Bild: Thomas Riedel
Pyroshow nach Abschiedsspiel: KSC vor DFB-Ausschuss - ob Strafzahlungen drohen, bleibt offen
Karlsruhe
19.01.2019 10:42
Nach der Pyroshow zur Abschiedsfeier im Wildparkstadion vor rund zwei Monaten musste sich der Karlsruher SC nun am vergangenen Freitag einer Anhörung vor dem DFB-Kontrollausschuss stellen. Das berichtet der SWR in einer Meldung. Ein Ergebnis werde jedoch nicht vor Montag erwartet.

Es war der emotionale Höhepunkt zum Abschied des alten Wildparkstadions: Rings um das Spielfeld hatten die Supporters Karlsruhe unzählige Bengalo-Fackeln gezündet - ein geplanter Teil der Veranstaltung, wie der Verein in einer Stellungnahme mitgeteilt hatte. Genehmigt wurde diese durch die Stadt- und Ordnungsbehörden.

Dennoch hatte der DFB Ermittlungen gegen den Karlsruher SC eingeleitet. Denn das Abbrennen von Pyrotechnik während des Spiels ist laut den Verbandsstatuten untersagt.

Strafe von über 60.000 Euro möglich

Der KSC berief sich indessen darauf, dass die Abschiedsfeier als separate angemeldete Veranstaltung erst im Anschluss an das Meisterschaftsspiel des KSC gegen die Würzburger Kickers stattgefunden habe - das DFB-Drittliga-Spiel sei zuvor offiziell beendet worden.

Laut SWR-Angaben sei nicht vor Montag mit einer Entscheidung des DFB zu rechnen. Bei einer Verurteilung droht dem KSC eine Strafe von über 60.000 Euro.

In einem ähnlichen Fall verhängte der DFB bereits eine Strafzahlung in fünfstelliger Höhe - 2014 hatte sich Erfurt mit dem Einsatz von Pyrotechnik von seinem Stadion verabschiedet. Auch dort war man davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine eigene Veranstaltung handelte.


KSC - Würzburg / Abschiedsspiel Wildparkstadion



Abschiedsspiel Wildparkstadion


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