Fabian Schleusener
Fabian Schleusener
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Torjäger Schleusener: "Nächstes Heimspiel wird kein Selbstläufer"
Karlsruhe
12.11.2017 07:00
Beim 3:0-Sieg in Rostock gelang ihm zum zweiten Mal in dieser Saison ein Doppelpack. Damit war er der Hauptverantwortliche für den ersten KSC Auswärtssieg in dieser Spielrunde: Fabian Schleusener. Der 26-Jährige entwickelt sich immer mehr zum KSC Top-Torjäger. Peter Putzing hat mit ihm gesprochen.

Herr Schleusener, statistisch betrachtet erzielten Sie bisher alle 131 Minute einen Treffer. Diese Tendenz geht nach oben, auch weil Sie nach dem Kreuzbandriss immer besser in Form kommen. Rechnet man Ihre Quote hoch, dann stünden am Ende der Saison mindestens 16 Treffer auf dem Konto.

Na ja, da sollte man die Kirche im Dorf lassen. Natürlich wird man als Stürmer an Toren gemessen und natürlich will man möglichst viele Tore machen, da bin ich keine Ausnahme. Aber: Für mich geht es um den Gesamterfolg - Fußball ist Mannschaftssport. Wenn wir in Rostock gewonnen hätten, ohne dass ich ein Tor gemacht hätte - ich hätte mich genauso gefreut.

Haben Sie ein Ziel, wie viele Tore Sie in dieser Saison erzielen wollen?

Ganz im Hinterkopf, aber das möchte ich für mich behalten. Ich freue mich auf jedes Spiel und auch über jedes Tor, das ich mache.

Sie sagten nach dem Spiel in Rostock: "Die Tabelle interessiert mich nicht." Wann ist der Zeitpunkt gekommen, dass Sie die Tabelle interessiert?

Vielleicht schau' ich mal gegen Ende der Hinrunde drauf. Wenn man daran denkt, wo wir zum Anfang der Runde nach ein paar Spielen standen, und was wir uns dann von Spiel zu Spiel erarbeitet haben, dann sollten wir weiter von Spiel zu Spiel denken. Wir haben uns hinten rausgekämpft, das war wichtig. Jetzt machen wir Schritt für Schritt.

Sie sagten, das operierte Knie mache keine Probleme. Machen Sie neben dem täglichen Training, noch zusätzlich etwas für dieses Knie?

Zunächst: Die Rehaphase war sehr, sehr schweißtreibend, ich habe jeden Tag ganz lange alles für das Comeback getan, habe die Physios mehr gesehen als meine Freundin. Seither mache ich vieles zusätzlich, nicht nur für das Knie. Mir wurde klar, dass ich dranbleiben muss.

Die schwere Verletzung hat einiges verändert, auf dem Platz und daneben. Ich mache zusätzliche Stabilisationsübungen, dehne die Muskeln immer wieder, arbeite regelmäßig im Kraftraum - nicht nur für das Knie. Ich weiß, dass mein Körper viel Pflege braucht. Durch diese Verletzung wurde ich professioneller.

Gegen Zwickau im nächsten Heimspiel wäre alles andere als ein Sieg eine Überraschung.

So darf man es nicht sehen und auch nicht sagen. Und das wissen wir. Wir haben Zwickau angeschaut. Das ist eine Mannschaft, die auswärts richtig eklig auftritt. Natürlich wollen wir die drei Punkte im Wildpark behalten - aber das wird kein Selbstläufer, das wird alles andere als einfach und das ist uns bewusst.

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