Christoph Kobald (KSC 22) jubelt zu seinem Tortreffer.
Christoph Kobald (KSC 22) jubelt zu seinem Tortreffer.
Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie
Training auch im Sommerurlaub: KSC-Profi Christoph Kobald "will alles daransetzen, Stammspieler zu werden"
Karlsruhe
01.08.2020 06:00
Nach dem verdienten Klassenerhalt erst einmal Füße hochlegen und entspannen? Nicht bei Christoph Kobald! Der 22-jährige KSC-Profi verbringt seinen Sommerurlaub zu Hause in Österreich - aber da wird schon wieder fleißig trainiert, denn: Er will bereit sein für die neue Saison - und für seine Aufgabe als (hoffentlicher) Stammspieler.

Dass KSC-Profi Christoph Kobald in seiner Heimatstadt Wien den Urlaub verbringt, ist nicht überraschend. Es zieht ihn in der fußballlosen Zeit zur Familie. "Ich verbringe viel der Zeit mit der Familie und Freunden."

Jetzt schon fit für die neue Saison

Doch was der KSC-Abwehrspieler in der restlichen Zeit im geliebten Wien macht, ist bei Fußballprofis im Urlaub eher nicht die Norm: Er trainiert täglich. "Ich halte mich fit, um bereit zu sein, wenn es für die neue Saison wieder losgeht. Ich laufe viel. Aber ich habe hier in Wien gute Kontakte, arbeite hier auch mit Trainern, die ich lange kenne."

Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball. Bild: Tim Carmele

Da vieles daraufhin deutet, dass er kommende Saison zur Stammkraft wird, ist selbst im Urlaub sein enormer Ehrgeiz angestachelt. "Ich werde alles daransetzen, dass das so sein wird. Ich versuche alles", verspricht "Kobi".

Geduld und Fleiß lohnten sich für ihn: Fast zwei Jahre musste er diese Tugenden zeigen, ehe ihm beim KSC der Durchbruch, hin zum Stammspieler, gelang.

Kobald steht in der ersten Reihe

Im Aufstiegsjahr brachte es der Österreicher in Liga drei auf 13 Einsätze, fünf davon über die komplette Spielzeit. Dabei erzielte er ein Tor und bereitete einen Treffer vor. Vergangene Saison waren es in der 2. Bundesliga schon 18 Spiele, die der Defensivakteur absolvierte. Insgesamt kam er auf 1.038 Einsatzminuten.

Christoph Kobald (KSC 22) im Zweikampf mit Fabian Klos (Bielefeld 9) Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Er stand fast zwei Jahre hinten an, kam an der Stammverteidigung Gordon/Pisot nicht vorbei. Jetzt steht er in der ersten Reihe, will nicht mehr zurücktreten. In der Spielrunde 2020/2021 stehen für den 22-Jährigen die Chancen auf einen Stammplatz in der Innenverteidigung der Badener richtig gut.

"Ich bin sicher, dass der KSC an Kobi noch viel Freude hat"

Trainer Christian Eichner lobt den 1,86 Meter großen und 81 Kilogramm schweren Abwehrrecken. "Kobi ist auf dem Weg ein Innenverteidiger der modernen Prägung zu werden. Er ist schnell, zweikampfstark und hat ein sehr gutes Aufbauspiel", so Eichner, der ergänzt: "Er will sich weiterentwickeln, will besser werden. Ich bin sicher, dass der KSC an Kobi noch viel Freude hat." Den Blondschopf freut solch ein Zeugnis. "So etwas hört man gern, richtig gern. Darauf werde ich sicher aufbauen."

Schuss durch Christoph Kobald (KSC 22) Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die abgelaufene Spielrunde war für ihn allerdings eine "komische Saison". Anfangs hatte er Probleme, wurde dann Stammkraft. Dann war nach einer Gelb-Sperre der Startelfplatz wieder einige Zeit weg. Denn: Kapitän David Pisot spielte gut, Eichner setzte Kobald auf die Bank. "Kobi" musste zwar heftig schlucken, blieb aber nach außen ruhig. Innen brodelte es bei dem Österreicher.

"Muss auf dem Platz erwachsener werden"

Insgesamt aber ist er mit dem Saisonverlauf zufrieden. "Der Anfang war nicht so meins. Aber mit der Zeit, anfangs auf der Sechserposition und dann auf meiner Position in der Innenverteidigung, lief es immer besser." Dass es für das Team in Sachen Klassenerhalt bis zum Schluss sehr eng war, hat er abgehakt. "Am Saisonende hat Fußball wieder einmal Geschichte geschrieben."

Christoph Kobald (KSC 22) jubelt zu seinem Tortreffer. Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Er steht auch zu seinen Schwächen: "Ich muss auf dem Platz erwachsener werden, muss mich überall verbessern. Aber: Durch die Spiele, die ich absolviert habe und absolvieren werde, werde ich besser." Ein Ausblick auf die kommende Saison fällt ihm nicht leicht. "Das ist schwer zu sagen. Am Ende ein Platz besser sein als in der abgelaufenen Spielrunde und den Klassenerhalt schon ein paar Spieltage früher gesichert zu haben. Das wär gut."

"Immer schön, einen Ösi in der Mannschaft zu haben"

Eines allerdings bedauert er: Vom "Ösis-Quartett" fehlt beim KSC zukünftig ein Duo. Mario Schragl und Lukas Grozurek haben den Wildpark verlassen. "Sehr schade. Vor allem mit Grozurek habe ich gemeinsame Unternehmungen gestartet. Wir haben uns sehr gut verstanden, sind sehr gut befreundet. Da ich öfters in Wien bin, werden wir uns sicher treffen. Wir bleiben in Kontakt", sagt Kobald.

Christoph Kobald (KSC 22) im Kopfballspiel. Bild: Carmele|TMC Fotografie

"Im Profifußball ist es nun leider so, dass man sich immer wieder von Freunden trennen muss." Über die Verpflichtung von Keeper Markus Kuster aus Mattersburg freut er sich besonders. "Leider kenne ich ihn nicht persönlich, aber es ist immer schön, einen Ösi in der Mannschaft zu haben", sagt er schmunzelnd.

Ziel: Erste Bundesliga

Das Motto der Zukunft: Volle Konzentration auf das Team und sich - auch, weil er große Ziele hat. "Kobi" hat die Erste Bundesliga im Visier, traut sich das mittelfristig zu. "Wenn man im Fernseher sieht, was da abgeht, will man da hin. Die Bundesliga hat doch jeder, der professionell Fußball spielt, im Visier."

Christoph Kobald (KSC 22) Bild: Carmele|TMC Fotografie

Weniger zuversichtlich ist er in Sachen österreichische Nationalelf: "Das ist ein bisschen zu weit. Zudem hat Österreich super Innenverteidiger. Da müsste ich mich sehr gut weiterentwickeln. Ich arbeite - dann kommt der Rest irgendwie von alleine."

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