Zlatan Bajramovic
Zlatan Bajramovic
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Interimscoach Bajramovic: "Wiedergutmachung" ist angesagt!
Karlsruhe
25.08.2017 06:00
Vom Assistenzcoach zum Cheftrainer: Zlatan Bajramovic leitet aktuell gemeinsam mit Christian Eichner das Profiteam des Karlsruher SC. Er erhofft sich eine Kehrtwende. Mit Bajramovic sprach Peter Putzing.

Schon als Spieler war ihm kein Weg zu weit, keine Arbeit zu viel: Zlatan Bajramovic. Daher: Rund 300 Einsätze absolvierte der Mittelfeldspieler in der ersten und zweiten Bundesliga, dazu 29 Länderspiele für Bosnien-Herzegowina. Danach startete er eine Trainerkarriere.

Jetzt wurde der bisherige Assistenzcoach des KSC nach der Entlassung von Marc-Patrick Meister zum Cheftrainer befördert. Das heißt für ihn seit vergangenem Sonntag: Arbeit rund um die Uhr für den KSC! Denn: "Nebenbei" ist er weiterhin für das U23-Talentteam des KSC verantwortlich.

Freie Tage? Fehlanzeige! Morgens und oft am Nachmittag: Training mit dem Drittligakader. Wenn der nach hause geht – geht's für ihn weiter. Am Abend: Training mit dem KSC-Talentteam. Zwölf, 14 Stunden Arbeit täglich.

Herr Bajramovic, können Sie etwas zum Personal sagen, das Sie gegen Halle aufbieten werden?

Dazu ist es zu früh. Kai Bülow zum Beispiel musste mit dem Training pausieren. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt.

Sie kritisierten das Zweikampfverhalten im Team bei der Partie in Köln.

Wenn Mannschaften vor unser Tor kommen, ohne dass wir sie berührt haben, dann hat das nichts mit Taktik zu tun, sondern damit, dass wir nicht die Zweikämpfe suchen. Wir müssen den Gegner auch einmal berühren, die Jungs müssen wie Männer in die Zweikämpfe gehen.

Beim "Kellerduell" am kommenden Samstag gegen Halle ist ein Heimsieg Pflicht.

Für uns heißt es: Wiedergutmachung! Die müssen wir nach der Pleite in Köln betreiben.

Trauen Sie es sich zu, den Job des Cheftrainers dauerhaft zu übernehmen?

Ich habe als Spieler immer von Tag zu Tag, immer an das nächste Wichtige gedacht. Das mache ich auch als Trainer so.

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