nur an Torwart Philipp Klewin, sondern auch deutlich am Pfosten vorbei (41.). Dazu blieb auch nochmals Schleusener zweiter Sieger gegen Klewin (44.).

Latte und Uphoff retten den KSC

Trotz der Führung nahm der KSC in der Halbzeitpause einen Wechsel vor. Marco Thiede ersetzte den mit Gelb belasteten Bader. Kurios wurde es in der 52. Spielminute. Erfurts Marcel Kaffenberger Schoss bei einem Rückpass seinen Torwart an. Camoglu hatte gelauert und kam an den Ball. Im Strafraum trat der Karlsruher dann aber über den Ball und Klewin hatte das Leder sicher. Kurz darauf fiel Fabian Schleusener im Strafraum. Es hätte Strafstoß für die Badener geben müssen - doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm (55.). 

Glück für den KSC in der 62. Minute: Wieder war es eine Ecke, Tugay Uzan kam mit dem Kopf an den Ball - und wie schon gegen Großaspach rettete die Latte! Drei Minuten später musste Uphoff gegen Huth klären. Zwei Situationen, nach denen die Gäste kräftig durchatmen und froh sein konnten, dass die knappe Führung gegen die Thüringer noch Bestand hatte.

Schleusener macht den Deckel drauf

Auch im weiteren Verlauf hatten die Gäste in der Defensive deutlich mehr zu tun, als erwünscht. So brachte Schwartz mit Kai Bülow in der Schlussphase einen weiteren Akteur, von dem er sich Stabilität erhoffte. Zehn Minuten vor dem Ende hätte die endgültige Entscheidung zugunsten des KC fallen müssen. Bei einem Konter versuchte Marvin Wanitzek den Ball auf Schleusener durchzustecken. Doch RWE-Kapitän Jens Möckel bekam den Fuß dazwischen.

Kurz darauf erneut das Duell Schleusener gegen Klewin - wieder einmal mit dem besseren Ende für den Torwart (83.). Vier Minuten später parierte der Erfurter dann noch einen Kopfball von Schleusener aus kurzer Distanz (87.). So hieß es bis zur 89. Minute warten, ehe Fabian Schleusener nach einem Konter das alles erlösende 3:1 erzielte. 

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Bader (46. Thiede), Gordon, Pisot, Föhrenbach - Mehlem, Wanitzek - Camoglu (67. Lorenz), Muslija - Fink (78. Bülow), Schleusener.

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