Jonas Föhrenbach
Jonas Föhrenbach traf gegen Preußen Münster zur KSC-Führung. Das Spiel endete 1:1
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Verteidiger Föhrenbach: "Werden alles tun, damit der Aufwärtstrend weitergeht"
Karlsruhe
26.10.2017 07:01
Beim Remis in Münster (1:1) erzielte Jonas Föhrenbach sein erstes Tor im Trikot des Karlsruher SC. Dieser Treffer war ein Beleg dafür, dass sich der vom SC Freiburg ausgeliehene Linksfuß immer besser im Team des KSC einfindet. Mit Föhrenbach sprach Peter Putzing.

Herr Föhrenbach, sind Sie, auch nach dem Tor zum 0:1 in Münster, jetzt beim SC so richtig angekommen?

Ich bin schon länger beim KSC angekommen. Ich fühle mich in der Mannschaft und in der Stadt richtig wohl…

… aber es hat einige Zeit gedauert, bis Sie das große Potenzial, das Sie haben, auch gezeigt haben…

Die ersten Spiele liefen nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, das stimmt. Aber sowohl ich, wie auch die Mannschaft, wir wurden in den letzten Spielen deutlich besser. Ich werde alles tun, dass dieser Aufwärtstrend weitergeht. Wir und auch ich sind auf einem guten Weg.

Der neue Trainer Alois Schwartz will auf der Position des Linksverteidigers einen Linksfuß – das heißt: Sie sind gesetzt. Gibt das die nötige Sicherheit?

Wer spielt, entscheidet am Ende immer der Trainer. Natürlich ist es gut, wenn man weiß, dass der Trainer auf einen setzt. Da kann man befreiter aufspielen, das ist sicher ein hilfreicher Vorteil.

Wie kann es passieren, dass man die Mannschaft aus Münster absolut beherrscht, aber nach dem Seitenwechsel total von der Rolle ist und nur unentschieden spielt?

Wir haben in der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten 45 Minuten dominiert, haben aber da versäumt, das zweite Tor zu schießen und den Deckel drauf zu machen. Das hätte verhindert, dass Münster überhaupt noch solch einen Druck aufbauen kann. Wir wurden dann hektisch, verloren die Bälle zu schnell. Münster wurde meistens nur durch unsere Fehler gefährlich.

Liegt so etwas an der Kraft? Möglicherweise an mangelnder Fitness? An der Konzentration oder an der fehlenden Qualität? Ist das Team anfangs zu hohes Tempo gegangen? Das war ja nicht der erste Einbruch in Halbzeit zwei…

Es lag auf keinen Fall am zu hohen Tempo oder an der Qualität. Es hätte eben nach dieser super ersten Halbzeit zwei oder drei zu null stehen müssen. Wir müssen es in Zukunft hinbekommen, auch bei einer 1:0-Führung die Spielkontrolle zu behalten. Daran werden wir in den Analysen und im Training ansetzen.

Haben Sie Ihren ersten KSC-Treffer gefeiert?

Ich habe mich darüber gefreut, aber es wäre mir lieber gewesen, wenn wir gewonnen hätten und ich nicht getroffen hätte.

Jetzt kommt der 1. FC Magdeburg. Ein Topteam der Liga. Der richtige Gegner, um Wiedergutmachung zu betreiben?

Das sehe ich so. Wir waren zuletzt sehr heimstark, daran wollen wir gegen Magdeburg anknüpfen. Wir wollen gegen diese Mannschaft, die richtig Qualität hat, zeigen, was wir drauf haben, wollen zeigen, wo wir mittlerweile leistungsmäßig stehen.

Glauben Sie, dass es der KSC drauf hat, den 1. FCM zu besiegen?

Das ist möglich. Wenn wir das zeigen, was wir in den letzten drei Heimspielen gezeigt haben, dann ist der Dreier für uns drin. Ich sehe in jedem Training, wie viel Qualität in der Mannschaft steckt. Wenn wir die über 90 Minuten auf den Platz bringen, dann haben wir alle Chancen, zu gewinnen. Wir haben das mittlerweile aus meiner Sicht drin, auch die führenden Mannschaften der Liga zu besiegen.

Am Mittwoch spielte Magdeburg im DFB-Pokal gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund. Beeinflusst dass das Spiel des KSC gegen Magdeburg?

Das ist nicht so wichtig. Wir schauen auf uns. Es macht für mich keinen Unterschied, ob Magdeburg im Pokal spielt oder nicht.

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