Fabian Schleusener im Interview nach dem Spiel gegen Freiberg.
Fabian Schleusener im Interview nach dem Spiel gegen Freiberg.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
So verrückt lief der KSC-Wechsel von Fabian Schleusener: "Ich hatte nur 15 Minuten Zeit"
Karlsruhe
28.06.2021 15:48
Dass der Profifußball ein schnelllebiges Geschäft ist, ist hinlänglich bekannt. Der Wechsel von Fabian Schleusener zum Karlsruher SC zeigt dies par excellence. Ohne die neuen Kollegen auch nur eine Minute gesehen zu haben, stand Schleusener in der Startelf gegen Freiberg. Zuvor hatte der Angreifer einen Freitag hinter sich, der wohl auch den abgebrühtesten Profi ins Schwitzen gebracht hätte.

Fabian Schleusener ist nach drei Jahren zurück in Karlsruhe. Am vergangenen Freitagabend unterschrieb der Angreifer beim KSC einen Vertrag bis 2023. Der Wechsel zeigt perfekt, wie schnell sich im Fußball die Dinge entwickeln können, wie Schleusener selbst erklärt.

Ankunft, Unterschrift, Hotel, Spiel

"Gestern bin  ich um 17.15 Uhr hier angekommen", sagt der Neuzugang nach dem ersten Testspiel gegen Freiberg am Samstag. Was folgte, waren die Unterschrift, die ersten Bilder für den neuen Arbeitgeber und eine Nacht in einem Hotel. 

Fabian Schleusener (KSC 24) beim Aufwärmen vor dem Testspiel.
Fabian Schleusener (KSC 24) beim Aufwärmen vor dem Testspiel. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Doch für Christian Eichner spielte die nicht vorhandene Eingewöhnungszeit keine Rolle. Der Cheftrainer beorderte den 29-Jährigen nur wenige Stunden nach seiner Ankunft in der Fächerstadt in die Startelf. 

"Es war schon ein stressiger Tag", so Schleusener weiter. "Ich war in Nürnberg beim Training, habe dann aber gar nicht mehr mit trainiert und hatte nur 15 Minuten Zeit, um die wichtigsten Sachen zu packen und mich auf dem Weg nach Karlsruhe zu machen", berichtet er über seinen Freitag. Er müsse den nächsten freien Tag nutzen, um noch ein paar Sachen nach Karlsruhe zu bringen, erklärt der Angreifer grinsend nach dem ersten Test. 

Keine Zeit mit den neuen Kollegen

Hinzu kommt: Die Spielvorbereitung und die erste Halbzeit gegen den Oberligisten aus Freiberg waren die ersten Minuten mit den neuen Kollegen. "Ich freue mich jetzt auf die ersten Einheiten mit den Jungs, ich hatte bisher ja noch keine", meint der ehemalige Freiburger. 

Fabian Schleusener (KSC 24)
Fabian Schleusener (KSC 24) Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auswirkung auf seine Performance hatten der hektische Freitag und die kurze Zeit mit der Mannschaft aber keine. In den ersten 45 Minuten war der gebürtige Freiburger ein Aktivposten und hatte zwei gute Chancen. Trainer Eichner war zufrieden mit der Vorstellung Schleuseners. 

"Habe vieles gesehen"

"Ich habe vieles von dem gesehen, was ich mir von ihm erhoffe, er ist viel unterwegs, kennt den Klub und kennt mich. Er ist ein Mittelding aus Malik und Philipp", so Eichner. 

Fabian Schleusener (KSC 24) am Ball im Angriff.
Fabian Schleusener (KSC 24) am Ball im Angriff. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der Neuzugang ergänzt: "Ich kann mir gut vorstellen, mit 'Hoffi' zusammen zu spielen und freue mich jetzt einfach auf die neuen Aufgaben." Generell würde Schleusener gerne an seine erfolgreiche erste KSC-Zeit anknüpfen. 

"Ich habe eine Erwartungshaltung an mich selbst und möchte an vergangene Leistung anknüpfen und vielleicht sogar einen draufsetzen." In der Drittliga-Saison 2017/18 erzielte der Angreifer wettbewerbsübergreifend 21 Tore und lieferte sechs Vorlagen. 

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