Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Training
Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Training
Bild: Carmele|TMC-Fotografie
Spielt er gut, spielt auch der KSC gut: "Kyoung-Rok Choi kann immer ein Spiel entscheiden"
Karlsruhe
05.10.2021 06:00
Der Koreaner Kyoung-Rok Choi hatte in Regensburg eine etwas andere Rolle als in den Wochen zuvor: Der Mann aus Seoul, der Hauptstadt Südkoreas, agierte zentral im Mittelfeld und dort sehr offensiv - und sehr erfolgreich. So erfolgreich, dass es sofort auffällt, wenn er einmal einen Gang zurückschaltet.

Der 1,76 Meter große Profi spielte eine Art "Zehner": Bei Ballbesitz der Gastgeber attackierte er - gemeinsam mit Philipp Hofmann - deren letzte Linie, verhinderteso zumindest in Halbzeit eins meist einen kontrollierten Spielaufbau der Domstädter.

"Choi kann immer ein Spiel entscheiden"

"Ich habe Kyoung zu 'Hoffi' gestellt, damit der einen Spieler zur Seite hat", so Trainer Christian Eichner, der große Stücke auf die kreativen Fähigkeiten von Choi hält. Eichner gab Choi grünes Licht, derart offensiv zu spielen, befreite ihn zum Teil von Defensivaufgaben.

"Choi kann immer ein Spiel entscheiden, mit Toren oder seinen Pässen", so der KSC-Coach. Der Offensivspieler präsentierte sich in Halbzeit eins lauf- und kampfstark, ballsicher und kreativ. Beeindruckend auch: die Passsicherheit von Choi.

Tor zum 2:0 durch Kyoung-Rok Choi (KSC 11), Jubelt zum Treffer zu den Zuschauern.
Tor zum 2:0 durch Kyoung-Rok Choi (KSC 11), Jubelt zum Treffer zu den Zuschauern. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Er brachte es auf eine Passquote von respektablen 87 Prozent - und das, obwohl mehr als die Hälfte seiner Zuspiele ihren Adressaten vorne, in der Offensive, hatten. Stark auch, für einen zentralen offensiven Mittelfeldspieler, die Zweikampfquote von 55 Prozent.

Spielt Kyoung gut, spielt der KSC gut

Der tolle Techniker spielte mutig, mit Risiko und lenkte das Spiel des KSC in der Offensive. Nach dem Seitenwechsel tauchte er allerdings etwas unter - und dem KSC ging auch dadurch die Dominanz verloren. Nicht, dass er an einem Gegentreffer schuldig war, aber es fehlte somit die Entlastung, es fehlten die Überraschungsmomente.

Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Duell mit Jerome Gondorf (KSC 8)
Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Duell mit Jerome Gondorf (KSC 8) Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Nach 72 Minuten eine tolle Aktion: Nach einem Solo kam Choi rund 15 Meter vor dem Gehäuse der Gastgeber frei zum Schuss, hätte die erneute Führung erzielen können - aber der 26-Jährige verzog, traf das Tor nicht. Irgendwie scheint allerdings die Formel zu stimmen: Spielt Choi gut - ist der KSC gut. Lässt Choi nach - merkt man das auch der Eichner-Elf an.

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