Philipp Hofmann (KSC 33) und Fabian Schleusener (KSC 24) schossen den KSC gegen Aue zum Sieg.
Philipp Hofmann (KSC 33) und Fabian Schleusener (KSC 24) schossen den KSC gegen Aue zum Sieg.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Traumtor nach Einwechslung: Stürmt das KSC-Duo Hofmann und Schleusener bald gemeinsam?
Karlsruhe
20.10.2021 06:00
Der Arbeitstag von Fabian Schleusener begann verspätet, aber dennoch recht früh. Gegen Erzgebirge Aue wurde der Stürmer des Karlsruher SC bereits in der 40. Minute eingewechselt, um direkt nach Wiederanpfiff die Badener mit einer Sahneaktion in Führung zu schießen. Auch nach seinem Tor war "Schleuse" ein ständiger Unruheherd, wie Peter Putzing im KSC-Spotlight feststellt.

Etwas mehr als zwei Stunden vor dem Anpfiff der Partie des KSC gegen Erzgebirge Aue holte ein relaxter Fabian Schleusener in einer Karlsruher Tankstelle die dort hinterlegten Tickets für seine Familie ab. Um danach, nachdem er Fans bereitwillig Autogramme gegeben hatte, mit Teamkollegen Marco Thiede in Richtung Baustelle Wildparkstadion zu fahren.

Mit rechts vorgelegt, mit links abgeschlossen

Dort hatte "Schleuse" nach seiner frühen Einwechslung in Minute 40 seinen großen Auftritt. Das 1:0 vom 29-Jährigen war der Dosenöffner zum zweiten Heimsieg der Saison. "Schleuse" demonstrierte tolle Technik: Ballannahme, Drehung, Schuss - alles aus einem Guss. Es war sein zweiter Saisontreffer, jeweils erzielt nach einer Einwechslung. Zudem bereitete er in dieser Spielrunde ein Tor vor.

Der Moment der Wahrheit: Fabian Schleusener zieht ab und trifft zum 1:0.
Der Moment der Wahrheit: Fabian Schleusener zieht ab und trifft zum 1:0. Bild: Mia

Schleusener war nach seiner Einwechslung gegen Aue ein ständiger Unruheherd, erzielte nach der technisch feinen Leistung die Führung, war laufstark und agierte in Unterzahl clever, hielt den Ball, holte Freistöße heraus. Auffallend: immer wieder wechselnde, clevere Aktionen, um Zeit zu gewinnen.

Mal spurtete er allein in Richtung Gästegehäuse, dann zog er ein Foul oder provozierte einen Einwurf für den KSC. Dass Trainer Christian Eichner schon vor der Halbzeit taktisch mutig reagierte und Schleusener als zweite Spitze brachte, um Alleinunterhalter Hofmann zu entlasten, damit hatte "Schleuse" nicht gerechnet. "Ich war überrascht, dass ich zu diesem Zeitpunkt reinkam. Aber: Dann muss man da sein. Es hätte ja fast schon vor der Halbzeit mit einem Kopfball geklappt", so der Angreifer.

Durch seine Einwechslung hatten die KSC Mittelfeldspieler offensiv mehr Anspielstationen. "Es war ein Signal ans Team, dass wir so offensiv gewechselt haben." Man wollte so "etwas mehr den Fokus weg von Hoffi bekommen", erklärte Eichner seine Entscheidung. Schleusener habe sich das verdient.

"Immer an der ersten Elf gekratzt"

"Er hat in den letzten Wochen immer an der ersten Elf gekratzt. Gegen Aue war er fleißig, hat sich mit Hoffi gut verstanden, fußballerisch war dieses Duo gut." Hofmann hielt sich in Sachen einer zukünftig möglichen Doppelspitze bedeckt.

Erlösung: Schleusener bejubelt seinen Führungstreffer.
Erlösung: Schleusener bejubelt seinen Führungstreffer. Bild: Mia

"Wir haben auch mit einer Spitze schon gute Spiele gemacht. Es ist immer schwierig zu sagen, dass das System falsch ist. Aber natürlich hat man so mehr Optionen vorne drin. Ich habe dann auch mal mehr Räume oder Fabi natürlich auch. Deswegen bringt uns das dann viele Möglichkeiten, vor allem auch im Umschaltspiel. Gegen Aue hat das super funktioniert. Kompliment an Fabi, ich gönne ihm das Tor sehr."

Gegen Düsseldorf dann von Beginn an?

Schleusener verriet, dass sich das Team in der Halbzeit vorgenommen hatte, mutiger zu sein. "Es war perfekt, dass uns dann dieses schnelle Tor gelang." Beim Blick nach vorne, in Richtung der Partie bei Fortuna Düsseldorf, gibt er sich diplomatisch.

"Ich habe während der Woche vor dem Spiel gegen Aue im Training ganz gut getroffen. Vielleicht hat mich der Trainer auch daher so früh gebracht. Jetzt habe ich im Spiel getroffen. Ich bin gespannt, was er nächstes Wochenende machen wird."

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