Christian Eichner (KSC Trainer) beobachtet die Trainingseinheit vom Spielfeldrand.
Christian Eichner (KSC Trainer) beobachtet die Trainingseinheit vom Spielfeldrand.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Nach dem Trainingslager ist vor dem Saisonauftakt: Sind Sie und Ihre Jungs bereit, Herr Eichner?
Karlsruhe
15.07.2021 06:00
Nach dem anstrengenden Trainingslager in Österreich gönnt KSC-Coach Christian Eichner seinen Spielern eine kurze Pause. Am Samstag steht dann den KSC Profis die Generalprobe gegen den Drittligisten Saarbrücken bevor. Für die Akteure, die letzte Chance sich unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren und für einen Platz in der Anfangsformation des KSC beim Ligaauftakt in Rostock zu empfehlen.

Herr Eichner, das zweite Trainingslager in der Vorbereitungszeit als Cheftrainer ist vorbei. Haben Sie etwas anders gemacht als im vergangenen Jahr?

Den Jungs kam es intensiver vor als vergangenes Jahr. Wir haben uns an ähnlichen Dingen wie damals orientiert, wollen insgesamt körperlich einen Schritt zulegen. Leider hatten wir bisher mit Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen.

Christian Eichner im Trainingslager in Österreich Bild: Mia

Marc Lorenz hatte Probleme im Oberschenkel, Marco Thiede plagte sich mit einer Erkältung. Leon Jensen erlitt in Österreich einen Kreuzbandriss und auch Torhüter Löhr hatte sich in einem Testspiel zuvor einen Kreuzbandriss zugezogen.

Es war zu lesen, dass Ihr Fazit dennoch durchweg positiv ausfiel. Nichts zu bemängeln? Das heißt: wird eine Topsaison?

Ich wurde nach den Bedingungen gefragt und die waren wirklich fantastisch. Hotel, Essen, Trainingsplätze - alles. Der Trainer wollte Berge sehen, die hat er bekommen. Das gehört in Österreich dazu, wenn man morgens aufwacht - die Berge zu sehen, das ist auch für die Seele gut. Das einzige Negative war, dass der Zweimal-60-Minuten-Test gegen Innsbruck ausfiel. Das haben wir durch Training ausgeglichen.

Was gilt es konkret zu verbessern?

Wir müssen schauen, dass wir die Frische in den Körper bekommen.

Und wie macht man das?

Indem man den Körper und Geist etwas in Ruhe lässt. Dann werden die Einheiten kürzer, es geht dann mehr in Richtung Sprint. Nach dem Test gegen Saarbrücken am Samstag geht es in die normale Trainingswoche vor einem Liga-Spiel. Dieser Test gegen Saarbrücken wird für jeden wichtig, da kann sich jeder nochmals zeigen.

Bild: Michaela Anderer

Welche Positionen sind denn noch offen?

Wir haben auf den offensiven Außenbahnen und rechts in der Viererkette einen großen Konkurrenzkampf. Den gibt es auch im zentralen Mittelfeld. Viel steht und fällt damit, wie wir es als Trainerteam gegen Hansa Rostock angehen wollen.

Sie sprachen vom zentralen Mittelfeld. Dort spielt der Youngster Tim Breithaupt. Hat er eine Chance auf die Startelf beim ersten Ligaspiel in Rostock?

Hat er absolut. Aber einiges hängt davon ab, wo wir Jerôme Gondorf und Kyoung-Rok Choi zum Einsatz bringen. Dann darf man Lukas Fröde nicht vergessen. Ich bin froh, solche personellen Möglichkeiten zu haben.

Gab es einen Überflieger im Kader?

Nein, wir haben für jede Position eine Erwartungshaltung. Es fehlt noch etwas der Spielfluss. Man hat in den Tests gesehen, wer schon oft mit wem gespielt hat, da passen die Abläufe besser – aber das ist normal. Neuzugang Leon Jensen hat sich schwer verletzt, fällt monatelang aus.

Leon Jensen (KSC 6) im Zweikampf gegen Lukas Hoffmann (Freiberg 25)
Leon Jensen (KSC 6) im Zweikampf gegen Lukas Hoffmann (Freiberg 25) Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Verpflichten Sie einen Ersatz für ihn?

Darüber denke ich - in Abstimmung mit den sportlich Verantwortlichen - nach. Ich kann mir vorstellen jemand zu verpflichten - aber eben auch nicht, denn in diesem Bereich sind wir gut aufgestellt. Ich sehe da keine Riesennot.

Steht ein weiterer Innenverteidiger noch auf der Agenda?

Ja, nach wie vor.

Haben Sie Ihre Wunschelf im Kopf?

Nein, zudem ist die Mannschaft, die am ersten Spieltag aufläuft, meistens nicht die Stammelf der Saison. Diese Mannschaft findet sich über Spiele, über Ergebnisse. Wir werden wieder jeden einzelnen Spieler benötigen, um unsere Ziele zu erreichen.

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