Kai Bülow
Kai Bülow
Bild: Caro Reisenauer
Neuer KSC-Kapitän Bülow: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen"
Karlsruhe
20.07.2017 06:00
Kaum war Kai Bülow von 1860 München zum Karlsruher SC gewechselt, wurde er prompt von Cheftrainer Marc-Patrick Meister zum Kapitän auserwählt. Der 31 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler soll ein "Leader" im Kader werden, soll das Team zum direkten Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga führen.

Herr Bülow, haben Sie erwartet, dass Sie KSC-Kapitän werden?

Erwartet habe ich nichts, aber ich freue mich riesig darüber. Mir war bekannt, dass es ein Neuzugang werden sollte, wenn es nicht "Orle" wird. Der Trainer hat mit mir geredet, das war ein sehr gutes Gespräch. Ich freue mich über das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft. 

Sie erwähnten Dirk Orlishausen, der viele Jahre Kapitän war. Haben Sie mit ihm über diese Sache geredet?

Klar, Orlishausen war jahrelang beim KSC Kapitän, er ist natürlich mein erster Ansprechpartner. Mit seiner Erfahrung im Verein, mit seiner positiven Einstellung ist er ganz wichtig für uns.

Welche Hauptaufgabe sehen Sie als KSC-Spielführer?

Eine spezielle Aufgabe habe ich mir nicht gestellt. Ich werde versuchen dazu beizutragen, dass es klappt, eine erfolgreiche Saison zu spielen. 

Erfolgreiche Saison heißt - auch ganz offiziell - Aufstieg. Ist das richtig, so offensiv ein Ziel auszugeben oder könnte das die jungen Spieler zu sehr unter Druck setzen?

Druck kann doch auch leistungsfördernd wirken. Wir wollen schauen, dass wir gut starten, dass wir die Leute mitreißen. Wir wollen versuchen, das zu erreichen, was wir uns als Ziel setzen.

Sie harmonieren im zentralen Mittelfeld prima mit Andreas Hofmann. Liegt das daran, dass Sie beide schon 31 Jahre alt sind und daher über viel Erfahrung verfügen?

Schön, dass das so wahrgenommen wird, das ist ein Kompliment. Wir kommunizieren viel auf dem Platz und wir haben beide auch das gleiche Verständnis, wie man diese Rolle im defensiven Mittelfeld auszufüllen hat. Wir interpretieren die Anforderungen auf dieser Position gleich.

Und uns ist es klar, dass da einer für den anderen arbeiten muss. Wir wissen, dass wir aufeinander angewiesen sind, dass wir immer schauen, wo der andere hin läuft. Wir haben versucht, das im Training und den Testspielen zu automatisieren. Wir sind auf einem guten Weg, es sieht ganz gut aus.

Bei der Generalprobe gegen Braunschweig lief vieles gut. Die Defensivarbeit, das Flügel- und auch das Umschaltspiel. Der Trainer sah noch Verbesserungspotential bei den Standards. Woran muss Ihrer Meinung nach noch gefeilt werden?

Es gibt überall Verbesserungspotential, wir können uns täglich verbessern. Da gibt es Kleinigkeiten, die man von außen nicht so ganz sieht. Aber das sind Interna, daran werden wir eben auch intern arbeiten.

Ist ein erfahrener Profi wie Sie vor einer Partie wie gegen Osnabrück noch nervös? Gibt es da noch das "Startfieber?"

Klar, das gehört dazu und ist ganz wichtig. Wenn man auf den Platz geht, sollte man nicht gelangweilt sein, sondern angespannt und konzentriert. Für mich wird die Partie gegen den VfL mein erstes Spiel in der 3. Liga. Darauf bin ich sehr gespannt. 

Kennen Sie das Team des VfL nicht?

Selbstverständlich habe ich mich mit der 3. Liga befasst, obwohl ich in der zweiten Bundesliga gespielt habe, von daher kenne ich natürlich den VfL Osnabrück. Ich habe zuletzt vor sechs Jahren in der zweiten Liga gegen Osnabrück gespielt. Ich weiß, dass das sehr schwere Begegnungen waren und dass der VfL vergangene Saison ganz lange um den Aufstieg mitspielte. Was uns da erwartet ist klar: viel Arbeit.

Ein Heimspiel zum Saisonauftakt. Da ist ein Sieg geradezu Pflicht, oder?

Wir werden alles dafür tun, dass wir diese drei Punkt holen. Aber: Das ist immer so, wir wollen jedes Spiel gewinnen. Aber nochmals: Es ist uns bewusst, dass das sehr schwer wird.

Die Fragen stellte Peter Putzing.

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