Fussball 2.Bundesliga, Karlsruher SC - TSV 1860 MŸnchen
Argirios Giannikis war neun Jahre lang beim KSC
Bild: fu-sportfotografie
KSC empfängt Aalen: In Giannikis' Brust "schlagen zwei Herzen"
Karlsruhe
12.03.2019 13:05
Am Mittwochabend trifft der Karlsruher SC im heimischen Wildparkstadion auf den VfR Aalen (Anpfiff 19 Uhr). Einer, der beide Vereine bestens kennt, ist Argirios Giannikis. Im Vorfeld hat sich Peter Putzing mit dem Fußballlehrer unterhalten.

Giannikis war neun Jahre im Trainerstab des KSC. Zunächst als Coach der U18, dann der U19 - dazu Bindeglied zwischen dem Nachwuchsbereich und der Profiabteilung. Danach wurde er Assistenzcoach von Markus Kauczinski bei den Profis. Alle Jobs erledigte der inzwischen 38-Jährige mit Erfolg. Als Kauczinski zum ehemaligen Bundesligisten Ingolstadt wechselte, ging der Fußballlehrer mit. 

Danach übernahm Giannikis seine erste Stelle als Cheftrainer beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen, ehe er zu Beginn der laufenden Spielrunde die Verantwortung beim Drittligisten VfR Aalen übernahm. Dort wurde er vor einigen Wochen freigestellt. Giannikis lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Kassel, während die Eltern noch immer in Karlsruhe sind.

Herr Giannikis, was macht man denn als freigestellter Trainer so den lieben langen Tag?

Man hat Zeit zu reflektieren, zu analysieren. Was ist zuletzt wie gelaufen? Was war gut - was weniger? Dann lese ich viel, schaue viel Fußball und bin im Moment intensiv dabei, Hospitationen fix zu machen. 

Haben Sie diese Trennung vom Arbeitgeber VfR Aalen verarbeitet?

Ja. 

Und wie sind Ihre Pläne?

Zunächst will ich hospitieren, Termine fixieren und dann will ich schnellstmöglich wieder arbeiten. 

Am Mittwoch wird im Wildpark die Partie zwischen zwei Ihrer Ex-Clubs angepfiffen. Der KSC empfängt den VfR Aalen. Sieht man Sie im Wildpark?

Nein. Aber ich schaue die Begegnung natürlich am Fernseher an.

KSC versus VfR Aalen Bild: Tim Carmele

Und für wen schlägt Ihr Herz?

In dieser Partie schlagen zwei Herzen in meiner Brust, beide Vereine liegen mir am Herzen, da könnte man sich ein Unentschieden wünschen. Aber: ein Unentschieden wäre für beide Teams nicht sonderlich hilfreich. 

Und wenn Sie sich entscheiden müssten?  

Dann wünsche ich dem KSC, dass er aufsteigt - und dem VfR, dass er die Klasse hält.  

Sie kennen die 3. Liga. Was bringt Sie dazu zu sagen, dass der KSC den direkten Aufstieg in die zweite Bundesliga schafft?

Das glaube ich ganz sicher. Diese Liga ist extrem ausgeglichen und da ist es besonders wichtig, was der KSC bisher schaffte: Die Mannschaft ist extrem ausgeglichen. Da gibt es kaum Auf und Abs, wie bei vielen der Konkurrenten um den Aufstieg, man denke zum Beispiel an Uerdingen. Oder an Kaiserslautern und Braunschweig, die vor der Saison als Mitfavoriten gehandelt wurden.

Wie sehen Ihre Kontakte zum KSC und auch zu Markus Kauczinski aus?

Aufgrund der großen Entfernung sieht man sich nicht zu oft. Zu Markus habe ich hin und wieder Kontakt, aber er hat genügend Stress. Ich drücke ihm die Daumen, dass er es schafft, dass er mit St. Pauli hochkommt. Beim KSC gibt's Kontakte zu Torwarttrainer Kai Rabe und Teammanager Burkhard Reich.


KSC vs. Aalen


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