Marvin Wanitzek (KSC 10) in der Kopfballannahme
Marvin Wanitzek (KSC 10) in der Kopfballannahme
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
KSC-Match-Facts: Schaffen die Badener nach 14 Jahren mal wieder einen Sieg in Nürnberg?
Karlsruhe
27.08.2021 11:39
Nach dem Top-Start mit zwei Siegen und der Tabellenspitze musste sich der Karlsruher SC zuletzt mit zwei Nullnummern zufriedengeben. Am Freitag gibt es in Nürnberg die nächste Chance auf einen Dreier. Die aktuelle Auswärtsform des KSC spricht dafür, doch der letzte Sieg in Nürnberg liegt nun schon 14 Jahre zurück. Diesen und noch mehr Facts bietet Peter Putzing.

Die Nürnberger sind bekannt für ihr Forechecking, ihr frühes Attackieren. "Zudem spielt der FCN im Mittelfeld mit einer Raute, darauf müssen wir vorbereitet sein und reagieren", sagt KSC Trainer Christian Eichner vor der Partie beim "Club." Das könnte für den Startelfeinsatz des eher defensiv denkenden Marco Thiede auf der rechten Außenbahn den Ausschlag geben.

Thiede verpasst den "Lucky Punch" gegen Werder

Auch, weil dort beim FCN der Ex-KSC Spieler und aktuelle Nürnberger Kapitän Enrico Valentini über deren linke Seite immer wieder das Offensivspiel ankurbelt. Gegen Bremen wurde Thiede eingewechselt. Fast wäre ihm für den KSC der Siegtreffer gelungen. Thiede sorgte für neuen Schwung, war sehr agil und hatte in Minute 76 Pech. Philip Heise passte flach von links nach innen, dort wartete Thiede, hämmerte die Kugel mit seinem starken rechten Fuß direkt aufs Gästegehäuse. Keeper Michael Zetterer verhindert mit einer blitzschnellen Fußabwehr den Einschlag.

Marco Thiede (KSC 21) schießt den Ball.
Marco Thiede (KSC 21) schießt den Ball. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

In Nürnberg erwartet die Karlsruher wieder ein Schwergewicht der Liga. Denn: Die Franken sind - ebenso wie der KSC - in der laufenden Spielrunde noch ungeschlagen. Gegen das Topteam aus Düsseldorf gelang ein Heimerfolg. Das war allerdings der bisher einzige Sieg der Cluberer.

Eichner zum FCN, der erst kürzlich den Ex-Erstligaspieler Konstantin Rausch verpflichtete: "Da erwartet uns eine Mannschaft, die erfahren ist, die diszipliniert auftritt und die große Qualität im Kader hat." Positiv: Die Badener kamen in den Partien in dieser Saison bisher besser ins Spiel als der FCN, gewannen 39 Prozent der ersten Halbzeiten - der FCN nur 26.

KSC auswärts in Form

Nürnberg ist defensiv ähnlich stark wie die Fächerstädter, sie sind seit drei Partien ohne Gegentreffer. Wahr ist aber auch: Zuletzt blieben beide Teams torlos… Beide trafen in den zurückliegenden Duellen im Schnitt 1,8-mal ins gegnerische Gehäuse. Das häufigste Resultat zwischen den beiden Mannschaften unter Berücksichtigung aller Begegnungen – 1:1.

Bild: Mia

Der KSC ist aktuell auswärts stark, hat keines seiner sechs zuletzt ausgetragenen Spiele verloren. Die Cluberer sind in den letzten sechs Heimspielen gegen den KSC ohne Niederlage, aber: der FCN konnte nur eines der letzten fünf Pflichtspiele gegen den KSC gewinnen.

Letzter KSC-Sieg in Nürnberg aus dem Jahr 2007

Dennoch ist Vorsicht angesagt: Die Franken sind im heimischen Max-Morlock-Stadion seit neun Spielen ohne Niederlage. In den letzten 22 Begegnungen ging der FCN neunmal als Sieger vom Feld, sieben Spiele endeten remis, Torverhältnis 29:26 pro Club. Von insgesamt 71 Aufeinandertreffen gewannen die Franken 32, die Badener lediglich 21. Der letzte Sieg im Frankenland gelang dem KSC – 2007.

Torchance für Philipp Hofmann (KSC 33) im Zweikampf mit dem damaligen Nürnberger Philip Heise (1. FC Nürnberg 19)
Torchance für Philipp Hofmann (KSC 33) im Zweikampf mit dem damaligen Nürnberger Philip Heise (1. FC Nürnberg 19) Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Im aktuellen Kader des Wildparkclubs hat Philip Heise schon als Leihspieler für den FCN die Fußballschuhe geschnürt. Auch Angreifer Fabian Schleusener stand schon beim Club in der Frankenmetropole unter Vertrag.

Köpke fällt aus

Im FCN-Kader steht Pius Krätschmer, der spielte 2016/17 für den KSC. Auch Felix Lohkemper, der in dieser Saison beim 2:2 in Paderborn eingewechselt wurde, war einst ein Blau-Weißer. Ex-KSC-Angreifer Pascal Köpke leidet noch immer an den Folgen eines Kreuzbandrisses, den er sich Ende November 2020 zuzog.

FCN Coach Robert Klauss brachte es in der dieser Saison auf einen Punkteschnitt von 1,8. KSC-Trainer Eichner auf stolze 2,2 Zähler pro Partie. Das einstige KSC Abwehr Ass Srecko Bogdan spielte 13-mal gegen Nürnberg, erzielte dabei vier Treffer. Die meisten aller KSC-Profis, gemeinsam mit Emanuel Günther und Stefan Groß.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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