Im Nordosten der neuen Tribüne ist der Baufortschritt am Besten zu erkennen.
Im Nordosten der neuen Tribüne ist der Baufortschritt am Besten zu erkennen.
Bild: Eibs/Stadt Karlsruhe
Corona-Krise könnte auch KSC-Stadion treffen - "noch ist das aber nicht der Fall"
Karlsruhe
21.04.2020 06:00
Die Bauarbeiten im Karlsruher Wildparkstadion gehen trotz Corona-Krise nahezu unbeirrt weiter. Nach aktuellem Stand soll weiterhin bis Mitte September der Bau der neuen Osttribüne fertig sein. Um das Ziel zu erreichen, werden dort pro Woche derzeit drei sogenannte Zahnbalken verbaut, auf denen dann die Zuschauerränge aufgelegt werden. Wie die Bauarbeiten unter Corona-Bedingungen aussehen und an welchen Stellen es noch vorangeht - ka-news.de hat den aktuellen Baustellenstand.

Während der verordnete Corona-Stillstand in den vergangenen Wochen auch Bauprojekten das Leben schwer gemacht hat, ist der Neubau des KSC-Stadions laut Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (Eibs) durch die Corona-Pandemie "nicht maßgeblich betroffen". "Die Bauarbeiten laufen regulär weiter - wir wollen den Baustellenbetrieb so gut wie möglich aufrecht erhalten." 

"Hygiene- und Abstandsregeln werden eingehalten"

Damit das auch weiterhin möglich ist, müssen sich die Bauarbeiter auf dem Gelände des Wildparkstadions an gewisse Vorgaben halten. "Es werden sämtliche behördlich angeordnete Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten", so der Eibs.

Die Handwerker arbeiten in kleineren Teams als üblich und möglichst weiträumig auf der gesamten Baustelle verteilt. "Zudem wird bei den Pausenzeiten darauf geachtet, dass diese versetzt voneinander genommen werden", sagt der Eibs gegenüber ka-news.de.

In der vergangenen Woche wurde mit den Vorarbeiten für den Kioskbau begonnen. Bild: Eibs/Stadt Karlsruhe

So wolle man sichergehen, die Osttribüne, an der aktuell hauptsächlich gebaut wird, im September wie geplant fertiggestellt zu haben. Zur Zeit werden dort die sogenannten Zahnbalken verbaut. Auf diese Fertigbetonteile werden die Zuschauerränge aufgelegt. "Im gesamten Stadion sind es insgesamt 74 dieser großen Stahlbetonfertigteilträger, die eine Länge von bis zu 29 Metern und ein Gewicht von bis zu 42 Tonnen haben können", so der Eigenbetrieb. 

Osttribüne bekommt "Mundlöcher"

Damit die Zuschauer auch auf die neue Tribüne strömen können, wurden Lücken gelassen - sogenannte Mundlöcher. Diese sind schon im Gesamtbild zu erkennen. Auf der neuen Osttribüne soll zudem in den kommenden Monaten eine provisorische Leitwarte für Polizei und Sicherheitskräfte entstehen. 

Die Zuschauerränge sowie die Mundlöcher der neuen "Gegengeraden" sind bereits gut zu erkennen. Bild: Eibs/Stadt Karlsruhe

Doch nicht nur auf der Tribüne, auch dahinter sind die Bauarbeiter aktuell beschäftigt. "Es wurde mit den Vorarbeiten für den Kioskbau begonnen", sagt ein Sprecher der Eibs. Ein paar Meter weiter Richtung Norden wird zudem weiter am Regenrückhaltebecken gearbeitet.

Zukunftsausblick noch nicht möglich

Der Fokus aber liegt weiter auf der Osttribüne: Ist diese vollendet, geht es ab Oktober mit dem Rückbau der provisorischen Südtribüne und den Entkernungs- und Abrissarbeiten an der Haupttribüne weiter. "Die Meilensteine des Rahmenterminplans sollen weiterhin gewahrt werden. Wir befinden uns in kontinuierlicher Abstimmung mit dem Totalunternehmer Bam Sports", sagt ein Sprecher des Eigenbetriebs. 

Die Osttribüne wächst weiter in die Höhe. Bild: Eibs/Stadt Karlsruhe


Einen ausgiebigen Blick in die Zukunft wagt man aber noch nicht. "Täglich gibt es das Virus betreffend neue Entwicklungen. Eine Prognose zu den langfristigen Auswirkungen ist leider nicht möglich", erklärt der Eibs. Der Grund: Sowohl Lieferketten für Baustoffe als auch Mitarbeiterressourcen könnten durch die Corona-Krise betroffen sein. "Derzeit ist dies allerdings nicht der Fall", so ein Sprecher des Eibs.

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