Daniel Gordon (KSC 3) jubelt mit seiner Mannschaft zum 2:2 Ausgleich per Kopfballtor.
So wollen Mannschaft und Fans am Freitag wieder gemeinsam jubeln.
Bild: Tim Carmele/TMC-Fotografie
Achtung KSC! Jahn Regensburg zu Gast im Wildpark - mit deutlich besserer Statistik
Karlsruhe
29.11.2019 08:30
Für die Blau-Weißen läuft es aktuelle nicht allzu rund: Seit acht Spielen wartet der Karlsruher SC nun schon auf einen Sieg. Und die nächste Partie am heutigen Freitag (Anpfiff 18.30 Uhr) scheint nicht einfacher zu werden: Relegationsgegner Jahn Regensburg ist seit sieben Spielen in Folge ungeschlagen. ka-news.de wirft einen genauen Blick auf die Fakten zur anstehenden Begegnung.

Sebastian "Basti" Freis kennt den kommenden Gegner des KSC, den SSV Jahn Regensburg, richtig gut. Der schnelle Stürmer, der im Wildpark ausgebildet wurde, lange Jahre in der ersten Bundesliga spielte, stürmte zuletzt zwei Jahre für die Regensburger, ehe er Ende der vergangenen Saison die Fußballschuhe an den Nagel hängte. Seither ist "Basti" Dauergast im Wildpark, denn er hat seinen Lebensmittelpunkt wieder in Karlsruhe.

Sebastian Freis kennt beide Clubs

Vergangene Woche war er in Regensburg, um die alten Kollegen wieder mal zu sehen. "Ich hatte zwei schöne Jahre beim SSV und halte Kontakt zu den Jungs." Logisch, dass er am Freitag im Wildpark vor Ort ist und die Begegnung live mitverfolgt. Doch eines will er klarstellen: "Mein Herz schlägt für den KSC!"

Sebastian Freis Bild: privat

In 142 Spielen für die Blau-Weißen erzielte der inzwischen 34-Jährige zwischen 2004 und 2009 38 Tore. Seine KSC-Karriere begann Sebastian Freis allerdings schon früher: 1999 kam der damals 14-Jährige in die Jugend des Wildparkklubs. 

Sebastian Freis kennt sowohl KSC als auch Regensburg. Bild: Carolin Reisenauer

Schon zu seiner Zeit hatte die Elf vom SSV immer "einen Plan, und den versuchen alle umzusetzen". Seit Jahren agieren die Regensburger gleich. Die Mannschaft gibt dem Gegner nie Ruhe, sie attackiert früh, will den Gegner permanent stressen. So wollen die Domstädter zu schnellen und frühen Balleroberungen kommen. Das führt oft dazu, dass das gegnerische Team bei Ballverlust unsortiert ist und Regensburg so zu Toren kommt.

Negativerlebnis in der Relegation

Also: Achtung KSC! Bei zwei unvergesslichen Partien zwischen den Teams war Freis nicht dabei. Als der KSC 2012 gegen Regensburg in der Relegation antrat, da stürmte er für den SC Freiburg.

Nachdem der KSC erst kürzlich gegen Erzgebirge Aue die Chance hatte, ein Negativerlebnis ein wenig wieder zurecht zu rücken - mit einem Remis gelang das nur mäßig - ergibt sich jetzt erneut die Gelegenheit, dass das KSC-Team das Scheitern in einer Relegation zumindest ein Stück weit wieder gutmacht.

Bild: marvinguengoer.de

Gegner jetzt: SSV Jahn Regensburg. Gegen diese Mannschaft scheiterten die Badener vor sieben Jahren, mussten nach zwei Unentschieden in die 3. Liga absteigen, da Regensburg mehr Auswärtstreffer als der KSC erzielt hatte. In Regensburg trennte man sich 1:1, im Wildpark lautete das Endergebnis 2:2. Torschützen: 0:1 Hein (28.), 1:1 Lavric (32.), 2:1 Charalambous (56.), 2:2 Laurito (66.).

Mit dabei damals auf Seiten der Domstädter: Mittelfeldmann Selcuk Alibaz. Der gute Techniker aus Bretten wechselte dann prompt zum KSC und trug einiges zum Wiederaufstieg der Badener bei.

Regensburg aktuell in besserer Form

Jahn Regensburg geht in die Freitagspartie mit dem eindeutig besseren Trend als die Badener. Regensburg ist seit sieben Spielen in Serie ungeschlagen, konnte dabei stolze 13 Punkte einfahren. Der KSC dagegen wartet nun schon seit acht Zweitligapartien auf ein Erfolgserlebnis - sprich: einen Dreier. Überhaupt: Der KSC gewann von den letzten elf Ligaspielen nur eines. Und: In der 2. Bundesliga konnten die Fächerstädter gegen Jahn noch nicht gewinnen.

Alois Schwartz (KSC Trainer) mit Händen in den Taschen, Fuß auf dem Ball und gesenktem Kopf. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Sogar die Heimbilanz des Karlsruher SC gegen Jahn ist negativ. Sechs Spiele, davon vier nicht gewonnen. Von den zwölf ausgetragenen Pflichtspielen schafften es die Badener nur drei als Sieger zu beenden, fünfmal trennte man sich remis.

KSC erst einmal mit weißer Weste

Im faktischen Teamvergleich 2019/2020 sind die Regensburger auf vielen Gebieten etwas besser. Jahn hat 27 Tore erzielt, der KSC 22. Gegentore mussten die Wildparkakteure schon 27 hinnehmen - Regensburg 21. Der KSC schaffte es, eine Begegnung ohne Gegentreffer zu überstehen - Jahn zwei. Die Badener blieben in zwei Partien ohne eigenen Treffer - der kommende Gegner in einem Spiel.

Der Kader der Gäste ist im Schnitt jünger als der vom Aufsteiger KSC. Bei den Karlsruhern steht aktuell kein Profi unter Vertrag, der schon das Trikot der Regensburger trug. Auf Seiten der Gäste hat Benedikt Gimber "KSC-Erfahrung." Der SSV Jahn musste wochenlang auf Gimber verzichten. Der hatte sich beim Auswärtsspiel des SSV in Nürnberg einen Jochbeinbruch und einen Kieferhöhlenanbruch zugezogen und musste operiert werden.

Benedikt Gimber Bild: (ka-news)

Vor kurzem kehrte der 22-Jährige in die Startelf zurück. Allerdings kommt der gebürtige Badener nicht wie beim KSC in der Innenverteidigung zum Zuge, sondern ist im defensiven Mittelfeld gesetzt.

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