Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball.
Christoph Kobald (KSC 22) spielt den Ball.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
KSC-Abwehrstütze Christoph Kobald will "jedes Spiel gewinnen" - am besten zu Null
Karlsruhe
23.02.2021 06:00
Christoph Kobald ist wohl der Profiteur vom Trainerwechsel beim Karlsruher SC. Denn seitdem Christian Eichner das Ruder im Wildpark übernommen hat, zählt der Österreicher stets zu den Stammkräften. In der aktuellen Saison ist der Österreicher fast schon unverzichtbar in der Viererkette und stand fast jede mögliche Minute auf dem Rasen - zu Recht, wie unser Redakteur Peter Putzing findet. Auch gegen den 1. FC Nürnberg lieferte Kobald wieder eine solide Leistung ab, auch wenn er die erste Niederlage 2021 nicht verhindern konnte.

Wenn Christoph Kobald auf den Platz geht um ein Wettkampfspiel zu bestreiten, dann hat der 23-Jährige zwei Ziele: "Ich will jedes Spiel gewinnen", sagt der Innenverteidiger des Karlsruher SC und fügt flugs Ziel Nummer zwei hinzu: "Wie jeder Abwehrspieler will ich, dass die Null steht." Gegen Nürnberg ging keiner seiner Wünsche in Erfüllung.

Ziele gegen Nürnberg nicht erreicht

In der 90. Minute kassierte der KSC gegen die Cluberer das 0:1. Es war die erste Niederlage der Badener im Jahr 2021. Kobalds Leistung bei dieser Heimniederlage? Gut - richtig gut. In Luftzweikämpfen war der Österreicher meist der Sieger. Kobald sorgte mit seinem konstant guten Auftritt dafür, dass der KSC gegen den FCN lange ohne Gegentreffer blieb.

Christoph Kobald (KSC 22) und Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) geben sich die Faust vor Spielbeginn und wünschen sich Glück. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Einige richtig gute Szenen von Kobald exemplarisch: 21. Minute: Robin Bormuth verlor den Ball. Foul oder nicht am Innenverteidiger? Der Schiri pfiff nicht, ließ weiterlaufen, der Club hatte eine Riesenchance – aber Kobald war da, rettete, in Zusammenarbeit mit dem starken Marius Gersbeck. Die Badener hielten die Null. 30. Minute: Ein weiter, aber dennoch genauer Pass von Kobald. Nach rund 40 Metern landet die Kugel exakt bei Flügelflitzer Benjamin Goller.

Spitzname: "Kobi"

Eine gute Aktion, die zwar kein Tor brachte, aber die Einschätzung bestätigt, die Trainer Christian Eichner von Kobald hat: "Kobi ist in der Spieleröffnung enorm stark", sagt "Eiche" immer wieder. Minute 51: Kobald versucht sich in der Offensive als Ballzauberer – sein Fallrückzieher sieht schön aus, landet aber neben dem Gästegehäuse…

Christoph Kobald (KSC 22) hält sich den rechten Fuß vor Schmerzen, am Boden. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Kurz vor Schluss in der 87. Minuten:  Kobald rettet für den KSC in höchster Not gegen Nikola Dovedan. Das Remis scheint für die Badener in trockenen Tüchern. Scheint. Ein Slapstick Treffer führt zur ersten Niederlage im Jahr 2021. Auffällig: Fünf der acht Saisonniederlage kassierten die Karlsruher in Heimspielen.

Kobald war auch bei diesen Niederlagen immer einer der zuverlässigsten KSC-Profis. Seine Daten in der Partie gegen den FCN: Ein Torschuss, 81 Ballkontakte, Passquote: 81 Prozent. Von den für einen Innenverteidiger so wichtigen Zweikämpfen gewann Kobald fast 80 Prozent.

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