Damian Roßbach
Damian Roßbach hat mit dem KSC Großes vor.
Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie
KSC-Neuzugang Damian Roßbach: "Ball flach halten und alles geben!"
Karlsruhe
10.07.2018 12:55
Damian Roßbach könnte beim Karlsruher SC Nachfolger von Jonas Föhrenbach als Linksverteidiger werden. Der 25 Jahre alte, 1,87 Meter große und vielseitige Akteur wurde von KSC-Cheftrainer Alois Schwartz in den Wildpark geholt. Die beiden arbeiteten bereits beim SV Sandhausen erfolgreich zusammen. Dort brachte es Roßbach auf 43 Einsätze in Liga zwei. Zudem absolvierte der gebürtige Frankfurter 27 Partien in der 3. Liga. Mit Roßbach sprach Peter Putzing.

Herr Roßbach, haben Sie sich schon eingelebt beim KSC?

Es sind rund zwei Wochen vorbei und es macht riesig Spaß, mit der Mannschaft und mit dem Trainer.

Ist Trainer Alois Schwartz wie er immer war? Sie kennen ihn ja schon lange.

Er ist der authentische Typ geblieben, der er auch in unserer gemeinsamen Zeit in Sandhausen war. Er ist ein ehrlicher Mann und ein guter Trainer.

Was ist anders als in Sandhausen?

Da gibt es Einiges. Das Umfeld. Das Stadion. Der Zuschauerzuspruch. Man merkt hier die Atmosphäre, auch wenn man wochentags ins leere Stadion läuft. Man spürt, dass da viele wichtige Spiele, auch in der ersten Bundesliga, ausgetragen wurden.

Sie wissen, was Alois Schwartz in einem Trainingslager einfordert. Vor diesem Hintergrund: Freuen Sie sich auf das Trainingslager – oder wären sie froh, wenn es schon vorbei wäre?

Die ersten Wochen der Vorbereitung sind die härtesten, so direkt nach der Pause. Da ist der Ball selten dabei. Das zwiebelt richtig rein. Das ist vorbei. Jetzt geht es in Richtung Liga-Auftakt. Es wird im Trainingslager sicher intensiv gearbeitet – aber es geht mehr in Richtung Feinabstimmung, und vermutlich deutlich mehr mit Ball. Ich habe mehr Freude als Respekt.

Damian Roßbach spielte zuletzt beim SV Sandhausen. Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Auf der Position des Linksverteidigers haben Sie Konkurrenz durch Marin Sverko…wer wird spielen?

Schwierige Frage! Marin, der wie ich auch in Mainz spielte, ist ein vernünftiger Bursche und hat Qualität und Potenzial, das wird ein heftiger Konkurrenzkampf – über dessen Ausgang der Trainer entscheiden muss. Prognosen sind schwierig, aber natürlich versuchen wir beide, am Ende die Nase vorn zu haben.

Wäre Innenverteidiger eine Alternative? Oder nach dem Abgang von Marcel Mehlem gar die Sechserposition?

Bei Alois Schwartz habe ich in Sandhausen in einer Saison Linksverteidiger, Innenverteidiger und auf der Sechs gespielt. Er entscheidet, aber wenn ich es mir aussuchen dürfte, wäre das defensive Mittelfeld nicht die erste Wahl.

Sie hatten einen Schädelbruch. Ist das komplett ausgeheilt oder gibt es Nachwirkungen?

Das war damals ein heftiger Zusammenprall. Bei mir ist ein drei Zentimeter großes Knochenstück rausgebrochen. Es war nicht klar, ob ich jemals wieder spielen kann. Aber die Ärzte sagten: Mit Helm geht das. Dennoch: Eine kleine Gefahr, bei den vielen Schrauben und Titanplatten, die ich im Kopf habe, ist noch da. Aber: Mit Helm ist das Risiko sehr, sehr gering.

Damian Roßbach, KSC-Neuzugang, trägt nach einer schweren Kopfverletzung einen Rugby-Helm. Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Haben Sie noch Ängste?

Nein. Mit dem Helm habe ich keine Bedenken, damit bin ich gut geschützt. Aber es ist auch klar, bei Kopfbällen hat man es etwas schwieriger. Ich kann nicht mehr so genau zielen. Die Bälle fliegen weiter, sind aber schwieriger zu platzieren.

Der Spielplan ist bekannt: Erst geht es nach Braunschweig, dann kommt Zwickau und danach geht's nach Köln? Ihre Einschätzung?

Es war zu erwarten, dass die Planer zu Beginn ein paar Knaller raushauen, Und bei denen sind wir dabei. Dass es gegen Braunschweig geht: Super, ich freue mich darauf, dort spielen zu können. Schauen wir mal, wie die so zu Beginn drauf sind. Ich rechne uns auf alle Fälle dort einiges aus. Man hat letztes Jahr gesehen, dass die Absteiger oft schwer aus den Startlöchern kommen. Wir werden uns nicht verstecken, werden alles geben, um da etwas zu holen.

Sie sagten: Wir wollen eine gute Runde spielen, oben dabei sein. Was genau heißt "Oben"? Aufstiegsränge?

Vor der Saison solche Prognosen zu erstellen ist schwierig. Ich halte es zudem für falsch zu sagen: Wir wollen und werden aufsteigen. Also gilt: Ball flach halten und alles geben.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
2 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen