Fast zwei Jahrzehnte spielte Marcel Mehlem für den KSC.
Fast zwei Jahrzehnte spielte Marcel Mehlem für den KSC.
Bild: Caro Reisenauer
Transfergeflüster: Ex-KSC-Profi Marcel Mehlem kommt zurück in die zweite Liga
Karlsruhe/Paderborn
10.06.2021 12:21
Nach 17 Jahren im blau-weißen Trikot wechselte Marcel Mehlem 2018 nach Belgien. Nun dürfen ihn die KSC-Fans wieder öfter spielen sehen: Der 26-jährige Mittelfeldmann soll einen Dreijahresvertrag beim SC Paderborn unterschrieben haben.

Mit Royale Union Saint Gilloise stieg Marcel Mehlem vor ein paar Monaten in Belgiens erste Liga auf. Der Club zog die Option auf eine Vertragsverlängerung nicht. Aufgrund fehlender Einnahmen durch die Corona-Pandemie war ein heftiger Sparkurs angesagt. Das war allerdings alles andere als ein Nachteil für den zentralen Mittelfeldspieler, denn "Cello", wie ihn alle in der Familie nennen, konnte ablösefrei wechseln.

Dreijahresvertrag in Paderborn unterschrieben

Jetzt kehrt die einstige "KSC-Kampfmaschine" in die zweite Bundesliga zurück: Nach ka-news.de-Informationen signierte der 26-Jährige beim SC Paderborn einen Dreijahresvertrag. An den SCP hat er gute Erinnerungen: Am 24. November 2017 erzielte er dort beim 2:0-Auswärtssieg des KSC seinen ersten Treffer im Profifußball.

Marcel Mehlem
Marcel Mehlem Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Seine Stärken spiegeln sich in seinem Spitznamen wider, den ihm die Ex-Teamkollegen beim KSC verpassten: "Braveheart!" So hießt auch Gennaro Gattuso - der knallharte italienische Ex-Nationalspieler. "Ich liebe Zweikämpfe - so wie Gattuso", sagt Mehlem.

Er geht keinem Duell aus dem Weg, bekennt: "Die Drecksarbeit im Mittelfeld mache ich richtig gerne!" Für den KSC, bei dem er ausgebildet wurde, absolvierte Mehlem, dessen Bruder Marvin beim SV Darmstadt unter Vertrag steht, 31 Spiele, in Belgien waren es 68. Dort erwischte ihn eine heftige Corona-Infektion: "Ich war wochenlang außer Gefecht. Jetzt ist wieder alles ok."

In Paderborn warten einige Karlsruher Bekannte

Beim SCP trifft der laufstarke Mehlem auf einen alten Bekannten: Lukas Kwasniok, den neuen Cheftrainer. Die beiden arbeiteten schon beim KSC, sowohl in der Jugend wie auch kurz bei den Profis, zusammen.

Karlsruhes Trainer Lukas Kwasniok geht über das Spielfeld.
Lukas Kwasniok Bild: Uwe Anspach (dpa)

Dass Mehlem zudem den neuen SCP-Assistenztrainer Frank Fröhling, einen gebürtigen Karlsruher, seit vielen Jahren kennt, war wohl ein weiterer Grund, dass er sich für den Wechsel nach Westfalen entschied.

Marcel Mehlem (l.) und Kai Bülow. Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Mehlem hatte etliche Anfragen aus der 2. Bundesliga. Von Nürnberg über Sandhausen bis hin zu Aufsteiger Ingolstadt. Zuletzt soll sich der Hamburger SV gemeldet haben. Dort ist Tim Walter Chefcoach - und der trainierte die Mehlem-Brüder einst in der KSC-Jugend. Allerdings kam dieses Interesse zu spät, "Braveheart" stand schon in Paderborn im Wort.

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