Eine Eckballfahne mit dem KSC Logo weht im Wind.
Eine Eckballfahne mit dem KSC Logo weht im Wind.
Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild
Mehr Geld für den KSC: Neuer Investor steigt in Sanierung ein
Karlsruhe
23.06.2020 10:16
Der Karlsruher SC hat die drohende Insolvenz abgewendet - unter anderem durch die finanzielle Unterstützung des "Bündnis KSC". Nun gibt es einen weiteren Investor, der dem angeschlagenen Verein unter die Arme greifen will.

"Ein weiterer regionaler Investor hat sich zum KSC bekannt und Aktien im Wert von eine Million Euro gezeichnet", gibt der KSC in einer Pressemeldung bekannt. Der Unternehmer habe demnach bereits im Rahmen der Insolvenzvermeidung dem Präsidium seine Unterstützung zugesagt.

"Ein starkes Zeichen des langjährigen KSC-Fans"

"Aus organisatorischen Gründen kam es jedoch nicht rechtzeitig vor dem ersten Schritt der Sanierung zum 15. Mai zur Zeichnung der Aktien", so der Verein weiter. Aufgrund der Tatsache, dass die Zusage bereits vorher erfolgte sowie aufgrund der Höhe des Betrages, haben Geschäftsführung, Beirat und Aufsichtsrat beschlossen, den Aktienpreis auf 20 Euro pro Stück festzulegen.

Michael Becker (Geschäftsführer) Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

"Es ist ein starkes Zeichen des langjährigen KSC-Fans, dass er sich in dieser schwierigen Zeit und unsicheren sportlichen Zukunft privat in dieser Größenordnung zum KSC bekennt. Hierfür gilt es Danke zu sagen! Wir arbeiten weiter mit Hochdruck daran, weitere solcher Unterstützer zu finden", so Geschäftsführer Michael Becker.

Aktueller Stand der Sanierung

"An Michael Kölmel wird vereinbarungsgemäß in der kommenden Woche die Vergleichszahlung in Höhe von drei Millionen Euro überwiesen", erklärt der KSC den aktuellen Stand der Sanierung. Kölmel erhält dabei - zur Abgeltung der bisherigen Forderungen - neben dieser Einmalzahlung eine ligaabhängige Zahlung ab der Saison 2022/23 in Höhe von maximal 3,5 Millionen Euro sowie ein Aktienpaket. Die Ausgabe der entsprechenden Aktien erfolgt im Rahmen einer Sacheinlage.

Günter Pilarsky (Unternehmer) nach dem Spatenstich am Wildparkstadion. Bild: Carmele | TMC-Fotografie

"Diese Art der Einlage ist umfangreicher in der Umsetzung als eine Bareinlage und es wird ein Wertgutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft benötigt. Der entsprechende Prozess hierzu ist gestartet", so der Verein. Gleiches gelte für den Vergleich mit Günter Pilarsky, auch hier erfolge die Ausgabe der Aktien in Form einer Sacheinlage.

Start des Aktienverkaufs für Kleinanleger im 4. Quartal

Das "Bündnis KSC" hat Aktien im Wert von 6 Millionen Euro zu einem Preis von 20 Euro pro Aktie gezeichnet. Die Kapitalerhöhung wurde laut KSC bereits beim zuständigen Amtsgericht eingetragen. "Somit erhöht sich das Grundkapital der KSC KGaA von 2,5 Millionen auf 2,8 Millionen Aktien."

Der Aktienkauf von Investoren bis 25.000 Euro wird nach Angaben des Vereins schon ab einer einzelnen Aktie möglich sein. Aktuell ist der Start der Aktienausgabe für Kleinanleger für das vierte Quartal 2020 geplant. Investoren ab 100.000 Euro sollen nach derzeitigen Planungen nach Abschluss der aktuellen Saison wieder Aktien zeichnen.

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