Michael Geißler (Mitte) und Markus Heming (re.) besuchen Michael Becker im Wildparkstadion.
Michael Geißler (Mitte) und Markus Heming (re.) besuchen Michael Becker im Wildparkstadion.
Bild: Markus Kümmerle/ Städtisches Klinikum
Herz-Kreislauf-Check gegen Werbung: KSC und Karlsruher Klinikum geben neue "Win-Win" Partnerschaft bekannt
Karlsruhe
12.10.2021 15:19
Der eine hat das medizinische Knowhow, der andere die Reichweite: Eine "Win-Win Situation" für beide. Ungefähr so lässt sich die neue Zusammenarbeit beschreiben, die nun zwischen dem Karlsruher SC und dem Städtischen Klinikum entstanden ist. Demnach werden die sportmedizinischen Untersuchungen der Profis und Nachwuchs-Mannschaften bis zu einem gewissen Teil vom Klinikum übernommen - gleichzeitig profitiert das Krankenhaus von der Bekanntheit des KSC, um weitere Mitarbeiter zu werben. Das gab das Klinikum in einer Pressemitteilung bekannt.

150 Kinder und Jugendliche im Bereich der U12 bis U17 sowie die U19 und die Profis des KSC sollen beim künftigen Partner dann unter anderem die von der Deutschen Fußball Liga beziehungsweise dem Deutschen Fußball Bund vorgeschriebene Herz-Kreislauf-Funktionsprüfung zu Beginn der Saison erhalten. Bereits Ende Juni waren die Profis vor dem Einstieg in den regelmäßigen Trainingsbetrieb für die Untersuchungen ins Klinikum gekommen.

Klinikum nun offizieller Förderer der KSC Grenke Akademie

Doch auch das Klinikum profitiert von der Kooperation: Sowohl in den sozialen Medien des KSC als auch bei Wildpark-TV wird der neue Partner im Laufe der nächsten Jahre präsent sein und so die große Reichweite des Clubs insbesondere für die Themen Mitarbeitergewinnung und -bindung sowie für gemeinsame Werbemaßnahmen nutzen.

In diesem Zusammenhang wird das Klinikum auch "Offizieller Förderer der KSC Grenke Akademie“.

KSC Schild am Nachwuchszentrum, der Grenke Akademie
KSC Schild am Nachwuchszentrum, der Grenke Akademie Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Die Herz-Kreislauf-Funktionsprüfung besteht unter anderem aus einem Belastungs-EKG auf dem Fahrradergometer, bei dem auch der Blutdruck gemessen wird“, erklärt Matthias Merkel, kommissarischer Direktor der Medizinischen Klinik IV, in der die Kardiologie angesiedelt ist. "Wie von der DFL vorgegeben, erhalten Profis und U19 daneben einen Herzultraschall.“

Außerdem sollen im Klinikum verschiedene Laborwerte der Spieler gecheckt werden. Die orthopädisch-traumatologischen Untersuchungen soll wie bisher der Mannschaftsarzt Markus Schweizer durchführen.

"Die Profis von morgen sollen medizinisch bestmöglich versorgt werden"

"Wir freuen uns sehr über die neu geschlossene Partnerschaft mit dem Städtischen Klinikum. Als größtes Krankenhaus der Region bietet es eine enorme fachliche Kompetenz, die dem KSC nun zugutekommt. Wichtig sind auch die kurzen Wege, welche unsere organisatorischen Abläufe stark verbessern und uns damit bei der weiteren Professionalisierung unserer Strukturen helfen“, so KSC-Geschäftsführer Michael Becker zur gemeinsamen Zusammenarbeit.

KSC-Geschäftsführer Michael Becker.
KSC-Geschäftsführer Michael Becker. Bild: Carsten Kitter

"Wir freuen uns sehr, dass wir auch den Kindern und Jugendlichen aus den U-Mannschaften des KSC unsere medizinische Expertise anbieten können“, hebt Merkel, der die Herz-Kreislauf-Funktionsprüfung der Spieler begleitet, hervor. "Sie sind möglicherweise die Profis von morgen und sollen von Beginn an medizinisch bestmöglich begleitet werden.“

Michael Geißler ist medizinischer Geschäftsführer am Städtischen Klinikum in Karlsruhe.
Michael Geißler ist medizinischer Geschäftsführer am Städtischen Klinikum in Karlsruhe. Bild: Thomas Riedel

"Unsere Partnerschaft soll unterstreichen, dass bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten ebenso Teamarbeit gefragt ist, wie im Mannschaftssport Fußball. Wir freuen uns daher, dass wir künftig regelmäßig mit Aktivitäten aus dem Klinikum in den Medien des KSC vertreten sein werden", betont Michael Geißler, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums.

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