Karlsruher SC - Hannover 96 DFB-Pokal
Torjubel zum Führungstreffer 1:0 durch Lukas Grozurek (KSC 27), das Team jubelt mit.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Cool, clever, laufstark und taktisch diszipliniert: Karlsruher SC zieht nach Heimsieg verdient in die nächste Pokalrunde ein
Karlsruhe
13.08.2019 14:55
Die Gäste aus Hannover hatten mehr Ballbesitz, mehr Pässe und eine bessere Passquote als der KSC, doch die Blau-Weißen verlassen den Platz als Sieger - und das verdient. Bevor die zweite Pokalrunde ausgelost wird geht es nun in den hohen Norden, zum Auswärtsspiel bei Holstein Kiel.

Es war wie bisher in jedem Pflichtspiel in dieser noch jungen Saison. Der KSC: cool, clever, laufstark - taktisch diszipliniert. Der Aufsteiger lässt das gegnerische Team spielen, wartet ab, agiert dann: effektiv. Die Badener gewannen daher gegen das favorisierte Team aus Hannover verdient mit 2:0.

Wenig Ballbesitz zu Beginn der Partie

Dabei hatte der Erstligaabsteiger anfangs geradezu beängstigend viel Ballbesitz – und die Blau-Weißen liefen hinterher. Nach 15 Minuten waren die Daten schwach – aber der clevere KSC hatte dennoch alles im Griff und kam fast nie ernsthaft in Bedrängnis. Der Gegner hatte den Ball – die Badener die Chancen.

Ballbesitz nach 15 Minuten: 82 Prozent für die 96er. Die Norddeutschen hatten bis zu diesem Zeitpunkt alle Kopfballduelle gewonnen, lagen nach einer viertel Stunde bei der kompletten Zweikampfbilanz mit 82 Prozent vorne. Aber - sie hatten dennoch keine klare Torchance.

 

 

Einen starken Auftritt lieferte Kapitän David Pisot ab. In der gesamten Spielzeit unterliefen ihm nur drei Fehlpässe, was sich auf die Passquote von 81 Prozent niederschlug. In Sachen Zweikampfverhalten war der Spielführer vorbildlich: 64 Prozent seiner Eins-gegen-Eins-Duelle entschied er für sich. 

David Pisot wehrt im Zweikampf den Angriff von Felipe ab. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Einer ist auf bestem Wege, sich unverzichtbar zu machen: Lukas Fröde. Der defensive Mittelfeldspieler brachte es immerhin auf zwei Torschüsse, von denen einer im Netz landete, aber der Treffer fand wegen angeblicher Abseitsstellung eines Teamkollegen keine Anerkennung. 44 Ballkontakte belegen sein großes Engagement. Vorbildlich erneut: das Zweikampfverhalten. Mit 67 Prozent wieder einmal ganz vorne dabei.

Lukas Fröde in der Ballannahme. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Den riesigen, wieder einmal vorbildlichen Einsatz von Marvin Pourié belegen die Daten ganz deutlich. 37 Ballkontakte mit einer beeindruckenden Passquote von 83 Prozent und der für einen Stürmer sehr starken Zweikampfquote von 64 Prozent – Topwert.

Marvin Pourie verlässt mit anfeuernden und jubelnden Armen kurz vor Ende der Spielzeit den Rasen per Auswechslung. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Bei Marc Lorenz gibt es bessere Daten als in den Begegnungen zuvor zu vermelden. Er bereitete einen Treffer vor, gab vier Torschussvorlagen - Bestwert. Die Pass- und die Zweikampfquote lagen einiges über 50 Prozent. Zudem schlug Lorenz die meisten Flanken: sechs an der Zahl.

Marc Lorenz mit dem Ball im Lauf. Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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