Daniel Gordon (KSC 3) jubelt mit seiner Mannschaft zum 2:2 Ausgleich per Kopfballtor.
Daniel Gordon (KSC 3) jubelt mit seiner Mannschaft zum 2:2 Ausgleich per Kopfballtor.
Bild: Tim Carmele
Analyse zum Spiel: Sechs Tore im Wildpark – Karlsruher SC sorgt für nächstes Tor-Spektakel in der 2. Liga
Karlsruhe
26.10.2019 19:01
Gut eine Woche nach dem torreichen Spiel in Bochum, sehen die KSC-Fans erneut ein Torspektakel ihres KSC – vorne wie hinten. Gegen Ex-Trainer Mirko Slomka und Hannover 96 gabs am Ende erneut eine Punkteteilung. Nicht die einzige Spiegelung und Paralelle zum Bochum-Spiel.

Wo der der KSC ist, da sollten sich in letzter Zeit auch Fußballfans aufhalten, die gern Spektakel haben. Denn dort fallen in letzter Zeit jede Menge Tore – eine gute Nachricht für alle Event-Zuschauer und die Badener können sich zumindest einer treffsicheren Offensive gewiss sein.

Hendrik Weydandt (Hannover 26) in Luft zum Kopfball. Bild: Tim Carmele

Gegen Hannover 96, trainiert von Ex-KSC-Coach Slomka bekam es die Abwehrreihe der Karlsruher mit drei Spitzen zu tun, die auch versuchten Pisot, Gordon und Co. früh unter Druck zu setzen. Nach nur sechs Minuten war es schließlich Weydandt, der Uphoff überwinden konnte. Der KSC fand jedoch im Umkehrschluss direkt wieder in die Spur, als Mittelfeld-Strippenzieher Wanitzek vom Punkt zum Ausgleich verwandelte. Die Situation erinnerte an das Bochum-Spiel der Vorwoche – allerdings waren es da der KSC der kurz führte und im Gegenzug den Ausgleich hinnehmen musste.

Mangel an Konsequenz

Choi versprühte auch heute wieder viel Offensivdrang, hatte in der 13. Minute die große Chance zur Führung, auch Toptorjäger Hofmann wurde nur knapp zehn Minuten später bei einer Doppelchance von seinem „Killerinstinkt“ im Stich gelassen. Räume waren für die Schwartz-Elf in dieser Phase genug da, es mangelte aber an der letzten Konsequenz.

Alexander Groiss (KSC 20) am Boden im Zweikampf, schaut dem Ball nach. Bild: Tim Carmele

Die KSC-Defensive bekam im weiteren Spielverlauf immer wieder Probleme mit dem wuchtigen Angriffs-Trio der Niedersachsen, Teuchert, Ducksch und Weydandt, immer wieder Probleme. Schnell, robust und groß – aus diesen Komponenten konnte Slomka mit diesem Dreigestirn schöpfen. Hinzu kam kurz vor der Pause mal wieder eine Ungeschicklichkeit bei der Zweikampfführung, diesmal in Person Damian Roßbachs, der 96-Angreifer Ducksch klar zu Boden stößt. Schon zu häufig fing sich der Aufsteiger in dieser Saison Elfmeterpfiffe ein.

Aufwind in der zweiten Halbzeit

Die Drangphasen der Teams wechselten hin und her, nach dem Seitenwechsel war der KSC wieder die aktivere Mannschaft. Choi prüfte Weltmeister Zieler im 96-Tor. Slomkas Team wählte dann eine Stärke des KSC-Spiels: Diszipliniertes Verteidigen und spekulierte auf Konter-Momente. Mit Flankenversuchen kam der KSC langezeit nur zu wenig Torgefahr gegen die großgewachsenen Hannoveraner. Rund 15 Minuten vor Schluss belohnte sich das Schwartz-Team schließlich doch mit dem erneuten Ausgleichstreffer: Daniel Gordon stellte seine Kopfballstärke eindrucksvoll unter Beweis ,als er in der 77. Minute zur Stelle war. Gordons Treffer leitete gleichzeitig eine turbulente Schlussphase ein.

Ron-Robert Zieler (Hannover 1) beim Abstoß des Balles. Bild: Tim Carmele

Nachspielzeit im Wildpark und erneut war mit Weydandt ein Mitglied des Dreigestirns zur Stelle, der in der 94. per Kopf ein wuchtete. Doch das scheinbar verlorene Spiel nahm in der langen Nachspielzeit nochmal ordendlich an Fahrt und Emotion auf. Der KSC unterstrich erneut seine Mentalitätsstärke und ein langer Ball aus dem Halbfeld im Strafraum erneut Gordon fand, der den Ball zu seinem zweiten Treffer des Tages versenkte. Ein verückter Nachmittag endet mit sechs Toren und dann auch noch einem Hannover-Spieler im Kasten, nachdem Torhüter Zieler die Gelb-rote Karte gesehen hatte. “Normalerweise bist du dann zweiter Sieger, doch die Mannschaft gibt nicht auf, wird belohnt und das macht mich schon stolz diese Mannschaft dann auch so zu trainieren“, sagte ein stolzer KSC-Trainer Alois Schwartz nach der Partie.


KSC - Hannover 96

Torjubel für Hendrik Weydandt (Hannover 26), bejubelt von Marc Stendera (Hannover 18) Torjubel für Hendrik Weydandt (Hannover 26) von seiner Mannschaft. Damian Rossbach (KSC 6) und Kyoung-Rok Choi (KSC 37) bejubeln die Elfmeterentscheidung, sie klatschen sich ab. Ron-Robert Zieler (Hannover 1) schaut kritisch Richtung Flanke zum Eckball.

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