Burak Camoglu
Burak Camoglu wechselte diesen Sommer von der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund in den Wildpark. Zeigte eine starke Leistung beim Saisonauftakt.
Bild: Caro Reisenauer
KSC-Flügelflitzer Burak Camoglu: "Werden alles für den Aufstieg tun"
Karlsruhe
27.07.2017 13:36
Kaum einer im Badischen kannte Burak Camoglu, als der vom Regionalligateam der Dortmunder Borussen zum Karlsruher SC wechselte. Doch der vielseitige und enorm lauffreudige Neuzugang des KSC sicherte sich prompt einen Platz in der Startelf der Badener. Mit dem 20-Jährigen, der für Jugendnationalteams der Türkei spielte, sprach Peter Putzing.

Herr Camoglu, haben Sie damit gerechnet, dass Sie beim Saisonauftakt gegen Osnabrück in der Startelf des KSC stehen werden?

Mein Ziel war natürlich beim KSC zu spielen - und ich wusste, dass ich bei diesem Trainer meine Chance bekommen werde. Wenn ich gedacht hätte, beim ersten Spiel von Anfang an zu dabei zu sein - das wäre vermessen gewesen. Umso größer war die Freude, dass ich in der Startelf stand.

Sie begannen in der Jugend als Offensivspieler, wurden dann von Ex-BVB Chefcoach Jürgen Klopp und Marc-Patrick Meister, der damals in der BVB-Jugendtrainer war, zum Rechtsverteidiger umgeschult. Jetzt spielen Sie wieder rechts offensiv oder gar auf der Zehnerposition. Ist Ihnen die Position egal?

Als Spieler bevorzugt man schon eine feste Position. Aber ich bin flexibel, ich kann sowohl Rechtsaußen wie auch Rechtsverteidiger spielen. Ich kann auf der kompletten Bahn spielen. Da sehe ich kein Problem. Ich kann auch auf der Zehnerposition zum Einsatz kommen. Ich mache das, wovon der Trainer glaubt, dass es für das Team am Besten ist. 

Wie groß war der Anteil von Trainer Marc-Patrick Meister an Ihrem Wechsel zum KSC?

Das war Schlüsselpunkt. Ich wollte einen Trainer, dem ich vertrauen konnte, bei dem ich weiß, dass ich Spiele bekomme, wenn ich mich anbiete. Mit Marc-Patrick Meister hat es beim BVB gut geklappt, ich denke es wird auch beim KSC gut klappen. Meister ist ein super Trainer.

Das Team agierte gegen Osnabrück anfangs sehr nervös. Ihnen merkte man nichts an.

Das erste Spiel ist immer etwas Besonderes. Ich kenne die 3. Liga und ich war dennoch auch aufgeregt. Ich konnte es etwas verstecken, habe versucht es zu vergessen. Vor dem Spiel war es aber schon heftig…

Das 2:2 gegen Osnabrück war ein Stolperstart. Was muss sich in Unterhaching ändern, um den ersten Dreier zu machen?

Wir müssen so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen den VfL. Wenn wir so auftreten, dann sind wir in dieser Liga schwer zu schlagen, Wir müssen aggressiv sein, immer wieder das Spiel verlagern und dabei ruhig bleiben – unser Spiel durchziehen.

Werden Sie in Haching auf der Zehnerpositon auflaufen?

Egal, der Trainer entscheidet. Ich versuche mein Bestes. Wo sind die Unterschiede BVB - KSC? Sie durften dort ja hin und wieder bei den BVB Profis mittrainieren. Camoglu: Borussia Dortmund ist ein Weltverein. Aber: Beide Clubs sind Traditionsvereine. Die Bedingungen, zum Beispiel in Sachen Trainingsplätze, sind beim BVB etwas besser. Aber: Auch hier ist es gut, auch hier sind die Voraussetzungen, Erfolg zu haben, absolut vorhanden.

Was macht Burak Camoglu privat?

Fußball steht im Zentrum meines Lebens. Privat will ich zunächst einmal meine Wohnung in Ordnung bringen, aufräumen, richtig einziehen. Also: erst einmal die Wohnung fertig bekommen, dann etwas rausgehen, ins Kino, die Stadt kennen lernen.

Fehlen Ihnen die Familie, die Freunde?

Absolut. Ich bin ein familiärer Mensch. Meine Familie, meine Freunde lassen mich nie alleine, sind so oft es geht in Karlsruhe. Ich versuche aber, obwohl ich erst 20 Jahre alt bin, selbständig zu werden.

Haben Sie ein Vorbild?

Ich habe viele Vorbilder, nicht nur eines. Manche auf dem Platz, was das Verhalten dort angeht, manche daneben. Zum Beispiel ein Ronaldo, Messi oder Neymar.

Haben Sie schon einen richtig guten Kumpel im Kader gefunden?

Ich war im Trainingslager mit Florent Muslija in einem Zimmer. Ich verstehe mich mit allen gut, aber mit Florent im Moment am besten.

Schafft der KSC den Aufstieg?

Wir geben alles, ich glaube daran, dass wir am Ende unter den ersten drei Teams der Liga landen werden.


Die Fragen stellte Peter Putzig.

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