KSC-Präsident Ingo Wellenreuther
KSC-Präsident Ingo Wellenreuther
Bild: marvinguengoer.de
KSC-Präsident sauer auf Grüne: "Sanierung wäre KSC-Todesurteil"
Karlsruhe
12.12.2013 12:16
Das Präsidium des Karlsruher SC reagiert in einer Pressemitteilung verärgert auf die Forderung der Gemeinderatsfraktion der Karlsruher Grünen. Diese fordern, dass das Wildparkstadion nicht neu gebaut, sondern saniert werden soll. Und zwar für nicht mehr als 40 Millionen Euro. "Eine Wildpark-Sanierung wäre das Todesurteil für den KSC", so KSC-Präsident Wellenreuther empört in einer Pressemitteilung.

"Wir hatten in den letzten Monaten sehr positive und konstruktive Gespräche mit dem Oberbürgermeister und uns dabei auf einen Neubau des Stadions im Wildpark verständigt", so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther in der Pressemitteilung. "Für beide Seiten war klar, dass nur ein Neubau eine für den Verein und die Stadt Karlsruhe zukunftsfähige Lösung sein kann. Dabei wurden zirka 65 Millionen Euro für den Stadionneubau und zirka 55 Millionen Euro für notwendige Infrastrukturmaßnahmen zu Grunde gelegt."

Sowohl dieStadt Karlsruhe als auch der KSC hätten seit der am 9. Oktober erzielten Einigung ihre Hausaufgaben erledigt, heißt es weiter. Der Verein habe belastbare Zahlen vorgelegt, damit der Gemeinderat - wie vom Oberbürgermeister geplant - am kommenden Dienstag, 17. Dezember, einen Grundsatzbeschluss für einen Stadionneubau im Wildpark treffen könne. "Weitere zeitliche Verzögerungen sind nicht hinnehmbar", so Wellenreuther.

"Der Vorschlag der Grünen ist verantwortungslos"

"Die Vorstellungen der Grünen unterlaufen die Einigung zwischen dem Oberbürgermeister und dem Verein, die auf eine breite Unterstützung im Karlsruher Gemeinderat, in der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft trifft", sagt Wellenreuther.

"Die Summe von 40 Millionen ist nach eigenen Angaben der Grünen aus der Luft gegriffen und die Grünen geben selbst zu, nicht zu wissen, was für diese Summe zu bekommen wäre", so der KSC-Präsident weiter. "Der Vorschlag der Grünen ist verantwortungslos gegenüber dem Verein. Eine reine Sanierung des Stadions im laufenden Betrieb ohne Aussicht auf Einnahmesteigerungen wäre gleichbedeutend mit einem Todesurteil für den KSC und dem Ende des Profifußballs in Karlsruhe auf absehbare Zeit. Für Verhandlungen über ein Konzept zur Sanierung des Wildparks steht der KSC deshalb nicht zur Verfügung."

Geht es nach der Grünen-Fraktion des Karlsruher Gemeinderats, soll neben der Kommunal- und Europawahl 2014 auch ein Bürgerentscheid über einen KSC-Neubau stattfinden. Dieser soll klarstellen, welche Baumaßnahmen letztlich im Wildpark ergriffen werden. Die Grünen fordern in ihrem Antrag zudem eine Obergrenze: 40 Millionen Euro soll die Stadt maximal ausgeben - das entspräche einem Drittel des zuvor veranschlagten Kostenrahmens. Am Dienstag debattiert der Karlsruher Gemeinderat über den Grünen-Antrag.

Mehr zum Thema:

Bürgerentscheid zum KSC-Stadion? Neubau oder Nicht-Neubau ist die Frage

Alle ka-news-Artikel zum Thema KSC-Stadion finden Sie hier gesammelt in unserem Dossier!

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 
Mehr zum Thema:
KSC-Stadion: Aktuelle Nachrichten zum KSC-Stadion und dem geplanten Um- und Neubau im Wildpark. Alle Informationen zu Fläche, Miete und Größe und alle Neuigkeiten zum städtischen Eigenbetrieb und dem Vergabeverfahren.
193 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen