Jonas Föhrenbach
KSC Training bei Frost auf dem Kunstrasen am Wildparkstadion, 1.3.2018
Bild: Tim Carmele | tmc-fotografie.de
KSC-Verteidiger Föhrenbach im Interview: "Es ist überragend, wie es läuft"
Karlsruhe
13.03.2018 14:29
Jonas Föhrenbach wurde im Laufe der Saison immer besser. "Föhre" brachte es auf 26 Startelfeinsätze beim Karlsruher SC. Als Linksverteidiger ist er absolut gesetzt. Defensiv zuverlässig - offensiv gelang ihm gegen Großaspach sein zweiter Treffer im Trikot der Badener. Mit dem 22 Jahre alten Profi, der vom SC Freiburg bis Ende der Saison ausgeliehen ist, sprach Peter Putzing.

Herr Föhrenbach, haben Sie während der Partie in Erfurt daran gedacht, dass die Superserie von 17 Spielen in Folge ohne Niederlage reißen könnte?

Ehrlich gesagt: nein. Sicher gab es ein, zwei Situationen, in denen wir zu viel zugelassen haben und unter Druck kamen, aber dass wir verlieren könnten, damit habe ich nie gerechnet.

Nach einer tollen ersten Halbzeit baute das Team nach dem Seitenwechsel ab. Gibt es dafür eine Erklärung?

Zur Pause müssen eigentlich wir deutlicher führen als nur 2:1. Dann passiert es gar nicht, dass es nochmals spannend wird. Da haben wir verpasst, den Deckel drauf zu machen. Warum wir in großen Teilen so eine zweite Halbzeit ablieferten - schwer zu erklären. Wir kamen alle immer etwas zu spät, von vorne bis hinten. Erfurt konnte ohne Druck das Spiel aufbauen, das war in der ersten Hälfte nicht der Fall. Wir haben unseren Gegner ins Spiel zurückgeholt, nachdem wir ihn richtig gut im Griff hatten. Vielleicht mussten wir der Belastung am Ende einer englischen Woche Tribut zollen.

Hat die englische Woche wirklich so viel Kraft gekostet?

Ich bin eher der Ausdauertyp und bin ganz gut durchgekommen. Das ist bei jedem ein stückweit unterschiedlich. Aber unter dem Strich ist sowas schon enorm anstrengend.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sind Sie jetzt absolut gesetzt. Kam das für erwartet?

Erhofft ja - erwarten kann man es nicht. Ich bin froh, dass es bis hierhin schon so viele Spiele sind, und sehe das als Ansporn, dass noch weitere dazukommen.

Schauen Sie auf die Tabelle und darauf wie die Konkurrenz spielt? Oder ist das uninteressant?

Ich bin total fußballbegeistert und verfolge eh alle Spiele. Natürlich sind die Ergebnisse der Konkurrenz nicht uninteressant. Doch man darf sich nicht von den Ergebnissen beeindrucken und beeinflussen lassen. Wir schauen weiter nur auf uns, wie bisher.

Endet diese Saison mit dem Aufstieg?

(lacht): Man muss es so sehen: Wir sind so schlecht gestartet, dass keiner mehr dachte, dass wir da hinkommen könnten, wo wir gerade stehen. Von daher ist es überragend, wie es läuft. Wir wollen weiter Druck nach oben machen, unsere Spiele gut gestalten und dann schauen wir was rauskommt.

Es ist Mitte März, da werden meist die Weichen für die kommende Saison gestellt. In welche Richtung ist Ihre "Weiche" geöffnet? In Richtung Freiburg? Was ist der Stand der Dinge?

Es ist alles offen. Keiner weiß, in welcher Liga der KSC in der kommenden Saison spielt, oder wo der SC Freiburg spielt. Aber: Das alles ist für mich momentan kein Thema. Ich schaue darauf, gegen Meppen zu gewinnen.

Kam der KSC schon auf Sie, beziehungsweise Ihren Berater Karl-Heinz Förster zu?

Das ist für mich als Spieler momentan nicht wichtig. Zu meinem Berater habe ich gesagt, dass er mich erst informieren soll, wenn etwas wirklich konkret ist. Ansonsten: Konzentration auf den KSC.

Hat sich der SC Freiburg schon gemeldet, Sie stehen da ja noch unter Vertrag? Gibt es da Absprachen?

Auch da gilt das Gleiche wie eben gesagt.

Bekannt ist, dass SC Trainer Christian Streich viel von Ihnen hält, Sie haben beim SC Vertrag und dann ist Freiburg ist Ihre Heimatstadt. Gibt es eine Tendenz? Was wäre Ihnen am liebsten?

Stimmt, ich komme aus Freiburg und fühle mich dort wohl. Aber: Ich fühle mich auch in Karlsruhe richtig wohl, die Teamkollegen haben mich toll aufgenommen. Abwarten und auf die kommende Partie fokussieren. Für mich ist alles offen. Schauen wir, was sich nach der Saison ergibt...

Die nächste Partie ist gegen Meppen. Da muss ohne Wenn und Aber ein Sieg her…

Also einfach so "Ohne Wenn und Aber" wird es nicht funktionieren. Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen, aber das wird wieder ein richtig hartes Stück Arbeit. Im Hinspiel mussten wir die letzte Niederlage hinnehmen, wir sind also gewarnt. Wir werden wieder Vollgas geben.

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