Oliver Kreuzer ist Sportdirektor des Karlsruher SC. 
Oliver Kreuzer ist Sportdirektor des Karlsruher SC. 
Bild: Christoph Schmidt
KSC vor Neustart in Liga drei: Die ersten Weichen sind gestellt
Karlsruhe
01.05.2017 06:56
Der Karlsruher SC ist schon bald Drittligist. Diese Sicherheit hat der Verein nun nach diesem Wochenende. Die Planungen dafür sind ohnehin schon seit längerer Zeit angelaufen, die ersten Weichen wurden gestellt.

Klar ist, dass Marc-Patrick Meister auch in der Saison 2017/18 als Cheftrainer fungiert. Mit dem Vertrag bis 2019 setzte der Verein hier ein klares Zeichen. Manager Oliver Kreuzer hier deutlich: "Ich kann ihn und seine Leistung nicht am aktuellen Kader messen. Er ist eingesprungen und hat versucht zu retten, was noch zu retten ist. Der Trainer hat keine Schuld. Er ist der vierte Übungsleiter und wir gewinnen noch immer keine Spiele."

Die Rückendeckung ist also da für Meister. Seine Bewährungsprobe folgt im Sommer und dabei will er auch auf das bekannte Trainerteam um die beiden Assistenten Christian Eichner und Zlatan Bajramovic setzen. Kreuzer weiß, was auf den KSC zukommt: "Das wird kein Selbstläufer. Die dritte Liga ist stärker geworden in den letzten Jahren durch die ganzen Ostklubs. Das wird kein Honigschlecken. Es braucht daher eine stabile Mannschaft."

Im Vergleich zum letzten Abstieg, als der KSC in der Relegation an Regensburg scheiterte, gibt es für Kreuzer dieses Mal einen klaren Vorteil: Man weiß frühzeitig, wohin die Reise geht und kann sich darauf einstellen. Dazu haben zahlreiche Spieler einen Vertrag auch für die tiefere Spielklasse. Dabei handelt es sich überwiegend um Nachwuchstalente, aber auch einige "alte Hasen".

Gimber, Krebs und Hoffer sollen gehalten werden

Gültige Arbeitspapiere für die dritte Liga haben: Dirk Orlishausen, René Vollath, Dennis Kempe, Martin Stoll, Marvin Mehlem, Vadim Manzon, Manuel Torres, Matthias Bader, Boubacar Barry, Oskar Zawada, Ylli Sallahi, Niklas Hoffmann, Valentino Vujinovic und Tim Fahrenholz. Einige von ihnen werden dennoch keine Zukunft im Wildpark haben. Sallahi wurde bereits in die zweite Mannschaft abgeschoben, auch Vollath wurde ein Wechsel nahegelegt. Bader dagegen zog nach Medien-Informationen seine Ausstiegsklausel und verlässt den Wildpark.

Ob noch weitere Spieler aus dieser Liste folgen, ist offen. Kreuzer möchte nicht über einzelne Namen reden, betont aber: "Wir wollen mit einem schlanken Kader in die Saison gehen - mehr Qualität statt Quantität. Da sind wir drauf und dran, dies zu erarbeiten." Die ersten Neuzugänge wurden unter der Woche mit Torwart Benjamin Uphoff und Andreas Hofmann aus Fürth bestätigt. Dazu sicherte sich der KSC bereits im Winter die Dienste der Nachwuchstalente Malik Kaarahmet (Eintracht Frankfurt) und Nathaniel Amamoo (SC Freiburg).

Marcel Mehlem soll einen Profivertrag bekommen, dazu möchte der Verein gerne mit Gaetan Krebs, Erwin Hoffer und Benedikt Gimber neue Verträge abschließen. Letzterer erklärte, dass er sich sehr wohl fühle in Karlsruhe. Auch Meister sieht gute Chancen, den Verteidiger zu halten, wie er in der vergangenen Woche gegenüber ka-news erklärte. Ebenfalls den Gang in die dritte Liga kann sich Hoffer vorstellen. 

TV-Gelder nächste Saison "kein siebenstelliger Betrag"

Bleibt die Frage, mit welchem Geld der KSC die neue Mannschaft zusammenbastelt. Fakt ist, dass es in der dritten Liga deutlich weniger Fernsehgeld geben wird. Hätte der KSC die Klasse gehalten, wären 11,9 Millionen Euro in die Kassen gespielt worden, wie Kreuzer am Freitag bestätigte. In der nächsten Saison sei es "kein siebenstelliger Betrag". Rund 800.000 Euro stehen im Raum.

Auch eine Abmeldung des U23-Teams in der Oberliga stand im Raum. Dies ist inzwischen aber vom Tisch. Dennoch wird es auch hier deutliche Einbußen geben. Trainer Stefan Sartori, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, wird gehen. Sein Nachfolger ist offen. Kreuzer verriet, dass es eine vereinsinterne Lösung werde. Möglich wäre hier Lukas Kwasniok einzubinden, der in der kommenden Saison ja seinen Fußballehrer-Schein macht.

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