Dominik Kother spielte zuletzt nicht mal eine Nebenrolle beim KSC. Gegen den SV Werder Bremen schaffte es das Eigengewächs nicht in den Kader.
Dominik Kother spielte zuletzt nicht mal eine Nebenrolle beim KSC. Gegen den SV Werder Bremen schaffte es das Eigengewächs nicht in den Kader.
Bild: Carmele | TMC-Fotografie
Der KSC im Kother-Dilemma: Hilft jetzt nur noch eine Leihe?
Karlsruhe
27.08.2021 06:00
Was ist nur los mit Dominik Kother? Seit seinem schnellen Durchbruch samt wichtigem Tor zum Klassenerhalt geht die Entwicklung des Flügelspielers beim Karlsruher SC in eine Richtung, die den Verantwortlichen nicht unbedingt gefallen dürfte. Zuletzt schaffte es der Bruchsaler gegen Werder Bremen nicht mal mehr in den Kader von Christian Eichner, obwohl Kother weder verletzt noch durch Undiszipliniertheiten auffiel.

Vor etwas mehr als einem Jahr gab es einen Riesenhype über Dominik Kother. Und jetzt? Da droht das KSC-Talent mit gerade einmal 21 Jahren fast zum Auslaufmodell zu mutieren. Bei der Partie des KSC gegen Bremen wurde Kother nicht einmal mehr in den Kader berufen. Trainer Christian Eichner ließ gar einen Platz auf der Auswechselbank unbesetzt.

Kother ein Held beim Klassenerhalt

Rückblick: Mitte Juni 2020 stand der Flügelflitzer erstmals in der KSC Startelf. Trainer Eichner hatte ihm ausgerechnet im Derby gegen den VfB Stuttgart das Vertrauen geschenkt. Kother lieferte, spielte gut.

Dominik Kother (KSC19) schießt den Ball
Dominik Kother (KSC19) schießt den Ball Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Dann, am letzten Spieltag bei der SpVgg Greuther Fürth, als es für KSC um den Klassenerhalt ging, erzielte Kother seinen ersten Profitreffer - half so mit, dass der KSC die Klasse hielt. Dominik Kother der neue Stern am KSC-Himmel? Nicht so ganz. Mittlerweile ist die Situation eine ganz andere.

Ist eine Leihe die Lösung?

Der 21-Jährige fiel in der Vergangenheit neben dem Platz hin und wieder durch Unzuverlässigkeit auf. Trainingsbeginn verpasst, Termine nicht zuverlässig wahrgenommen und da er auch auf dem Spielfeld keine Konstanz zeigte - die Verbannung von Eichner.

Der hatte lange seine schützende Hand über Kother gehalten. Eichner führte viele Gespräche mit dem schweigsamen, ja introvertierten Kother. Vize-Kapitän Marvin Wanitzek, wie Kother aus Bruchsal, und auch Spielführer Jerome Gondorf versuchten zu helfen, dass er zurück auf den Erfolgspfad findet, dass er Basics wahrnimmt und umsetzt.

Dominik Kother (KSC19) mit Christian Eichner (KSC Trainer).
Dominik Kother (KSC19) mit Christian Eichner (KSC Trainer). Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Eichner dazu: „Wir wollen Dominik in seiner Entwicklung unterstützen. Im Moment sehen wir aber keine nachhaltigen Fortschritte.“ Konkreter wurde der Coach nicht. Könnte heißen: Auf dem Feld nimmt er seine Aufgaben immer roch nicht richtig und mit Verantwortung wahr.

Bei Ballverlust "vergisst" er, dass ein Außenbahnspieler Defensivarbeit zu verrichten hat. Zudem: Von außen etwas nach innen zu rücken, um für die Kollegen Platz zu schaffen und so für Überraschungsmomente zu sorgen - so wie es Eichner gerne sieht - fehlt auch. Man munkelt, dass man beim KSC gar dazu bereit wäre, Kother auszuleihen, um über diesen "Umweg" seine Entwicklung zu fördern.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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