Susanne Eisenmann (CDU), Sportministerin von Baden-Württemberg.
Susanne Eisenmann (CDU), Sportministerin von Baden-Württemberg.
Bild: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild
Geisterspiele in der Bundesliga? Sportministerin Eisenmann bleibt zurückhaltend
Stuttgart
20.04.2020 19:55
Baden-Württembergs Sportministerin Susanne Eisenmann hat sich zurückhaltend in der Frage von möglichen Geisterspielen im Fußball geäußert. "Zwischenrufe aus einzelnen Bundesländern zu diesem Zeitpunkt bieten keine Verlässlichkeit für die Bundes- und Zweitligisten", sagt Eisenmann (CDU) am Montag auf dpa-Anfrage.

Eisenmann halte es für am sinnvollsten, wenn sich die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hinsichtlich möglicher Geisterspiele auf "einen gemeinsamen Nenner" verständigen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sagten im Live-Programm der "Bild", dass Geisterspiele ab dem 9. Mai möglich sein sollen. "Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt", so Laschet.

"Geisterspiele müssen in den gesamtgesellschaftlichen Kontext passen"

Zuvor hatten sich die Sportminister der Bundesländer im Rahmen einer Sonderkonferenz ausgetauscht. Die Bundesliga und 2. Bundesliga pausieren aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 30. April.

Am Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga (DFL) über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung beraten. Geisterspiele müssten in den "gesamtgesellschaftlichen Kontext" passen und "die Entwicklung der Infektionsrate im Auge" behalten, so Eisenmann.

Die KSC-Fans im Jubel. Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Auch über eventuelle Lockerungen bei Freizeitsportarten wie Tennis und Golf ist noch keine konkrete Entscheidung gefallen: "Für die Zeit ab dem 4. Mai haben wir die Individualsportarten im Freien natürlich im Blick und erarbeiten Perspektiven in diesem Bereich", sagt Eisenmann, "dies geschieht allerdings vorbehaltlich der Entwicklung des Infektionsgeschehens in den nächsten Tagen."

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