Marius Gersbeck (KSC 35) mit Fans nach dem Traning.
Marius Gersbeck ist der Nachfolger von Benjamin Uphoff im Tor des KSC.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Absolut cool: Der "neue" Mann im KSC-Tor will seine Chance nutzen
Karlsruhe
15.09.2020 06:00
Einfach war es nicht für Marius Gersbeck. Denn beim Spiel gegen Union Berlin richteten sich alle Augen auf die designierte neue Nummer eins im KSC-Tor. Doch der Neue im Kasten, der gar nicht so neu ist, da er schon im Sommer 2019 aus Berlin von Hertha BSC in den Wildpark gekommen war, blieb im Pokalspiel gegen die "Eisernen" absolut cool und will diese Saison seine Chance auf dem Platz nutzen.

Nicht nur das: "Gersi" spielte stark. Einmal rettete er prächtig in einer Eins-gegen-eins-Situation. Ansonsten strahlte er Sicherheit aus, pflückte jede Flanke souverän. Trainer Christian Eichner lobt den Keeper: "Zunächst einmal haben wir der unfassbar guten Vorbereitung von Marius Gersbeck Rechnung getragen. 'Gersi' hat gegen Union Ruhe ausgestrahlt, hat versucht einiges fußballerisch zu lösen. Er hat seine Chance genutzt."

Gersbeck auch in Hannover im Tor

Soll heißen: Der 25-Jährige steht auch beim Saisonauftakt in Hannover in der Startelf, ist zunächst die neue Stammkraft im Tor. Dabei kam Markus Kuster mit Vorschusslorbeeren aus der ersten Liga Österreichs in den Wildpark, hatte ein Vorsprung im Torwart-Duell mit Gersbeck.

Markus Kuster muss sich erst mal hintenanstellen. Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie.de

Doch der war aufgebraucht, als Kuster im Spiel gegen den FC St. Pölten beim Gegentor patzte. Danach war Kusters zuvor gezeigte Stabilität etwas verloren, er überzeugte nicht mehr so wie konsequent. Gersbeck dagegen blieb souverän.

"Immer ärgerlich ein Gegentor zu bekommen"

Auch im Pokal gegen Union Berlin: Null Nervosität. Er dirigierte selbstbewusst und lautstark seine Teamkollegen. Allerdings gingen dem Linksfuß einige Pässe daneben. Das bekannte er auch ehrlich: "Ich hatte viele Bälle am Fuß, davon habe ich habe ein paar ins Aus gehauen.“ 83 Ballberührungen hatte er.

Bei der Passquote von 62 Prozent ist noch Luft nach oben…Aber sonst: Gut! "Ich war zufrieden“, bleibt er zurückhaltend. "Es ist immer ärgerlich ein Gegentor zu bekommen, doch insgesamt war es in Ordnung“, so Gersbeck, der lange ohne Spielpraxis war.

Miller: "Gersi ist vorbildlicher Profi"

Der gebürtige Berliner - noch immer Hertha Fan - hat im Badischen bis 2021 Vertrag. Torwarttrainer Markus Miller traute ihm immer die Nachfolge des zum SC Freiburg abgewanderten Benjamin Uphoff zu. "Ich traue ihm das absolut zu. Gersi ist ein vorbildlicher Profi. Bei seinen Einsätzen hat er gezeigt was er kann, hat gezeigt, dass er guter Keeper ist.“

KSC-Torwarttrainer Markus Miller (rechts) im Training mit Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) Bild: Carmele|TMC Fotografie

Für Gersbeck steht in Hannover ein Debüt bevor. Denn: In einem Zweitligaspiel stand der 187 Zentimeter-Mann noch nie im KSC Kasten. Für die Hertha bestritt er im Dezember 2013 gar ein Bundesliga-Spiel.

Mit breiter Brust nach Hannover

Doch er schaut nach vorne, in Richtung Saisonauftakt in Hannover. "Wir müssen das Positive aus dem Spiel gegen Union mitnehmen und mit breiter Brust nach Hannover fahren.“ Positiv sah er einiges: "Wir standen als Team kompakt, haben wenig zugelassen. Das ist die Basis, wir sind eine geschlossene Truppe und spielen inzwischen echt guten Fußball.“

Man müsse wie gegen Berlin schnell in die Zweikämpfe kommen. "Gegen die Eisernen war es bis zu deren Sechzehner gut, dann fehlten die klaren Chancen.“ Das müsse an der Leine bei den 96gern besser werden.

Es ist nicht mehr möglich, Kommentare zu diesem Artikel zu verfassen.
0 Kommentare