David Pisot
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KSC-Neuzugang David Pisot: "Alle sind voller Elan und Vorfreude"
Karlsruhe
29.06.2017 14:25
Nach einer Deutschlandtour – Sandhausen, KSC, Stuttgart, Paderborn, Ingolstadt, Osnabrück und Würzburg - kehrt der 29 Jahre alte David Pisot in seine Geburtsstadt Karlsruhe zurück. Der vielseitige Abwehrspieler genießt es, wieder in der badischen Heimat zu sein. „Ich freue mich sehr. Von mir aus könnte es mit der Liga morgen losgehen“, so Pisot, mit dem sich Peter Putzing unterhielt.

Herr Pisot, Sie wurden in Karlsruhe geboren. Da fallen die Rückkehr und das Einleben doch nicht sehr schwer.

Es stimmt, dass ich in Karlsruhe geboren bin, aber gelebt habe ich hier nie. Ich bin in der Nähe von Heidelberg, in St. Leon-Rot, aufgewachsen und es ist schon einige Jahre her, dass ich in Karlsruhe war.

Lebt Ihre Familie in Karlsruhe?

Nein, die wohnen in Walldorf.

Aber Sie sind ein waschechter Badener?

Absolut. Hier geboren, im Badischen gelebt und in der Jugend für die badische Auswahl gespielt.

Werden Sie nach Karlsruhe ziehen? Haben Sie schon eine Wohnung gefunden?

Wir werden mit unseren Kindern nach Karlsruhe oder in die nähere Umgebung ziehen, sind aber noch auf der Suche nach einer Wohnung oder einem kleinen Haus.

Aber die Rückkehr zum KSC, zu einem Verein bei dem man bereits gespielt hat, das ist doch etwas Besonderes…

Natürlich. Ich habe den KSC immer verfolgt. Ich war immer von den Fans begeistert, und das hat sich bestätigt: Wenn man an das erste Training denkt, wie viele da gekommen sind, um uns zu unterstützen – wahnsinnig.

Nach dem Abstieg war dieser Zuspruch nicht zu erwarten.

Ich glaube, die Leute haben einen Cut gemacht. Sie sind froh, dass die Negativsaison vorbei ist. Alle dürsten nach positiven Erlebnissen. Alle sind voller Elan und Vorfreude. Alle - auch wir Spieler - wollen Erfolgserlebnisse.

Sind Sie zufrieden mit dem neuen KSC-Kader?

Absolut. Der Trainer und der sportliche Leiter haben gute Arbeit geleistet. Der erste Eindruck ist sehr gut auf mich. Jetzt sind wir, die Spieler, gefragt. Jetzt müssen wir zeigen, was wir drauf haben. Ich habe ein sehr, sehr gutes Gefühl…

.. und worauf beruht dieses Gefühl?

Auf dem was ich auf dem Platz und daneben erlebe. Gute Fußballer – gute Charaktere. Für mich ist der Kader sehr gut zusammengestellt, sportlich und auch charakterlich. Im Alters- und Erfahrungsbereich.

Der KSC ist Favorit. Nur: Das muss man auch auf dem Platz und den Ergebnisses sehen.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Favoriten, die ihrer Rolle nicht gerecht wurden. Das wird auch für uns nicht einfach, auf keinen Fall wird die kommende Saison zum Selbstläufer – auch wenn man haushoher Favorit ist.

Sie kennen die 3. Liga. Was muss man tun, um das Ziel Aufstieg zu erreichen?

Man muss diese Liga annehmen, muss den Kampf und den spielerischen Anteil richtig abwägen. Das werden wir. Und daher bin ich sicher, dass wir eine richtig gute Rolle spielen werden.

Richtig gute Rolle? Die Clubverantwortlichen reden offen vom Ziel: Direkter Wiederaufstieg.

Ich werde nie sagen: ich will aufsteigen. Ich will vorne dabei sein, gut spielen und den größtmöglichen Erfolg haben.

Der Club will unbedingt aufsteigen. Das ist doch viel Druck, oder? Können Sie den jungen Akteuren helfen?

Was heißt Druck? Für mich ist das kein Druck. Für mich ist es Freude mit dem KSC unter diesen Voraussetzungen antreten zu dürfen. Wenn man kein Favorit ist und gegen den Abstieg spielt – das ist ein Druck, den ich nicht möchte. Wir werden die Gejagten sein, die Gegner wollen uns alle ärgern, die wollen uns unser Ziel vermasseln. Das ist eine Situation, die ich toll finde. Da muss man ich beweisen, muss diese Rolle annehmen – schön. Wir werden das gut hinbekommen. All das ist Freude – kein Druck. Es ist doch schön, der Gejagte zu sein, denn der ist ja bekanntlich vorne…

Kennen Sie noch jemand aus Ihrer Zeit im Wildpark?

Aus meiner Zeit in der KSC Jugend ist niemand da. Aber einige Teamkollegen kenne ich, weil ich gegen sie gespielt habe.

Trainer Meister will zwischen der Dreier- und Viererkette situationsbedingt wechseln. Ist Ihnen das egal oder haben Sie eine taktische Vorliebe?

Pisot: Ich habe in beiden Systemen gespielt und meine Leistung gebracht. Schwierigkeiten sehe ich keine. Ich finde es gut, dass wir flexibel sein werden, dass wir auch auf den Gegner angemessen reagieren können.

Wie sehen denn Ihre Ziele aus?

Wie schon erwähnt: Zum Aufstieg sage ich nichts, auch weil man an Aussagen immer gemessen wird. Ich will vorne dabei sein - ganz vorne. Dann will ich - wie die Jahre zuvor - gesund bleiben, Erfolg haben. Ich freue mich, der Mannschaft mit meiner Erfahrung, meinen Stärken zu helfen. Zum Glück bin ich noch nie wegen einer Verletzung länger als eine Woche ausgefallen. Ich hoffe, dass das so bleiben wird.

Ihr Trainer Meister würde auf den KSC Aufstieg wetten. Sie auch?

Ich bin kein Glücksspieler - ich wette nie. Aber ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass wir vorne mitspielen, dass jemand darauf wettet.

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