Geplantes KSC-Stadion aus der Vogelperspektive (Animation).
Geplantes KSC-Stadion aus der Vogelperspektive (Animation).
Bild: agn/BAM Sports GmbH
Daniel Nitsche von BAM Sports, ausführender Totalunternehmer, Werner Merkel von EIBS als Bauherr und Frank Nenninger von der KASIG als technische Projektleitung und -steuerung (v.l.)
Daniel Nitsche von BAM Sports, ausführender Totalunternehmer, Werner Merkel von EIBS als Bauherr und Frank Nenninger von der KASIG als technische Projektleitung und -steuerung (v.l.)
Bild: Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark/Stadt Karlsruhe
Bauantrag für KSC-Stadion eingereicht: Im November sollen Bauarbeiten am Stadionkörper beginnen
Karlsruhe
02.05.2019 15:50
Von der ersten groben Planung bis hin zum Aufbau der provisorischen Tribünen - seit die Entscheidung über den Neubau des Wildparkstadions gefallen ist, hat sich rund um die Spielstätte des KSC einiges getan. Am Donnerstag, 2. Mai, folgte nun der nächste Schritt: Der Bauantrag wurde offiziell eingereicht, der erste Bauabschnitt soll Ende des Jahres starten können.

Nach Jahren des Tauziehens wurde es mit dem Baggerbiss und dem Spatenstich Anfang November 2018 endlich offiziell: Der Karlsruher SC bekommt ein neues Wildparkstadion. Und seitdem hat sich auf der Baustelle, wie mit dem Abriss der alten Nord- und Südtribüne, bereits einiges getan - auch, wenn das offiziell erst die Vorabmaßnahmen zum Bau des eigentlichen Stadions sind. 



Der Neubau des Stadions startet mit dem Bau des Stadionkörpers: Totalunternehmer ist BAM Sports GmbH. Die BAM Sports GmbH hat sich auf den Bau von Stadien und Arenen spezialisiert. Unter ihrer Leitung entstanden so beispielsweise schon die Opel-Arena in Mainz, das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden und die WWK-Arena in Augsburg.

 

Ende des Jahres: Baustart für Stadionkörper

Wie die Verantwortlichen vom städtischen Eigenbetrieb "Fußballstadion im Wildpark" (EIBS) in einer Pressemeldung bekannt geben, wurden am Donnerstag, 2. Mai, die Bauantragsunterlagen für den Neubau des Karlsruher Wildparkstadions offiziell eingereicht worden.

Bild: Thomas Riedel

"Ziel ist, die Baugenehmigung bis November dieses Jahres zu erhalten und danach zügig mit dem ersten Bauabschnitt entlang des Adenauerringes zu beginnen", so die EIBS in der Meldung abschließend. 

ka-news-Hintergrund

Die Planungen zu einem neuen Fussballstadion in Karlsruhe gibt es seit 2000, wurde jedoch erstmals in den Jahren 2005 und 2006 konkret. Im Jahr 2014 liegen erste Bebauungspläne vor und im Oktober entscheidet sich der Gemeinderat für einen Neubau im Wildpark für etwas mehr als 88 Millionen Euro. 

Im Sommer 2015 werden dann die ersten planerischen Hürden genommen. Stadt und KSC einigen sich auf die Rahmenbedingungen der Refinanzierung. 

Im Juli 2016 stimmt der Karlsruher Gemeinderat für ein neues KSC-Stadion, wenige Monate später auch die Mitglieder des Karlsruher SC. Die Kosten für das Stadion liegen mittlerweile bei etwa 113 Millionen Euro.

2017 wird der EIBS gegründet, der Eigenbetrieb "Fußballstadion im Wildpark". Im März 2017 ist klar: Baubeginn ist 2018. Im Juni dann beginnen die ersten Bauarbeiten für die Umstrukturierung. Doch die Suche nach einem Anbieter und die Vergabe geraten ins Stocken. Der Grund: Alle Angebote liegen über dem Kostenrahmen von 113 Millionen Euro. 

Die Kosten erhöhen sich auf 123 Millionen Euro. Der KSC erklärt sich dafür bereit, die Finanzierung des Parkhauses zu übernehmen, die Stadt stimmt den Mehrkosten zu. Auch der Ablaufplan ändert sich: Der Beginn des Vollumbaus ist auf November 2019 verlegt worden. Im Oktober 2018 werden dann auch die angepassten Verträge zwischen Stadt und KSC unterschrieben. Wenige Tage später, am 5. November, starten die Bauarbeiten im alten Wildpark.

Ende November ist dann auch das größte Karlsruher Geheimnis gelüftet - das Aussehen des neuen Fußballstadions wird enthüllt. Mit der geplanten Eröffnung im Mai 2022 soll das Stadion Platz für 34.000 Zuschauer bieten.

Eine umlaufende Fassade aus drei Grundelementen soll die Kernoptik des Stadions bilden. Das Tragwerk aus Y-Stützen soll dem Ein-Rang-Stadion ein markantes, unverwechselbares Äußeres verleihen und durch einen umlaufenden Stadion-Boulevard soll man das Stadion ohne zusätzliche Ticketkontrollen umrunden können.

Bis es aber so weit ist, müssen zunächst die Vorabmaßnahmen zum Bau des eigentlichen Stadions abgeschlossen werden. Dabei werden unter anderem das Erdreich der neun Meter hohen Wälle der alten Tribünen abgetragen, auf Schadstoffe geprüft, sortiert und wieder neu in den künftig drei Meter hohen Wällen verbaut.

Zudem müssen nach und nach die Tribünen durch provisorische Ersatztribünen ausgetauscht werden, sodass der Spielbetrieb auch während der Baumaßnahmen aufrecht erhalten werden kann. Zuerst mussten die Nord- und die Südtribüne dem Neubau weichen, im Vorfeld durften sich die Fans die dortigen Sitzschalen als Souvenir sichern. Der Rückbau der Gegengerade im Herbst 2019 soll dann den Abschluss der Vorabmaßnahmen des Stadionumbaus bilden. Im Anschluss daran startet der Neubau des eigentlichen Stadionkörpers. 

Im März 2020 stehen im Norden und Süden des Stadions die beiden provisorischen Tribünen. Im Osten, auf dem Platz der alten Gegengerade, entsteht der erste Neubau.

Dieser Artikel wurde nachträglich bearbeitet. 

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