Kevin Wimmer (KSC 6) im Zweikampf gegen Philipp Hofmann (KSC 33)
Kevin Wimmer (KSC 6) im Zweikampf gegen Philipp Hofmann (KSC 33)
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
KSC-Leihgabe Kevin Wimmer fühlt sich in Karlsruhe wohl: "Ich würde gerne länger bleiben"
Karlsruhe
01.04.2021 11:43
Eigentlich läuft das Leihgeschäft Ende der Saison aus. Bis dahin trägt Kevin Wimmer das Trikot des KSC. Oder bleibt "Hucki" wie ihn alle rufen, doch länger im Wildpark? Die Badener haben den neunfachen österreichischen Nationalspieler von Stoky City ausgeliehen. Noch kämpft der 28 Jahre alten Wimmer, der in Bundesliga eins und zwei fast hundert Spiele absolvierte, in Europa- und Champions League zum Einsatz kam, um einen Stammplatz beim Wildparkclub. Mit Wimmer, für den Stoke im 2017 19,4 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch legte, sprach Peter Putzing.

Herr Wimmer, KSC-Trainer Christian Eichner hat sich festgelegt: Er würde Sie gerne auch nach dem Ende des Leihvertrages im Juli langfristig beim KSC behalten. Freut Sie das?

Natürlich freut mich das. Seit dem ersten Tag, an dem ich hier war, habe ich mich richtig wohlgefühlt. Ich wurde von der gesamten Mannschaft und vom Trainerteam gut aufgenommen. Ich kenne "Eiche" aus unserer Zeit in Köln, wir hatten schon da ein gutes Verhältnis. Er ist menschlich überragend. Dass er mich hierbehalten will, ist ein gutes Gefühl. Ich wäre froh, wenn es auch von Vereinsseite so gesehen würde.

Christian Eichner erklärt Wimmer seine Vorstellungen.
Christian Eichner erklärt Wimmer seine Vorstellungen. Bild: Carsten Kitter

Das heißt: Sie würden gerne bleiben?

Ja, ich fühle mich hier wohl. Aber: Ich habe bei Stoke noch ein Jahr Vertrag, das müsste natürlich erst geregelt werden.

Beim KSC haben Sie noch rund drei Monate Vertrag. Gibt es schon Gespräche mit der sportlichen Leitung?

Nein. Wie gesagt: Zuerst einmal müsste ich aus dem Vertrag, den ich bei Stoke City noch bis 2022 habe, rauskommen. Super wäre es für diesen Fall, wenn sich alle Parteien früh einigen könnten, damit ich im Sommer gar nicht mehr nach England zurück müsste.

Trainer Eichner will Sie halten, aber Sie sitzen auf der Bank. Komisch, oder?

Ich kann das verstehen. Ich bin Abwehrspieler und seit ich hier bin, hat die Defensive fast keine Gegentore zugelassen. Für einen Trainer ist das eine super Situation - er hat die Qual der Wahl.

Dominik Kother (KSC19) im Zweikampf mit Kevin Wimmer (KSC 6)
Dominik Kother (KSC19) im Zweikampf mit Kevin Wimmer (KSC 6) Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Aber für Sie: eine schlechte, eine unbefriedigende Situation?

Klar, als Spieler möchte man so viele Spiele wie möglich absolvieren. Aber: Ich kann es verstehen. Ich gebe im Training Gas und versuche den Trainer zu überzeugen. Aber nochmals: Ich kann die Situation, die Entscheidung nachvollziehen. Und ich will nicht, dass das Team Tore kassiert.

Die Bilanz bisher: Zwei Spiele als Linksverteidiger über 90 Minuten absolviert, dann kurz vor Schluss als Mittelstürmer eingewechselt…

Ja, gegen Paderborn, als wir unbedingt den Ausgleich machen wollten, was zum Glück ja geklappt hat.

Der Trainer sieht Sie mehr als Innenverteidiger. Welche Position spielen Sie lieber: Linksverteidiger oder in der Innenverteidigung?

Ganz klar: Innenverteidiger – das ist auch meine gelernte Position. Da habe ich fast immer gespielt. Links spielte ich nur, wenn es unbedingt sein musste, weil keiner sonst zur Verfügung stand.

Sie haben viele Spiele in der 1. Bundesliga absolviert. Weder Eichner noch Kapitän Jerome Gondorf sagen etwas Konkretes zum möglichen KSC-Aufstieg. Sagen Sie etwas? Glauben Sie, dass es der KSC schafft?

Wenn man so nahe dran ist, dann kann man schon mal mit einem Auge nach oben schauen. Aber wir wissen, dass es schwer ist, dass wirklich alles bei uns passen müsste und dass wir zuletzt Punkte liegen ließen. Das eine oder andere Spiel zu Hause mehr gewinnen - dann wäre mehr möglich. Aber: es sind noch etliche Spiele und wir werden alles versuchen, die zu gewinnen, auch wenn es sehr schwere Spiele gegen Top-Teams sind.

Kevin Wimmer (KSC 6) am Ball
Kevin Wimmer (KSC 6) am Ball Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Gegen Top-Teams gewinnt der KSC leichter als gegen Abstiegsaspiranten…

Gefühlt - ja. Aber wir wissen auch, dass wir konzentriert weitermachen müssen, dass wir nicht nachlassen dürfen. Ich denke, wenn wir aufsteigen würden - würde sich keiner beschweren. Das wäre eine super Sache ist aber sehr, sehr schwierig. Unser Ziel für die Saison sind 50 Punkte. Nach der Länderspielpause geht es gegen Osnabrück.

Welche Chancen rechnen Sie sich aus, da in der Startelf zu stehen?

Ich versuche mit guten Leistungen die Entscheidung dem Trainer schwer zu machen. Natürlich würde ich gern spielen, aber das wollen die anderen Jungs auch. Ich gebe alles und dann werde ich hoffentlich zu Einsätzen kommen.

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