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KSC-Coach Schwartz: "Zu viele Phasen, zu viele Schwankungen"
Karlsruhe
05.10.2017 07:00
Die Bilanz von Alois Schwartz ist auch nach dieser bitteren 0:2 Niederlage noch in Ordnung. In den fünf Spielen unter seiner Regie als Cheftrainer gewann der Karlsruher SC sieben Punkte, errang zwei Siege und ein Remis. Allerdings konnte auch Schwartz den Auswärtsbann der Badener nicht brechen.

Herr Schwartz, nach der Niederlage in Meppen sagten Sie: "Die Gastgeber haben mehr investiert. Die wollten die Zweikämpfe gewinnen." Das ist doch ein Offenbarungseid für Ihre Mannschaft...

Das kann man nicht so allgemein sagen. Aber das war eben in diesem einem Spiel so zu sehen und warum soll man dann da den Mantel des Schweigens darüberlegen.

Aber so eine Einstellung ist doch völlig unverständlich. 

Ich habe nicht gedacht, dass man nach den vier ordentlichen Spielen zuvor wieder so zurückfällt. Wir haben in Meppen nicht gut ins Spiel gefunden, dann wurde es besser. Nach einem Ballverlust bekommen wir aus heiterem Himmel das Tor, dann war es wie abgerissen. Wir hatten insgesamt zu viele unterschiedliche Phasen, zu viele Schwankungen.

In den anderen Partien unter Ihrer Regie zeigte das Team defensive Stabilität. Die war in Meppen nicht so konsequent vorhanden. Woran lag das?

Das stimmt so nicht. Wir haben es bis zur Halbzeit hinbekommen, ohne Gegentreffer zu bleiben, ließen den Meppenern nur eine richtige Chance. Wir ließen wenig zu, waren dennoch insgesamt nicht so kompakt, so griffig wie in den Spielen zuvor.

Mit diesem Kader, dem viele ältere Spieler angehören und in dem einige langsame Spieler stehen, der zudem wenig taktische Varianten zulässt, geht es doch nur noch um den Klassenerhalt, oder?

Ich habe in den letzten Wochen einige positive Dinge gesehen. Aber ich bin jetzt gerade einmal vier Wochen beim KSC. Da ist es noch viel zu früh, um ein generelles Urteil zu fällen. Für mich zählt es, täglich die Stärken auszubauen und an den Defiziten zu arbeiten.

Sie haben Marco Thiede verpflichtet. Was erhoffen Sie sich durch dessen Verpflichtung?

Mehr Flexibilität haben und dass uns seine Art Fußball spielen hilft, noch etwas mehr Leben in unser Spiel zu bekommen. Er ist ein charakterstarker Spieler, der zu uns passt. Er kann vielseitig zum Einsatz kommen.

In Sandhausen spielte er meist über die rechte Seite, da ist der KSC gut besetzt.

Nicht ganz richtig, bei mir kam er auch auf der linken Bahn zum Zug und hat auch da überzeugt.

Planen Sie in der Winterpause weitere Neuzugänge, um die Qualität im Kader zu heben?

Da müssen wir schauen. Wir werden uns in den kommenden Wochen zusammensetzen und analysieren: Wie ist der Kader? Was kann man verändern, was kann man besser machen?     

Woran werden Sie speziell in der Länderspielpause arbeiten? 

An der Physis. Jetzt kommt der Herbst, der Winter mit den schweren, tiefen Böden, da müssen wir Kraft haben. Auch gegen Ende einer Partie, sonst gibt es da Probleme.   

Ist am länderspielfreien Wochenende ein Testspiel geplant? 

Nein, und zwar ganz bewusst nicht. Durch das Spiel im Badischen Pokal haben wir erneut eine englische Woche. Ich will lieber im Training an Automatismen und - wie schon gesagt – an der Physis arbeiten.

Die Fragen stellte Peter Putzing. 

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