Fans des KSC trafen sich am Sonntag auf dem Messplatz um Sachspenden zu verladen und nach Nordrhein-Westfalen zu schicken.
Bild: Thomas Riedel
"Wenn wirklich etwas passiert, sind wir als Erstes zur Stelle": Diese KSC-Fans liefern Sachspenden an Hochwasser-Opfer
Karlsruhe
20.07.2021 20:22
Sportsgeist verbindet, sagt man - besonders in schweren Zeiten. Als Reaktion auf den Hilferuf eines im aktuellen Hochwasser-Krisengebiet lebenden Fans des Karlsruher SC starteten einige weitere Anhänger der Blau-Weißen eine große Spendenaktion auf dem Karlsruher Messplatz.

Ein KSC-Fan aus Blankenheim (Nordrhein-Westfalen) sei es gewesen, dessen Hilferuf die Karlsruher Fanszene mobilisierte. Als seine Heimatstadt vom Hochwasser überschwemmt war, habe er bei den Vereinsfans um Unterstützung gebeten. Ein Hilferuf, der auf sofortige Resonanz getroffen sei. "Vieles davon ging über die Hooligans", sagt Mitorganisator Achim Zipfel gegenüber ka-news.de. "Wenn wirklich etwas passiert, sind wir die Ersten, die in die Bresche springen."

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Nach einem großen Aufruf per Facebook und Mundpropaganda Sachspenden für die Flutopfer zu sammeln, sei bald eine Vielzahl von hilfswilligen Fans aufgeschlagen. Und zwar deutlich mehr als ursprünglich geplant.

13 Fahrzeuge fahren in Krisengebiete

"Als wir gemerkt haben, dass die Aktion komplett aus dem Ruder läuft, wurde uns klar, dass wir mehr Fahrzeuge brauchen", sagt Zipfel. "Wir haben also mit dem Malteserbund, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund und der Firma Nock insgesamt 13 Vehikel organisiert."

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Diese seien am Sonntag, 18. Juli, voll beladen worden und am darauffolgenden Tag im Konvoi nach NRW aufgebrochen, um die Sachspenden abzuliefern. "Möbel, Trinkwasser, Lebensmittel und Kleidung waren unsere Haupt-Transportgüter."

Sogar VfB-Fans spenden

Güter, die nicht nur von den Einwohnern der Fächerstadt zusammengetragen wurden. Auch viele Helfer aus anderen Bezirken, sowie Fans anderer Vereine hätten sich an der Spendenaktion beteiligt.

"Einige Anhänger des VfB Stuttgart sind unserem Aufruf auch gefolgt und haben einiges an Geld nach Blankenheim und an uns geschickt, damit wir noch einige Lebensmittel liefern können." Dies alles sei innerhalb weniger Stunden alleine durch die Kontakte der Fans untereinander auf die Beine gestellt worden.

"Man hört zwar immer von den bösen Hooligans, aber wir halten zusammen, egal welchem Verein und welcher Farbe man angehört", sagt Zipfel. Einander in Krisenzeiten zu helfen, sei für ihn Ehrensache.


Spenden-Aktion der KSC-Fans


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