Marvin Wanitzek (KSC 10) im Angriff.
Marvin Wanitzek (KSC 10) im Angriff.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Mehr als nur ein Traumtor: Wie Marvin Wanitzek den KSC zum Sieg auf Schalke führte
Karlsruhe
20.09.2021 16:43
Mit seinem Tor auf Schalke bewarb sich KSC-Mittelfeldmann Marvin Wanitzek nachhaltig für das "Tor des Monats." Doch der Co-Kapitän glänzte nicht nur aufgrund seines Traumtores. Er war auch als Laufmaschine und Zweikämpfer jederzeit präsent, wie Peter Putzing im KSC-Spotlight feststellt.

Kapitän Jerome Gondorf hat einen Muskelfaserriss. Daher übernahm Marvin Wanitzek beim Spiel auf Schalke die Binde. Nicht nur das: Der Mittelfeldmann erledigte auch andere Teile des Jobs von "Jego." Er ging voran, grätschte, dirigierte und zeigte enormen Siegeswillen. Er war – "Man of the match."

Mit 101 km/h ins Glück

Mit seiner großartigen Schusstechnik entschied er die Partie des KSC bei den Königsblauen in der 88. Minute. Da hämmerte er die Kugel mit seinem rechten Fuß, mit 101 km/h, ins obere linke Toreck. Der KSC gewann durch dieses tolle Tor. Zwei Torschüssen feuerte er ab - einer zappelte im Netz.

Die Karlsruher Spieler jubeln nach dem Tor zur 1:0-Führung beim FC Schalke.
Die Karlsruher Spieler jubeln nach dem Tor zur 1:0-Führung beim FC Schalke. Bild: Marcel Kusch/dpa

Seine Laufleistung war mit fast zwölf abgespulten Kilometern wie immer - richtig gut. Die tolle Passquote von 80 Prozent trug mit dazu bei, dass der FC Schalke 04 nicht so einfach in Ballbesitz kam. Der Siegtorschütze strahlte.

"Auf Schalke, vor so einer geilen Kulisse, den Siegtreffer zu machen - das ist unbeschreiblich. Wir haben vergangene Woche durch die Verletzungen eine Leidenszeit durchgemacht", so Wanitzek, der Sebastian Jung und Gondorf diesen Sieg widmete.

Geste für Jung zeugt vom Teamgeist

Eine schöne Geste: Nach dem Siegtor von Wanitzek wurde das Trikot des schwer verletzten Sebastian Jung, der einen Kreuzbandriss erlitt, hochgehalten. Toller Teamgeist! Dass Schalke einen Platzverweis hinnehmen musste, sah Wanitzek als kleinen Vorteil für den KSC.

Karlsruher Spieler freuen sich nach dem 1:2-Sieg.
Karlsruher Spieler freuen sich nach dem 1:2-Sieg. Bild: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

"Ich hatte zuvor, auch weil wir ein Mann mehr waren, schon die eine oder andere Möglichkeit zu schießen, habe die aber verpasst. Wenn man ein Spieler mehr ist, hat man beim Schuss etwas mehr Zeit", so der gebürtige Bruchsaler, der im Hinblick auf seinen Siegtreffer schmunzelnd hinzufügt: "Den kann man mal so machen."

Eines stellte der Matchwinner noch klar: "Schalke hatte bis auf das 1:1, als wir einen Fehler machten, nicht eine richtige Torchance. Daher geht der Sieg in Ordnung."

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