Leon Jensen (KSC 6) im Zweikampf gegen Lukas Hoffmann (Freiberg 25)
Leon Jensen (KSC 6) im Zweikampf gegen Lukas Hoffmann (Freiberg 25)
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
"Berliner Schnauze" - KSC-Neuzugang Leon Jensen im Interview: "Bin nicht gekommen, um auf der Bank zu sitzen"
Karlsruhe
29.06.2021 06:00
Der 24-jährige Mittelfeldspieler Leon Jensen wechselte vom Drittligisten FSV Zwickau in den Wildpark. Der kesse Berliner will im beschaulichen Baden den nächsten Entwicklungsschritt machen. In Liga drei gelangen ihm bei 109 Einsätzen zwölf Treffer, sechs Tore bereitete er vor. KSC-Trainer Christian Eichner ist von Jensen angetan: "Er ist ein variabler Spieler, der eine positive Frechheit hat, der sich im Zweikampf durchsetzen will, und: Der mit der Kugel umgehen kann." Mit dem neuen Mittelfeldspieler spricht Peter Putzing.

Herr Jensen, Sie sind rund eine Woche in Karlsruhe und beim KSC im Training. Gibt es Unterschiede zu Zwickau? Und: Zwischen Liga drei und der 2. Bundesliga?

Die Stadt Karlsruhe ist wesentlich größer als Zwickau. Das ist für mich als Berliner prima. Zum Fußball: Im Training merkte ich von Anfang an den Unterschied. Im Tempo, im ganzen Niveau. Klar, dass ich mich daran gewöhnen muss.

Glauben Sie, dass Sie Liga zwei draufhaben?

Drauf habe ich das ganz sicher Die Frage ist nur, wie kann ich es umsetzen, wie kann ich es schnell zeigen. Das auf dem Platz zu zeigen, das ist das Entscheidende. Dass ich es draufhabe - das wissen auch die Trainer.

Leon Jensen (KSC 6) im Zweikampf mit Kevin Ikpide (Freiberg 8).
Leon Jensen (KSC 6) im Zweikampf mit Kevin Ikpide (Freiberg 8). Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Sie sind Mittelfeldspieler. Wo ist da Ihre Lieblingsposition? Trainer Christian Eichner sagte, Sie könnten zentral, aber auch auf der Außenbahn spielen.

Ich fühle mich im Zentrum am wohlsten. Egal ob auf der Sechs, der Acht oder Zehn. Aber: Wo ich spiele ist mir total egal. Wichtig ist für mich, dass ich überhaupt spiele.

Sie sagten: Zentrales Mittelfeld. Dort hat der KSC mit Gondorf, Breithaupt, Fröde, Wanitzek und Choi Qualität und Quantität. Was erwarten bei diesem riesigen Konkurrenzkampf für sich?

Ein Konkurrenzkampf ist völlig normal. In fast jedem Verein auf der Welt stehen für das zentrale Mittelfeld die meisten Spieler im Kader. Das schreckt mich nicht ab, das ist normal, das kenne ich.

Apropos kennen: Kannten Sie jemand aus dem KSC-Kader?

Marius Gersbeck aus Berlin. Jerome Gondorf ein wenig, er stand bei Werder Bremen unter Vertrag, als ich da im Drittligateam spielte.

Die Neuzugänge des KSC Fabio Kaufmann (KSC 37), Christian Eichner (KSC Trainer), Lazar Mirkovic (KSC 40) links unten Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17)
Die Neuzugänge des KSC Fabio Kaufmann (KSC 37), Christian Eichner (KSC Trainer), Lazar Mirkovic (KSC 40) links unten Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17) Bild: Carmele/TMC-Fotografie.de

Dann, weil man Sie im Badischen nicht so sehr kennt: Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Als Typ - als Spieler?

Als Typ? Berliner Schnauze, etwas frech, teils aufbrausend, ich habe Temperament, bin aber insgesamt meist relaxed. Als Spieler: Ich dribble gerne. Ich probiere eine Art Straßenkicker zu sein.

Was machen Sie, wenn Sie nicht Fußball spielen. Haben Sie zum Beispiel einen Sammeltick?

Jensen: Nein. Mein Hobby ist Fußball spielen, ansonsten mit Freunden chillen, es sich ganz einfach gut gehen lassen.

Haben Sie ein Vorbild?

Franck Ribéry. Ein Straßenfußballer. Dazu: Zidane, Iniesta.

Die Mannschaft beim Aufwärmen, in der Mitte Leon Jensen (KSC 6)
Die Mannschaft beim Aufwärmen, in der Mitte Leon Jensen (KSC 6) Bild: Carmele/TMC-Fotografie.de

Sind Sie abergläubisch?

Ja, da habe ich meine Macken, meine Rituale. Welche - das behalte ich für mich. Denn wenn ich sie verrate, wirken sie nicht mehr.

Ihre Ziele für die kommende Saison? Persönlich, mit dem Team?

Ich will so viel wie möglich spielen. Ich bin nicht nach Karlsruhe gekommen, um auf der Bank zu sitzen. Mit dem Team: Das Ergebnis der vergangenen Saison bestätigen. Die Liga ist top besetzt, das wird schwer, das ist eine große Herausforderung - aber mein Ziel.

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