Andreas Hofmann
Bild: Caro Reisenauer
Neuzugang Hofmann: "Der KSC ist ein großer Verein mit Tradition!"
Karlsruhe
12.07.2017 07:00
Andreas Hofmann bringt die Erfahrung aus 140 Zweitliga-Spielen mit in den neuen Kader des Karlsruher SC. Der 31-Jährige wechselte von Greuther Fürth in den Wildpark. Ein "Vereins-Hopper" ist Hofmann nicht - und auch in Karlsruhe hat er ein Ziel fest im Blick: einen Stammplatz im KSC-Kader.

Herr Hofmann, haben Sie sich schon etwas in Ihrer neuen Umgebung eingelebt?

Ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt. Von der Stadt habe ich noch nicht viel gesehen, ich lebe zudem noch im Hotel. Bisher waren alle Eindrücke sehr positiv. 

Sie waren einer der ersten Neuen beim KSC. Es war mutig zu unterschreiben, denn zu diesem Zeitpunkt hatte der KSC noch keinen drittligatauglichen Kader. Was hat Sie bewogen, da schon zu unterschreiben? 

Ich hatte gute Gespräche. Dann war ich überzeugt, dass die Herausforderung KSC mir gut tun würde. Man hat mir gesagt, dass man direkt wieder in die zweite Liga will – all das waren Gründe.

Waren Sie informiert darüber, wen die KSC-Bosse noch in den Wildpark locken wollen?

Nicht im einzelnen, da war auch noch nichts klar mit Spielern. Aber was man mir erzählte, das hat mein Vertrauen, dass wir eine starke Mannschaft haben werden, bestärkt. Der KSC ist ein großer Verein, mit großer Tradition, dem habe ich schon zugetraut, dass eine gute Mannschaft zusammengestellt wird.

Gibt es auffällige Unterschiede zwischen Greuther Fürth und dem KSC?

Beide Vereine sind gut aufgestellt, in beiden Clubs wird sehr professionell gearbeitet. Was die Fans angeht, da ist der KSC in einer anderen Liga. So einen Trainingsauftakt wie hier mit über 2.000 Fans, so etwas habe ich in Greuther Fürth nicht erlebt. Die Begeisterung hier ist schon sensationell. Sonst ist vieles ähnlich.

Sie haben es erwähnt. Es gibt für den KSC offiziell nur ein Ziel: den sofortigen Wiederaufstieg. Das ist doch viel Druck. Selbst für einen routinierten Profi wie Sie. Oder muss man dieses hohe Ziel so explizit erwähnen?

Wir brauchen bei diesem Kader nicht anfangen zu sagen: "Wir schauen mal wie weit es geht." Oder: "Wir wollen uns in der dritten Liga etablieren und in ein paar Jahren wieder hoch." Klar. so ist ein gewisser Druck da, aber das ist für mich mehr Herausforderung als Druck. So eine Situation, so ein klares Ziel "Aufstieg" habe ich in meiner Karriere noch nicht gehabt. Das ist aber gut und schön so. Das muss man in positive Energie umwandeln, dann ist es eine richtig schöne Aufgabe.

Sie sind hier hergekommen, um zu spielen. Ein Stammplatz ist das Ziel?

Logisch.

Trainer Meister testet noch in Sachen System. Möglich, dass er ein 4-1-4-1 spielen lässt, möglich aber auch, dass er mit einer Doppelsechs agieren lässt. Bevorzugen Sie ein System?

Wenn ich auf dem Feld stehe, wenn ich in der Startelf stehe, dann ist mir das alles wirklich total egal.

Könnten Sie es sich vorstellen, mit Kai Bülow das zentrale, defensive Mittelfeld zu besetzen? 

Definitiv. Das könnte auf jeden Fall passen. 

Einige Ihrer Kollegen erklärten, die Belastung im Trainingslager sei ziemlich hoch. Wie empfinden Sie das? Sie haben ja schon viele Trainingslager mitgemacht. 

In dieser Zeit wird immer viel trainiert. Dass man da platt ist, das ist ganz normal. Das gehört dazu.

Haben Sie sich bei ihrem Ex-Kollegen in Fürth, bei Sebastian Freis, der aus der KSC-Jugend stammt, über den KSC erkundigt?

Sicher, ich hatte und habe zu "Basti" ein gutes Verhältnis. Ich habe mir ein paar Infos eingeholt. Er hat nur positive Dinge gesagt – er hat den Club gelobt und auch die Stadt. 

Was macht Andreas Hofmann, wenn er nicht Fußball spielt?

Ich versuche so viel Zeit wie möglich mit unserem Sohn und der Familie zu verbringen. Das macht sehr viel Spaß, da kann ich vom Fußball abschalten.

Die Fragen stellte Peter Putzing

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